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Examensreport & Life-Berichte

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1. StEx Berlin/Brandenburg

Gerade mitten in der schriftlichen Prüfung oder sie vor kurzem hinter Dich gebracht? Berichte über Deine Erlebnisse

Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von Suedberlin37 erstellt am: 25. Okt 2016, 16:57 Uhr

Pfändung des Motorrollers beim Nichtschuldner und seine Wirkung gegenüber dem Eigentümer der Sache


Welche Auswirkung hat das auf eine Eigentumslage? Meine Kenntnisse sind bei Zwangsvollstreckungsrecht und Pfändung generell unterste Kanone, aber es würde mich grad interessieren.

Suedberlin37

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von Alex253 erstellt am: 25. Okt 2016, 17:13 Uhr

Keine, wenn es nicht jemand im Rahmen der Zwangsversteigerung erwirbt. Es sollte m.M.n. einfach geprüft werden, wer Eigentümer der Sache ist und danach wie der sich gegen die Zwangsvollstreckung wehren kann, also Zulässigkeit und Begründetheit der Drittwiderspruchsklage.

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von andererAnsicht erstellt am: 25. Okt 2016, 17:22 Uhr

Wow, du hast die Drittwiderspruchsklage wirklich durchgeprüft? Nice! Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit grundsätzlich besteht^^ da habe ich maximal ne halbe Seite zu geschrieben. Mehr ist natürlich immer gut.

andererAnsicht

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von Suedberlin37 erstellt am: 25. Okt 2016, 17:26 Uhr

andererAnsicht hat geschrieben:Wow, du hast die Drittwiderspruchsklage wirklich durchgeprüft? Nice! Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit grundsätzlich besteht^^ da habe ich maximal ne halbe Seite zu geschrieben. Mehr ist natürlich immer gut.


Was und an welcher Stelle hast du denn zur Wirkung auf den Eigentümer ausgeführt?

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von andererAnsicht erstellt am: 25. Okt 2016, 17:37 Uhr

Was und an welcher Stelle hast du denn zur Wirkung auf den Eigentümer ausgeführt?[/quote]

Na einfach XY könnte das Eigentum an dem Motorroller jedoch dadurch verloren haben, dass der Gerichtsvollzieher G diesen in der Garage des S findet und wegen der Schulden des Z pfändet. Dies setzt voraus, dass die Sachpfändung die Eigentümerstellung des XY zum erlöschen bringt. Gem. § 804 I ZPO erwirbt ein Gläubiger durch die Pfändung ein Pfandrecht an der Sache. Damit hat die Pfändung keine Auswirkung auf die Eigentümerstellung des XY. XY ist Eigentümer geblieben.

andererAnsicht

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von STT erstellt am: 25. Okt 2016, 17:50 Uhr

Ja die Sache mit dem Pfandrecht kann man schon in die Eigentumsprüfung einbauen. Kann ja Veräußerungsverbot nach sich ziehen. Die Übereignung des Rollers aber erfolgte ja schon zuvor. Wirkt sich daher letztlich nicht aus.

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von bahami erstellt am: 25. Okt 2016, 18:28 Uhr

Viele Wege führen nach Rom.
Ich hatte bisher bei allen Klausuren das Gefühl, dass einem mehrere Wege geboten wurden die Fälle zu lösen und die Sachverhalte stets darauf abzielende Angaben enthielten.
Am Ende weiß man sowieso nicht wie bewertet wird, Jura klausuren sind bekanntlich schwer vorhersehbar.

Jetzt nur noch entspannte 10 Stunden in Örecht um die lezten Punkte kämpfen und wir sind durch mit dem Wahnsinn !

Gibts in Örecht Urteile die man kennen sollte aktuell ?

Hatte nur Zeit für ZR Rechtsprechung kurz vorm Ende der Vorbereitung.
Zivilrecht lief zum Teil ja sehr orientiert an Rechtsprechung der letzten Paar Jahre, besonders §476 im Kaufrecht war dann nicht sehr überraschend.

bahami

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von Alex253 erstellt am: 26. Okt 2016, 08:30 Uhr

andererAnsicht hat geschrieben:Wow, du hast die Drittwiderspruchsklage wirklich durchgeprüft? Nice! Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit grundsätzlich besteht^^ da habe ich maximal ne halbe Seite zu geschrieben. Mehr ist natürlich immer gut.


Es gab ja nicht soviel zu prüfen. Eigentlich nur in der Zulässigkeit die Klageart, die Parteifähigkeit, weil der Kerl erst 17 ist und das zuständige Gericht - alles andere wäre ja nach dem Motto verlaufen: "Ordnungsgemäße Klageerhebung ist noch nicht passiert, aber könnte noch... usw." oder war völlig unstrittig und wird dann ja nicht erwähnt. Und bei Begründetheit gibts im Prinzip auch nur einen Satz, nämlich, dass das Eigentum ein die Veräußerung hinderndes Recht ist und dass er Eigentümer ist hat man ja dann in Aufgabe 1 schon geprüft.

Zu Öff-Recht hab ich auch garkeine Ahnung, was so drankommen könnte. Im Rep wurde bei uns gesagt, Versammlungsrecht im Zusammenhang mit Pegida und Konsorten könnte aktuell irgendwie ein Thema sein, aber ist offenbar auch eher eine Vermutung... man wird sehen, was kommt.

Alex253

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von andererAnsicht erstellt am: 26. Okt 2016, 10:05 Uhr

Habt ihr bei Aufgabe 1 eigentlich mit § 7 StrVG argumentiert als moglichen rechtlichen Nachteil des potentiellen Halters D? Im Öffentlichen Recht wäre irgendeine Gefahrenabwehrklausur gut oder ne Verfassungsbeschwerde.

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von Alex253 erstellt am: 26. Okt 2016, 10:52 Uhr

Ne, aber klingt im Prinzip nach ´ner guten Idee. Ob daraus aber ein wirklicher rechtlicher Nachteil entsteht, würde ich in Frage stellen. Ist ja einfach die gesetzliche Folge, dass der Halter verschärft haftet; vergleichbar etwa mit Grundsteuern, die sind ja nach h.M. auch nicht rechtlich nachteilig, weil sie sich notwendigerweise aus dem Gesetz ergeben.

Alex253

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1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von Schwester Claudi erstellt am: 27. Okt 2016, 11:13 Uhr

Hallo ihr lieben Examenskandidaten und -innen dieser Herbstkampagne,

ich finde etwas echt krass und möchte mal eure Meinung wissen. Neulich saß ich in der Pizzeria mit einer guten Freundin, und am Nebentisch saßen 2 ältere Herren und unterhielten sich über ihre Jobs. Der eine war wohl Ghostwriter. Er habe gerade eine neue Einkommensquelle entdeckt, er schreibe jetzt für Studenten nicht nur, wie bisher, die Hausarbeiten und Wahlfachabschlussarbeiten, sondern nun auch die 7 (!) Examensklausuren beim JPA Berlin - und zwar per Smartphoneübertragung. Mir ist fast die Kinnlade runtergefallen. Seine Patienten, sag ich mal, sitzen im Prüfungssaal des JPA Berlin, haben ihr Smartphone nicht am Eingang abgegeben, bzw. haben ein zweites, welches sie munter in ihren Gesetzestext legen, ein Foto schießen vom Examenssachverhalt, den sie sodann dem Ghost schicken, dieser bearbeitet den Fall in der Hälfte der Zeit und der Student schreibt dann alles in der verbleibenden Hälfte der Zeit ab. Der Ghost selber hat null Risiko, entdeckt zu werden, da er zu dem Zweck eigens eine Kunstmailadresse generiert, wie er seinem Tischnachbarn eifrig und belustigt mitteilte. Und der Student scheint ja auch nicht grad zu der furchtsamen Sorte zu gehören, ist es doch seine letzte Chance, doch noch Jurist zu werden. Wie kommt es, dass das JPA Berlin sowas nicht verhindern kann, indem sie zB WLAN kappen in den Prüfsälen, was mit sog. "Jammern" geht, die das Signal stören? Dass die Aufsicht im Prüfungssaal das nicht herausfinden bei ihrem Rundgang, oder ein anderer Student es sieht? Unglaublich, dass keiner auf die Idee kommt, dass sowas im digitalen Zeitalter locker möglich ist. So haben wir bald also Juristen, die sich nicht nur alle kleinen und großen Scheine sowie das Wahlfach schreiben lassen beim Ghostwriter, sondern nun auch noch alle Examensklausuren in Live-Übertragung über WLAN aus dem Prüfungssaal. Sonst gab es ja immer noch das normative Korrektiv, dass solche Nullleistungsstudenten dann wenigstens das Examen selber bestehen mussten, jetzt müssen sie gar nichts mehr. Jener Ghostwriter hat dem Studenten geraten, in der Mündlichen (wo er ohnehin nur noch 0 Punkte brauche) kurz hinzugehen und zu sagen, er sei depressiv, so dass er da mangels Wissen auch nicht auffällt. Bestanden sei das Examen ohnehin a priori schon vor der Mündlichen. Wie gesagt, mir blieb echt der Mund aufstehen, wenn ich an die unzähligen Stunden meiner eigenen Paukerei damals denke. Wow.

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von bahami erstellt am: 27. Okt 2016, 13:48 Uhr

Also groß kontrollieren tut uns keiner. Genausowenig wurde in Gesetze geschaut oder Ähnliches.

Du musst nur deine Jacke und Tasche an die Wand legen, wie in der Uni.

Das Handy am Platz zu behalten ist grundsätzlich machbar. Wie man unaufällig das Foto machen will finde ich aber abenteuerlich. Die Aufseher schauen bei mir im Saal von der Seite und von oben eine Etage drüber.
Skizze vom Handy ablesen könnte ich mir schon vorstellen, aber ebenfalls abenteuerlich. Die Leute sind alle in den Arbeit versunken, sobald ich verplant in der Gegend schaue, starrt mich auch stets ein Aufseher an.

Es wäre viel einfacher einfach jemand anderen schreiben zu lassen. Persos wurden bei uns nur am ersten Tag kontrolliert. Jeden Tag führt jemand anders Aufsicht, wobei die nur schauen das jemand da ist, nicht wer das ist. Ob man eine Ladung dabei hat oder wer man ist, interessiert keinen.

Arbeiten, insb. Abschlußarbeiten von anderen schreiben lassen ist übrigens sehr verbreitet, ich kenne einige Menschen die z.B. ihr Diplom gekauft haben komplett. Es redet halt keiner drüber.

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von Examen99 erstellt am: 27. Okt 2016, 14:24 Uhr

Was lief heute?

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von bahami erstellt am: 27. Okt 2016, 14:59 Uhr

Heute gab es Spass mit dem Planfeststellungsverfahren bzw. Rechtsmittel gegen diesen.

Sehr grob:

Infrastrukturprojekt der Verkehrsgesellschaft der Stadt steht an.
Planbeschluss bzw. Verfahren vorher werden durchgeführt, 72 ff. VvVfG. (28 PBefG in diesem Fall)
H hat Hotel an der Baustelle möchte Entschädigungsregeln aus dem Plan sowie niedrigere Lärmhöchtsgrenzen. H hat sich beschwert, wurde angehört etc. Beschluss ergeht, H Klagt vor dem OVG.

Ich glaube das ist wirklich das Einzige was ich Verfahrensmäßig nicht auf dem Plan hatte aus dem gesamten Verwaltungsrecht. Auch nie im Rep gehabt.
Erbärmlich am Gesetz langgehangelt um mir ein Schema selbst gebaut :(

Jetzt müsste eigentlich Staatsrecht kommen vermute ich mal.

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Re: 1. StEx Berlin/Brandenburg

Beitrag von Alex253 erstellt am: 27. Okt 2016, 15:20 Uhr

Schwester Claudi hat geschrieben:Hallo ihr lieben Examenskandidaten und -innen dieser Herbstkampagne,

ich finde etwas echt krass und möchte mal eure Meinung wissen. Neulich saß ich in der Pizzeria mit einer guten Freundin, und am Nebentisch saßen 2 ältere Herren und unterhielten sich über ihre Jobs. Der eine war wohl Ghostwriter. Er habe gerade eine neue Einkommensquelle entdeckt, er schreibe jetzt für Studenten nicht nur, wie bisher, die Hausarbeiten und Wahlfachabschlussarbeiten, sondern nun auch die 7 (!) Examensklausuren beim JPA Berlin - und zwar per Smartphoneübertragung. Mir ist fast die Kinnlade runtergefallen. Seine Patienten, sag ich mal, sitzen im Prüfungssaal des JPA Berlin, haben ihr Smartphone nicht am Eingang abgegeben, bzw. haben ein zweites, welches sie munter in ihren Gesetzestext legen, ein Foto schießen vom Examenssachverhalt, den sie sodann dem Ghost schicken, dieser bearbeitet den Fall in der Hälfte der Zeit und der Student schreibt dann alles in der verbleibenden Hälfte der Zeit ab. Der Ghost selber hat null Risiko, entdeckt zu werden, da er zu dem Zweck eigens eine Kunstmailadresse generiert, wie er seinem Tischnachbarn eifrig und belustigt mitteilte. Und der Student scheint ja auch nicht grad zu der furchtsamen Sorte zu gehören, ist es doch seine letzte Chance, doch noch Jurist zu werden. Wie kommt es, dass das JPA Berlin sowas nicht verhindern kann, indem sie zB WLAN kappen in den Prüfsälen, was mit sog. "Jammern" geht, die das Signal stören? Dass die Aufsicht im Prüfungssaal das nicht herausfinden bei ihrem Rundgang, oder ein anderer Student es sieht? Unglaublich, dass keiner auf die Idee kommt, dass sowas im digitalen Zeitalter locker möglich ist. So haben wir bald also Juristen, die sich nicht nur alle kleinen und großen Scheine sowie das Wahlfach schreiben lassen beim Ghostwriter, sondern nun auch noch alle Examensklausuren in Live-Übertragung über WLAN aus dem Prüfungssaal. Sonst gab es ja immer noch das normative Korrektiv, dass solche Nullleistungsstudenten dann wenigstens das Examen selber bestehen mussten, jetzt müssen sie gar nichts mehr. Jener Ghostwriter hat dem Studenten geraten, in der Mündlichen (wo er ohnehin nur noch 0 Punkte brauche) kurz hinzugehen und zu sagen, er sei depressiv, so dass er da mangels Wissen auch nicht auffällt. Bestanden sei das Examen ohnehin a priori schon vor der Mündlichen. Wie gesagt, mir blieb echt der Mund aufstehen, wenn ich an die unzähligen Stunden meiner eigenen Paukerei damals denke. Wow.


Ist so wie geschildert zumindest in dem Raum, wo ich geschrieben habe nicht möglich. Ich wüsste nicht, wie man es einigermaßen unauffällig hinbekommen sollte, die Lösung vom Handy abzuschreiben geschweige denn das Ding überhaupt während der Prüfung rauszuholen. Klingt insgesamt nach ner ziemlichen Räuberpistole :P

Zur Klausur heute: war bei mir ziemlich ähnlich, ich dachte die erste Stunde lang, der Planfeststellungsbeschluss wäre ne Satzung ähnlich wie ein B-Plan und hab deshalb angenommen 47 VwGO wär zu prüfen. Zum Glück ists mir noch rechtzeitig aufgefallen. Insgesamt war es aber machbar, find ich. Wenn man 75 Ia VwGO durch Querlesen gefunden hab erklärt sich der Prüfungsmaßstab in der Begründetheit dann eigentlich von selbst.

Alex253

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