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Schwerpunktarbeit-Zitierweise

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Schwerpunktarbeit-Zitierweise

Beitrag von Jurai erstellt am: 20. Apr 2015, 18:43 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich hab da mal eine ganz blöde Frage.
Ich schreibe derzeit meine Seminararbeit im Schwerpunkt und tu mich recht schwer mit dem zitieren bzw. habe große Angst davor dies falsch zu tun.
Bei einem Umfang von ca. 25 Seiten habe ich vier wörtliche Zitate und diese auch als solche kenntlich gemacht. Soweit so unproblematisch.
Mein Problem bezieht sich eher auf die indirekten Zitate. Ich habe zum Beispiel relevante Stellen aus passenden Kommentaren gelesen, in eigene Worte gefasst, diese in meine Ausarbeitung eingebracht und zum Abschluss eine Fußnote mit Hinweis auf die Literatur mit (falls gegeben) entsprechender Randnummer gesetzt. Exotische Wörter, die ich nicht ersetzen konnte und wollte, da es sich um sehr eindrucksvolle Wörter handelte habe ich übernommen und mit Anführungszeichen kenntlich gemacht.

Muss ich bei indirekten Zitaten (zB bei solchen aus Kommentaren) schreiben: "Wie Becker schon anführte..." oder reicht meine eigene Wiedergabe und passende Fußnote zum Kommentar aus?

Und eine weitere Frage bezieht sich auf den Umfang der zitierten Literatur. Natürlich muss in die Ausarbeitung meine eigene Meinung einfließen und nicht nur eine Aneinanderreihung verschiedener Literatur, aber im Grunde genommen fokussiert sich meine eigene Meinung eher auf Einleitung und Schlussteil/Fazit und im Hauptteil gilt eine kritische Auseinandersetzung mit maßgeblicher Literatur, oder nicht?

Ich bitte um hilfreiche Antworten und um Entschuldigung meiner Unwissenheit! :-P

Jurai

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Re: Schwerpunktarbeit-Zitierweise

Beitrag von Dwight erstellt am: 25. Mai 2015, 06:24 Uhr

Das hört sich schon mal ganz plausibel an. Zum Zitat: Wie das VG Düsseldorf in seinem "Schavan-Urteil" anschaulich geschrieben hast, ist für ein redliches Zitat entscheidend, dass der Leser stets "weiß wer zu ihm spricht". Wörtliche Zitate sind immer kenntlich zu machen, wie Du ja auch schreibst. Bei der Paraphrase würde ich bei jedem Satz vorsichtshalber immer auf die konkret paraphrasierte Quelle verweisen und andere, die die Auffassung teilen, mit "ebenso" in der Fn. anschließen. Im Zweifel kenntlich zu machen, ist sicher aus Vorsicht ein guter Ansatz, jedenfalls soweit es sich nicht um rein technische handelt zB "aliud"). Insbesondere vom zitierten Autor geprägte Begriffe (hier fällt mir jetzt kein Beispiel ein...) sollte man bei der ersten Verwendung durch Anführungszeichen und Fn. (Grundlegend xx oder Begriff nach xx) identifizieren, danach aber ohne An und Abführung benutzen.

Zum Thema "Streit": Soweit die Aufgabe nicht in der Lösung eines einzigen Streits liegt, würde ich den Streit grundsätzlich wie in einer Klausur aufbauen, dh die eigene Meinung jeweils in den Streitentscheid packen und nicht nur in die Schlussfolgerung am Ende. Diese dient eher dazu, alle Stränge der Arbeit zusammenzuführen und zu fassen. Als Anschauungsmaterial kann im Grundsatz jeder Fachaufsatz "mittlerer Art und Güte" dienen. Viel Erfolg!

Dwight

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Re: Schwerpunktarbeit-Zitierweise

Beitrag von CessioLegis91 erstellt am: 17. Nov 2015, 23:09 Uhr

So wie du es jetzt beschrieben hast zitiere ich auch immer :). Bis jetzt wurde da noch nie was beanstandet ;).
M.M. kann man schreiben "wie XY bereits angeführt hat...", aber solange du durch eine Fußnote entsprechenden Satz bereits als fremden Gedanken ausweist, denke ich, dass es nicht nötig ist, den Autor noch im Text zu erwähnen.

Zur eigenen Meinung - bei uns in der Prüfungsordnung, und ich gehe davon aus, an anderen Unis wird es ähnlich sein, steht, dass Seminararbeiten / wissenschaftliche Hausarbeiten dazu dienen, dass der Prüfling zeigt, dass er ein rechtliches Problem in einer gewissen Zeit erfassen kann.
Etwas anderes gilt für Dissertationen - dort wird von dir ein Beitrag zur Wissenschaft erwartet.
Es kann aber keiner erwarten, dass du in einer Seminararbeit, wo man ca. 8 Wochen Zeit hat, einen eigenen Forschungsbeitrag o.ä. leistest.
Du solltest daher auch nicht davon ausgehen, dass du das tust - in den meisten Fällen wirst du dich also einer Meinung einschließen, d.h. im Ergebnis auch nur eine fremde Meinung wiedergeben und keine "neue" Meinung erfinden.
D.h. auch in deinem Fazit wirst du mit Fußnoten arbeiten müssen.

Je nach Thema bietet es sich an, hinter bestimmten Denkabschnitten bereits eine Art Zwischenfazit zu bilden und nicht erst bis zum Schluss zu warten.

:waving:

PS. Ohh, ich habe jetzt erst gesehen, dass dein Beitrag schon vom April ist :oops:. Aber ich hoffe, dass alles gut geklappt hat :-)

CessioLegis91

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Re: Schwerpunktarbeit-Zitierweise

Beitrag von Jurai erstellt am: 20. Nov 2015, 10:51 Uhr

Hey!

Danke für deine verspätete Mühe! :D
Es hat alles erfolgreich geklappt! :)

Jurai

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