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Amazons Alexa löst kostspieligen Polizeieinsatz aus

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Amazons Alexa löst kostspieligen Polizeieinsatz aus

Beitrag von Juris25 erstellt am: 5. Feb 2018, 23:29 Uhr

Hallo liebe Juris,

das thema meiner HA ähnelt sehr dem Fall von dem ihr bestimmt schonmal gehört habt. Im November 2017 hat Alexa, in Abwesenheit des Besitzers, in der Nacht laute Musik abgespielt. Die Nachbarn verständigten daraufhin die Polizei und diese öffneten mithilfe des Schlüsseldienstes die Tür.

In meinem Fall abgewandelt, hat Alexa erst den Fernseher in der Nacht angeschaltet (es lief Tatort) und das bei voller Lautstärke. Währenddessen im TV: Eine Frau – welche von einem Mann misshandelt und schließlich abgestochen wurde – schrie aus voller Kehle um Hilfe. Dieses Szenario dauerte kaum eine
Minute. Danach erkannte Alexa die volle Lautstärke und drosselte diese. Die Nachbarin wurde durch die Schreie aus ihrem – eh schon
unruhigen Schlaf – gerissen und verständigte sofort die Polizei. Danach kam der Schlüsseldienst und öffnete die Tür. Der Polizeibeamte streifte aus Hektik und Unachtsamkeit eine im Flur des Besitzers stehende Vase, die durch diese
Berührung von der Kommode fiel und scheppernd zu Bruch ging. Bei dieser Vase handelte es sich um ein Erbstück, das einen Wert von 100 Euro hatte. Nach Durchsuchen aller Räume wurden die Beamten auf den noch immer laufenden Krimi sowie die stetig blinkende Alexa aufmerksam. Die beiden Polizisten verließen dann die Wohnung.

Besitzer bekommt einen Kostenbescheid und will gegen den Kostenbescheid klagen. (abgelehnter Widerspruchbescheid (+))

Erfolgsaussichten?
Begründeheit: Wie soll ich die Begründeheitsprüfung aufbauen? Grundsätzlich denke ich Begründeheit ist (-), weil das Geschehene durch ein komplettes Ausschalten von Alexa hätte verhindert werden können. Er hat aber bei Amazon einen Anspruch auf Schadensersatz. Im echten Fall übernimmt Amazon auch die Kosten für den Polizeieinsatz.

Art. 13 Abs. 4 GG ? B sieht nicht ein, für das ihn in seiner Intimsphäre verletzende Handeln der Polizei auch noch Geld zu zahlen. Das Öffnen der Tür sei völlig unnötig und übervorsorglich gewesen. Schließlich gab es zu keinem Zeitpunkt eine gefährdete Person.
Auch könne B doch nichts für diesen kleinen technischen Fehler seiner Alexis. Er habe sie zwar im Standby-Modus gelassen, jedoch habe er ja keine Befehle erteilt.

Juris25

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