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Mündliche Prüfung

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Was lernen für die Mündliche?

Alles rund um die mündliche Prüfung im juristischen Staatsexamen

Was lernen für die Mündliche?

Beitrag von Lawlife erstellt am: 8. Mär 2017, 14:45 Uhr

Hey ihr Lieben,

ich habe eine Frage, die sich mir stellt und bitte von moralischen Lehrstunden abzusehen. Ich habe mein Examen überraschenderweise bestanden und habe im April (wann genau weiß ich noch nicht) nun die mündliche Prüfung. Überraschend war das Bestehen für mich, da ich nicht damit gerechnet habe und ich aufgrund von persönlichen Problemen gezwungen war, für das Examen "auf Lücke" zu lernen. Anscheinend hatte ich Glück und habe dennoch bestanden (wahrscheinlich sehr knapp),was mich natürlich sehr freut.

Nun zu meiner Frage: Wie lerne ich jetzt am Besten für die Mündliche? Würdet ihr mir empfehlen Themengebiete, die ich bis jetzt sehr vernachlässigt habe bzw. mich noch gar nicht damit beschäftigt habe (shame on me) wie z.B. Europarecht oder Baurecht, neu zu erlernen oder soll ich mich auf das bisher Gelernte konzentrieren? Lücken habe ich vor allem im öffentlichen Recht.

Ich habe große Angst jetzt auf der Zielgeraden noch zu versagen und durch die mündliche Prüfung zu fallen.

Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus.

Lawlife ;-)

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Re: Was lernen für die Mündliche?

Beitrag von Bruno erstellt am: 9. Mär 2017, 13:31 Uhr

,,Lernen" ist fast schon überbewertet für die mündliche Prüfung. Schau Dir doch mal die ausgegebenen Sachverhalte für den Vortrag an. Das sind Standard Dinge, im Strafrecht zum Beispiel oft ein lächerlicher Diebstahl, wo das ,,Problem" beim Merkmal ,,Bruch" auftaucht.
Und für das Gespräch kann man nicht viel lernen, wichtig ist, in den Dialog mit den Prüfern zu treten.

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Re: Was lernen für die Mündliche?

Beitrag von bahami erstellt am: 9. Mär 2017, 15:46 Uhr

Nach meinen Protokollen ist die Mündliche kein Geschenk wie viele meinen. Wo du recht hast, ist die Sache mit dem Dialog, denn wenn der läuft, kannst du nicht wirklich unter 4 Punkte kommen.

Ich lerne gerade für die Mündiche und sehe zu dass die Basics und die Methodik noch richtig sitzten. Krasse Spezielprobleme kommen in der Mündlichen aufgrund der Koplexität weniger, so dass man eher die wichtigsten Schemata und Defis frisch im Kopf haben sollte, als 3 Meinungen zu jedem Problem.
Allgemein finde ich im Examen bisher in die Breite lernen am effektivsten. Wer 17 Punkte haben will, muss natürlich mehr drauf haben.

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Re: Was lernen für die Mündliche?

Beitrag von Bettinagina erstellt am: 10. Nov 2017, 20:27 Uhr

Basics, Methodik, Arbeit mit dem Gesetz sind das a und o! Keine vertieften Kenntnisse! Am Gesetz entlang arbeiten, das ist die Lösung. Sicher auch mal die Tageszeitungen der letzten Wochen lesen, das hilft! Vor allem aber: Du musst überzeugend rüberkommen (nicht überheblich!!!!)

Toi Toi!

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Re: Was lernen für die Mündliche?

Beitrag von W.C. Canalriss erstellt am: 13. Dez 2017, 01:29 Uhr

Ich habe keine Informationen über die Prüfer eingeholt.

Ich glaube, dass ein zentraler Punkt ist, neben den Rechtskenntnissen, in die Mündliche mit einem gewissen Selbstbewusstsein reinzugehen.

Es ist wohl auch wichtig, dass der "Anfang" klappt. Also ganz schlicht: Wenn man aus der ersten Mündlichen mit 10 Punkten rausgeht, wird die Brust breiter.

Ich habe einfach wiederholt und mir Podcasts zur Rechtsphilosophie angehört. Ob letzteres jetzt was konkret gebracht hat, vermag ich allerdings nicht mit letzter Sicherheit zu behaupten ;-)

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Re: Was lernen für die Mündliche?

Beitrag von MBA123 erstellt am: 20. Dez 2017, 18:11 Uhr

Ich empfehle allemal, die einschlägigen Prüfer-/Prüfungsprotokolle einzuholen; ich habe circa sechs Wochen vor der mündlichen Prüfung wieder mit dem Lernen begonnen* und in den letzten drei Wochen schließlich pro Prüfer/Prüferin circa 20 bis 40 Protokolle durchgelesen/-gearbeitet. Zwar war niemand vollends protokollfest; ein paar Themenkomplexe (und gar ein vollständiger Fall in der Zivilrechtsprüfung!) haben sich aber wiederholt.

Ergebnis: 15 Pkt. im Vortrag, 14 Pkt. im Gespräch.

Was mich während der Prüfung allerdings in höchstem Maße wundernahm, war der meines Erachtens durchwachsene Stil meiner Mitprüflinge, von denen übrigens drei ihren jeweiligen Verbesserungsversuch wahrnahmen. Die Damen und Herren haben sich keinerlei Gestik bedient, spielten nicht mit ihrer Stimmhöhe, mussten wirklich alles im Gesetz nach-/ablesen, haben nicht exakt zitiert (bspw. § 326 Abs. 1 S. 1 BGB anstelle § 326 Abs. 1 S. 1, 1. Hs. BGB oder § 80 Abs. 5 S. 1 VwGO anstelle § 80 Abs. 5 S. 1, 2. Var. VwGO). Hier schien so manch Punkt verschenkt worden zu sein.

* Wärmstens empfehlen kann ich hierzu die Bücher aus der JuraKompakt-Reihe; komprimierter lassen sich die jeweiligen Grundlagen unter Würdigung examensrelevanter Schwerpunkte kaum wiederholen.

MBA123

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