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Zivilrecht Hausarbeit Hilfe

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Zivilrecht Hausarbeit Hilfe

Beitrag von basma70 erstellt am: 26. Feb 2013, 11:41 Uhr

Ich muss diesen Semester in Zivilrecht hausarbeit schreieben. Habe keiene Ahnung wie ich anfangen kann.Kann mir vlt paar tips oder kleine Lösungsskizze geben....Danke im voraus

Die Zahnärztin Lisbeth (L) und der Radiologe Tim (T), ein vermögendes Paar, wohnen seit Jahren in
einer Loft-Wohnung im idyllischen Bogenhausen in München. Da T seiner Freundin im neuen Jahr
eine Freude machen möchte, beschließt er für sie eine Uhr der Marke „IWC“ im Internet zu erwerben.
Dazu loggt er sich am 01.03. - wie schon öfter - mit den Daten seiner Freundin L bei dem Onlineversteigerungshaus
eBay ein. L hat dort unter ihrem Namen „Lisbeth“ ein Konto eingerichtet. Sie
weiß, dass ihr Freund T ihren Account öfters benutzt. Um den häuslichen Frieden jedoch nicht zu
stören, akzeptiert sie jedoch stillschweigend die Einkaufstouren ihres Freundes.
T findet folgendes Angebot des privaten Anbieters Mikael (M):
„ IWC-Uhr
Fans von „IWC“-Uhren aufgepasst: Ich verkaufe eine verchromte Uhr der Marke „IWC“ inklusive dazugehöriger
Uhrenschatulle und zwei Ersatzuhrenarmbänder. Zustand: Leichte Gebrauchsspuren!“
Dem Angebot ist ein Bild hinzugefügt. Als Startpreis wurde 1 € angegeben. T gibt als Höchstgebot
3000 € an. Der Marktpreis einer originalen „IWC“-Uhr beziffert sich auf etwa 25.000,00 €. Da die
Auktion an einem Samstagabend abläuft und daher keine weiteren Interessenten mitbieten, bleibt T
mit seinem Gebot Höchstbietender und erhält den Zuschlag für 600 €.
M verschickt nach Erhalt der 600 €, die T sofort von seinem Konto überwiesen hat, die Uhr zu der
Adresse von L und T nach München. T schenkt auch gleich seiner Freundin die Uhr. Diese freut sich
über das Geschenk und probiert die Uhr sofort an. Dabei stellt sie fest, dass das Armband der Uhr
einen Riss aufweist und dass es sich bei der Uhr nicht um eine originale „IWC“ handelt, sondern um
ein billiges Plagiat.
T und L einigen sich darauf, dass sich nun L um die Vertragsabwicklung kümmern solle, da - nach Ls
Ansicht - sie ja auch schließlich Vertragspartner geworden sei. L beschließt daher am Abend M anzurufen
um diese Angelegenheit zu klären. Nachdem T die Uhr auch einmal selbst anprobiert hat, borgt
er sie sich vorübergehend und fährt mit dieser am Handgelenk mit dem Auto in die Stadt. Dabei gerät
der leicht tollpatschige T in einen Verkehrsunfall, weil er - wie immer - nicht sehr aufmerksam über
die Kreuzung gefahren ist. Das Gehäuse der Uhr wird durch den Unfall beschädigt.
Am Abend schließlich ruft L bei M an und teilt ihm mit, dass sie das komplette Uhrenset doch nicht
mehr haben möchte und ihr Geld zurück haben wolle, weil die Uhr am Armband einen Riss aufweise
und keine echte „IWC“ sei. Durch den Riss am Armband könne man die Uhr nicht mehr richtig tragen.
Im Übrigen widerrufe sie den Vertrag, weil dieser über das Internet abgeschlossen wurde. Auch sei
ihr Freund T bei der Bestellung davon ausgegangen, dass die Uhr nicht am Armband beschädigt sei
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und dass es sich um eine originale „IWC“ handele. Ihr Freund habe sich daher über die Mangelfreiheit
der Uhr getäuscht. Es sei daher schon kein Vertrag zustande gekommen, so dass M das Geld
bereits ohne rechtliche Legitimation erhalten hätte.
M ist dagegen der Ansicht, dass man sich nicht über eine originale „IWC“ geeinigt habe, da bei solch
teuren Uhren und einem Startpreis von nur 1 € doch für jeden klar sei, dass es sich nicht um eine
originale „IWC“ Uhr handele. Man habe sich daher zumindest konkludent über die Beschaffenheit
der Uhr geeinigt. Im Übrigen wollte er - was zutrifft - nicht den Eindruck erwecken, er verkaufe eine
originale „IWC“ Uhr. Für den Fall, dass er den Kaufpreis zurückzahlen muss, verlangt er zumindest
finanziellen Ausgleich für die Beschädigung des Gehäuses.
L möchte jedoch das komplette Uhrenset überhaupt nicht mehr und will den Vertrag rückabwickeln.
Für die Beschädigung des Gehäuses müsse sie aber nichts zahlen, da sie selbst mit dieser Beschädigung
nichts zu tun habe.
Nach dem Anruf möchte L die Uhr für den Versand einpacken. Dabei beschädigt die ungewandte L
auch noch den Deckel der Uhrenschatulle. Auch für diese Beschädigung verlangt M finanziellen Ausgleich,
was L allerdings ablehnt. M ist entrüstet und teilt ihr mit, dass, falls er den Kaufpreis zurückzahlen
müsse, er dies nur dann tue, wenn er jedenfalls finanzielle Kompensation für die Beschädigung
des Gehäuses und des Deckels erhalte und natürlich das Uhrenset zurückbekomme.

Frage: Kann L von M die Zahlung von 600 € verlangen?

basma70

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Re: Zivilrecht Hausarbeit Hilfe

Beitrag von Alexander erstellt am: 26. Feb 2013, 11:47 Uhr

Fang doch mal an, indem du einen Obersatz bildest:

"L könnte gegen M einen Anspruch auf Zahlung von EUR 600 aus § ..."

;)
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Re: Zivilrecht Hausarbeit Hilfe

Beitrag von HanSolo erstellt am: 26. Feb 2013, 11:53 Uhr

Du hast doch sicher schon Zivilrecht gehört und aus der Vorlesung einiges mitgenommen, wie man einen Fall löst. Klassischer Anspruchaufbau: Was ist die Anspruchsgrundlage? Ist der Anspruch entstanden, ist irgendwas passiert, dass er untergegangen ist usw.

Inhaltlich hört sich auf den ersten Blick an wie eine Mischung aus dem hier: http://www.pfitzer-law.de/pfitzer/de/ne ... r-nutzung/ (Stellvertretungsproblem) und dem Vertu-Handyfall (insbesondere der Wink mit dem Zaunpfahl betreffs der 1-€-Startgebühr - das hatte die Vorinstanz nämlich interessant anders gesehen als der BGH).

Die Fälle findest du zB in Juris - schon Vertu und Handy als Suchbegriffe bringen dich zu dem Fall (stammt aus dem letzten Jahr). Vielleicht sind die in den Ausbildungszeitschriften auch schon irgendwo aufbereitet.

Viel Erfolg!
HanSolo

 


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