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Bachelor of Laws (2009) - Wie gehts weiter?

Für alle Topics, die nicht in die übrigen Rubriken zum Thema Jurastudium und Staatsexamen passen

Beitrag von pe erstellt am: 9. Mär 2011, 12:32 Uhr

Du müsstest erst mal für dich entscheiden, was du machen willst. Also die grobe Richtung. Ist der juristische Bereich für dich gelaufen? Willst du was ganz anderes machen? Welche Beschäftigungsart strebst du mittel/langfristig an? öD, Unternehmen, selbstständig? Welche Gehaltsvorstellungen hast du? Wäre Sekretariat oder Sachbearbeiter für dich in Ordnung?

Sind deine Arbeitsrechtskenntnisse brauchbar? Dann würde sich eine Tätigkeit als Sachbearbeiter bei einem Insolvenzverwalter anbieten.

Einfach alle beruflichen Perspektiven zu sammeln dürfte dir wenig bringen. Gerade auch, weil du keinen klassischen Ausbildungsweg genommen hast. Zuerst musst du dir darüber klar werden, welche Vorstellungen du von deinem weiteren Berufsleben hast. Erst dann kannst du einzelne Möglichkeiten eruieren....

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Beitrag von studido erstellt am: 9. Mär 2011, 12:51 Uhr

Falls Du keine besonderen finanziellen Rücklagen oder Verwandte und Freunde hast, die dir jur. Laufbahn ebnen würden (Kanzlei des Onkels etc.), rate ich vom Juristenberuf gänzlich ab.

Auch irgendwelche Wirtschaftsblabla- masterabschlüsse sind nichts. Du bist dann Mitte 30 ohne Berufserfahrung- ich kann mir nicht vorstellen, dass das etwas wird.

Mein Rat wäre eine Ausbildung im gehobenen Dienst, vielleicht sogar Polizeivollzugsdienst. Die Einstellungsgrenze ist 31+ Schwangerschaft. Eventuell kannst Du dir einzelne Scheine anrechnen lassen auf den Verwaltungswirt (FH).

Auch wenn du mit A9 Anwärterbezügen auskommen musst, bist du abgesichert und hast eine Perspektive. Nach den 3 Jahren hast du 2.000 netto. Die Mehrzahl der Junganwälte hat das nicht und würde neidisch auf das Aufwand-Einkomen-Verhältnis blicken. Im Übrigen ist die Wahrscheinlichkeit heute z.B. vom gehobenen Polizeidienst in den höheren aufzusteigen deutlich höher als die Quer- Einstellung eines Volljuristen.

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Beitrag von Otard erstellt am: 9. Mär 2011, 13:11 Uhr

Vielleicht kannst Du mal schauen, für welche fachfremden Stellen man sich noch bewerben kann. Ein Jura-Studium würde ich jedenfalls nicht noch durchziehen - das dauert viel zu lang und zahlt sich nicht zwingend aus. Vielleicht noch ein kurzes BWL-Studium (mglw. an einer FH), dann wärst Du mit dem Bachelor immer noch Anfang dreißig..?
Deshalb ist der Umstand, von einem Krankenpfleger versorgt zu werden, der sich nebenberuflich als Leichenbestatter betätigt, dazu geeignet, bei Patienten Irritationen hervorzurufen.

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Beitrag von Jurinio erstellt am: 9. Mär 2011, 15:46 Uhr

Ui, danke für die zahlreichen und teilweise sehr konstruktiven Denkanstöße!

Der Beruf der RPfl. scheint tatsächlich sehr interessant zu sein. Ich hab mich darüber auch schon in der Vergangenheit ein wenig informiert. Diesem Vorhaben steht aber entgegen, dass die Einstellungsvoraussetzen im Bezug auf den Abiturschnitt im Moment wohl bundesweit exorbitant hoch sind. Das Problem liegt darin, dass sehr viele den Beruf bzw. die Ausbildung als gute alternative zum klassischen Jurastudium ergreifen wollen, da man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich nach der Ausbildung auch übernommen wird. Der benötigte Durchschnitt liegt wohl je nach Gericht 1.x - min. 2.0. Mein Abitur wahr leider nicht sehr rosig, was daran lag, dass ich Mahtematik und Chemie im LK hatte. Es lieft dann auch 2.6 hinaus. Die Aufwertung meines "jurist. Abschlusses" fällt da - sofern er überhaupt beachtet wird - kaum ins Gewicht. :evil:


Ein "Zurück" ins Bäckerhandwerk kommt für mich nicht mehr in Frage.

Irgendwie muss es aber nun weitergehen. Es frustriert sehr, angesichts meiner Ausbildung Tag für Tag für die Tafel kochen zu müssen oder sonstige nicht anspruchsvolle Sortier- und Reinigungsarbeiten durchzuführen. Nicht das ein falsches Bild von mir entsteht, ich bin mir dafür nicht zu Schade. Aber hierfür hab ich nicht studiert.

Ein BWL Studium - wie hier vorgschlagen - wäre zwar möglich. Jedoch bin ich nicht die Betriebswirtin :-) Die Ausbildung wäre mir wirklich zu Pfad. Zudem gibt es mehr BWLer wie Sand in der Wüste. Den Rest meines Lebens mit Praktika zu verbringen, möchte ich darüberhinaus auch nicht. ;-)

Ich glaube ich muss mich irgendwie - langsam aber sicher - damit abfinden, dass mich der Studiengang beruflich nicht weitergebracht hat. Irgendwie hab ich den Eindruck, dass man keine wirklich Verwendung für "Juristen meiner Art" hat. Wenn ich in den nächsten 6 Monaten keine Stelle finde, werd ich mich
wohl neu orientieren müssen. Das Projekt "Jura" hat mir endlich persönlich viel gebracht. Aber wie schon erwähnt - beruflich hat man damit keine oder nur wenige adäquate Chancen und Möglichkeiten. Der Aufwand stand im keinem Verhältnis zum erhofften Ertrag.

Vllt. bin ich auch verrückt genügt und werde im WS an einer UNI sitzen und dort das "volle juristische Programm" genießen, sofern da mein Gatte mitspielt.

Liebe Grüße

Jurinio

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Beitrag von Darkness erstellt am: 9. Mär 2011, 16:53 Uhr

sorry, gelöscht. Sollte PN sein...

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Beitrag von Alexander erstellt am: 9. Mär 2011, 16:56 Uhr

Hast du wegen der Rechtspflegerausbildung mal nachgefragt? oder dich beworben? Einen Versuch wäre es doch wert.

Ebenso generell eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz im gehobenen Dienst.

Die Gewerkschaften würde ich auch nicht gleich von der Liste streichen.

Da du verheiratet bist – bist du über deinen Ehemann vorerst finanziell abgesichert? Dann wäre die Situation ja etwas entspannter und deine Überlegung, doch noch auf Stex zu studieren, zumindest nachvollziehbarer. Falls du dich doch noch für ein Jurastudium entscheidest, sieh aber zu, dass du es richtig machst. Schlechte Staatsexamina lohnen sich im Vergleich zu deinem jetzigen Abschluss wirklich kaum.


Hast du in Hagen studiert? Gibt es dort keine Informationen – von der Uni, im einschlägigen Forum o. ä., von ehemaligen Komilitoninnen –, was andere mit dem Abschluss beruflich gemacht haben? Frag' doch dort mal nach, vielleicht bekommst du so noch bessere Ideen.



OT:

Wäre Sekretariat oder Sachbearbeiter für dich in Ordnung?


:? Ob das ein Mann mit Abitur und Bachelor auch gefragt worden wäre? wohl eher nicht... :roll:
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Beitrag von joee78 erstellt am: 9. Mär 2011, 21:00 Uhr

@ derjim

Laut Fernuni Hagen ist der Bachelor of Laws "viel besser als das 1. Staatsexamen", hab mal den Werbetext kopiert! Ach ja, und wer täglich Fruchtzwerge isst wird groß und stark :D

Innovative Juristenausbildung der Zukunft

Seit dem Wintersemester 2003/2004 beschreitet die FernUniversität in Hagen mit dem Angebot des Studienganges Bachelor of Laws Neuland in der universitären Juristenausbildung.

Hintergrund der Entscheidung zugunsten eines vollkommen neuen Studienkonzeptes war die Erkenntnis, dass das herkömmliche Jurastudium nicht mehr marktorientiert ausbildet und deshalb für einen großen Teil der Studierenden nicht mehr zweckmäßig ist. Denn: Nach mindestens acht Jahren klassischer Ausbildung werden gerade einmal 10 % der Absolventinnen und Absolventen in den Staatsdienst eingestellt. Dennoch widmet sich die klassische Juristenausbildung auch weiterhin dem Ziel der Befähigung zum Richteramt.

Der Bachelor of Laws orientiert sich an der Praxis

Mit dem Bachelor of Laws bietet die FernUniversität Hagen eine echte Alternative - ein völlig neues und innovatives Studium an.

Es beginnt mit einem intensiven Grundlagenstudium zur sicheren Beherrschung des juristischen aber auch des wirtschaftswissenschaftlichen Handwerkszeugs. Anschließend erfolgt - wie im herkömmlichen Jurastudium - eine gründliche und anspruchsvolle Vermittlung der Kerngebiete des Rechts.
Daneben werden aber auch vollkommen neu konzipierte Fächer gelehrt, wie beispielsweise Vertragsgestaltung, Verhandeln, Konfliktbeilegung und Mediation. Diese so praxisrelevante konstruktive Jurisprudenz wird in der traditionellen Ausbildung weitestgehend außer Acht gelassen, obwohl die damit verbundenen Fähigkeiten von Unternehmen seit langem gefordert werden.

Der Bachelor of Laws - modern und innovativ

Die verliehenen Titel LL.B. und LL.M. sind in Deutschland noch sehr neu, doch wandelt sich die Lage geradezu schlagartig. Zudem sind die Titel im inner- und außereuropäischen Ausland seit langem anerkannt und bieten durch diese hohe internationale Akzeptanz immense Vorteile bei einer Bewerbung in international tätigen Unternehmen. Deutschen Absolventinnen und Absolventen kann mit dem LL.B. daher der erfolgreiche Einstieg in diesen Arbeitsmarkt gelingen.

Volljuristen - also Juristen mit zwei Staatsexamen, denn Jurist sind Sie als Bachelor of Laws selbstverständlich auch - besetzen mit ihrer Qualifikation zum Richteramt häufig Posten in Verbänden und Unternehmen, die der Sache nach eine solche Qualifikation nicht voraussetzen. Können Sie sich einen Richter oder eine Richterin in einem modernen auf Innovation ausgerichteten Unternehmen vorstellen, bei dem es darum geht, mit Blick auf den Markt Entscheidungen zu treffen und dies mit betriebswirtschaftlichem Gespür und in absehbarer Zeit? Hierzu werden die Juristinnen und Juristen des Bachelor of Laws an der FernUniversität besser geeignet sein.

Amen
:D

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Beitrag von Karl-August erstellt am: 9. Mär 2011, 21:14 Uhr

Ist doch klar, die wollen und müssen Geld verdienen!

Masturbation verursacht übrigens Rückenschäden!

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Beitrag von Alexander erstellt am: 9. Mär 2011, 21:27 Uhr

:shock:

Kann man die wegen irreführender Werbung auf Schadensersatz verklagen? Also mit Erfolg, meine ich.

@Karl-August: das sagst du JETZT?!? na super, und ich dachte, das käme vom vielen Sitzen. :roll:
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Beitrag von Karl-August erstellt am: 9. Mär 2011, 22:52 Uhr

Du bist lustig! Ich wusste das selber nicht, bis mein Hausarzt mir die Erklärung dafür lieferte, warum ich buckelig durch die Gegend lief.

Zur Frage des Verklagens: Ja, sicher. Es kann nicht genug Klagen geben :lol:

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Beitrag von Alexander erstellt am: 9. Mär 2011, 23:44 Uhr

Karl-August, aber mit Erfolg verklagen? Sonst ist es ja witzlos.

Ob man die Uni Bayreuth gleich mitverklagen könnte?

Die ist nämlich kaum einen Deut besser
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Beitrag von Otard erstellt am: 9. Mär 2011, 23:54 Uhr

Volljuristen - also Juristen mit zwei Staatsexamen, denn Jurist sind Sie als Bachelor of Laws selbstverständlich auch - [...]


Na klar, das kann Lothar Matthäus auch. Ist nämlich keine geschützte Bezeichnung. :lol:

Hierzu werden die Juristinnen und Juristen des Bachelor of Laws an der FernUniversität besser geeignet sein.


Was ein Bullshit. Als ob irgendein Unternehmen sagen würde "Oha, das ist aber tricky. Jetzt brauchen wir unbedingt unseren Wirtschaftsjuristen von der FH, denn der ist der einzige, der das kann.". Die nehmen natürlich denjenigen, der von allem nur ein herzhaftes Halbwissen mitbringt und im juristischen Bereich nicht mal etwas zu einer möglichen prozessrechtlichen Seite der Sache sagen kann, klar. :roll:

Anscheinend fahren potentielle Arbeitgeber voll darauf ab, wenn sie irgendetwas mit "Wirtschaft" hören: Wirtschaftsjurist, Wirtschaftspsychologe, Wirtschaftsgeograph... Wer hat sich den Kappes eigentlich ausgedacht?
Deshalb ist der Umstand, von einem Krankenpfleger versorgt zu werden, der sich nebenberuflich als Leichenbestatter betätigt, dazu geeignet, bei Patienten Irritationen hervorzurufen.

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Beitrag von pe erstellt am: 10. Mär 2011, 12:16 Uhr

Alexander hat geschrieben:
Wäre Sekretariat oder Sachbearbeiter für dich in Ordnung?


:? Ob das ein Mann mit Abitur und Bachelor auch gefragt worden wäre? wohl eher nicht... :roll:


Wenn ich den rechten Überblick habe, war das Geschlecht zum damaligen Zeitpunkt nicht spezifiziert.

LLB ist halt einfach das typische Studium für Rechtsanwaltsfachangestellte.

Auf 1. Staatsexamen zu studieren ist abwegig. Wenn du nicht von vorneherein vor hast auch das 2. zu machen, lässt du es besser bleiben. Das 1. zählt einfach zu wenig und die Arbeitsmarktperspektiven sind zu schlecht.

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Beitrag von derjim erstellt am: 11. Mär 2011, 01:38 Uhr

Du hast also keine konstruktiven Vorschläge.


Nichts ist konstruktiver als eine nüchterne und realistische Einschätzung der Lage!

Ist ja nicht so, dass ich Jurinio nicht von Herzen eine erfüllende Anstellung wünsche. Aber von guten Absichten allein bekommt sie weder einen Job noch wird sie damit ihr Kind ernähren.

Falls Jurinio wirklich nachts nicht schlafen kann, weil ein juristischer Job ihr absolutes heiss ersehntes Traumziel bleibt, würde ich KONSTRUKTIV :wink: dazu raten, sich vielleicht zunächst auf einfache Hilfstätigkeiten in Kanzleien (Studi-jobs o.ä.) zu bewerben, um die dringendst notwendigen Praxiskenntnisse einzufahren und dann viel später irgendwann -vielleicht- einmal als Paralegal einzusteigen. Aber auch nur dann.

Auch irgendwelche Wirtschaftsblabla- masterabschlüsse sind nichts. Du bist dann Mitte 30 ohne Berufserfahrung- ich kann mir nicht vorstellen, dass das etwas wird.


Sehe ich auch so. Praxiskenntnisse sind in dem Alter unabdingbar. Es sei denn, man möchte in die Politik, dann schaden sie nur 8)


Laut Fernuni Hagen ist der Bachelor of Laws "viel besser als das 1. Staatsexamen", hab mal den Werbetext kopiert! Ach ja, und wer täglich Fruchtzwerge isst wird groß und stark Very Happy


selbstverständlich joee78, merkt man doch sofort, das klingt ja auch viel besser. Oder was ist denn schon ein "geprüfter Rechtskandidat" (5 Jahre Uni) gegen einen "Wirtschaftsjuristen" (3 Jahre FH)..

Zudem sind die Titel im inner- und außereuropäischen Ausland seit langem anerkannt und bieten durch diese hohe internationale Akzeptanz immense Vorteile bei einer Bewerbung in international tätigen Unternehmen. Deutschen Absolventinnen und Absolventen kann mit dem LL.B. daher der erfolgreiche Einstieg in diesen Arbeitsmarkt gelingen.


Danke fürs reinstellen. Was denkst du..was für ein Beschiss. Klar sind die Titel international hoch akzeptiert - wenn es ein internationaler common law LLM ist. Für den legt man locker 5 stellige Beträge hin. Das wissen auch die AG. Wenn ich mich in die Garage stelle und "hup" rufe werde ich noch lang kein Auto..

Das schlimme ist, dass verschiedenste "Lehr"-Institutionen das fast schon blinde Vertrauen und die Naivität junger Menschen in klingende Berufsbezeichnungen und deren vererbtes Credo des ehrlichen Arbeiters des letzten Jahrhunderts (guter Abschluss+eigene Arbeit=sicherer Job) gnadenlos ausnutzen. Denen ist sch..egal wieviele ihrer Absolventen einen Job finden. Erfolg bedeutet für die nur die Zahl der zahlenden Studentenschaft so hoch zu pushen wie nur möglich.

Können Sie sich einen Richter oder eine Richterin in einem modernen auf Innovation ausgerichteten Unternehmen vorstellen, bei dem es darum geht, mit Blick auf den Markt Entscheidungen zu treffen und dies mit betriebswirtschaftlichem Gespür und in absehbarer Zeit? Hierzu werden die Juristinnen und Juristen des Bachelor of Laws an der FernUniversität besser geeignet sein.


Bauernfängerei erster Kajüte. Jeder Praktiker oder Inhouse Counsel würde sich totlachen.

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Beitrag von CiaRe erstellt am: 13. Mär 2011, 16:03 Uhr

Alexander hat geschrieben:
...
Hast du in Hagen studiert?
...



Sie kann nicht in Hagen studiert haben, da sie dort mühelos den Master machen könnte; es gibt keinerlei Zugangsbeschränkungen für eigene BoL-Absolventen dort.

Ich selbst bin in einem Unternehmen im Besitz meiner Familie in der Wirtschaftsberatung tätig, zusammen unter anderem mit Betriebswirten und Juristen, und muss mir keinerlei Gedanken über meine berufliche Zukunft in unserem Haus machen.

Kurz vor Abschluß meines eigenen Bachelorstudiums in Hagen kann ich aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen sagen, dass ich in mancherlei Hinsicht den Vergleich mit Volljuristen nicht zu scheuen brauche, solange es nicht um die rechtliche Vertretung selbst geht.

Ich habe mich allerdings vor Aufnahme dieses Studiums gründlich über den Abschluss und dessen Wertigkeit schlau gemacht und bin mir völlig darüber im Klaren, auch mit dem Master zwar wesentliche Kenntnisse, aber keinen wirklich brauchbaren Titel zu besitzen.

Jeder, der ein solches Fernstudium beginnt, muss wissen, dass es keinen Weg ins Staatsexamen bietet; es sei denn, man studiert erst einmal "zur Probe" und entscheidet sich, wenn man Blut geleckt hat, für den Wechsel auf eine Präsenzuniversität.

Als Zusatzqualifikation, die man berufsbegleitend für ausgesprochen wenig Geld erwerben kann, ist es durchaus sinnvoll.

Nur mit dem Abschluss BoL als Qualifikation hingegen wird man wohl stets ganz ganz kleine Brötchen backen müssen!

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