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4. Semester - schlechte Noten - was tun?

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4. Semester - schlechte Noten - was tun?

Beitrag von Komtessa2007 erstellt am: 22. Jun 2016, 08:35 Uhr

Hallo ihr lieben!
Ich studiere im 4. Semester an der WWU Münster und bin gerade etwas ratlos. Von den vielen Klausuren die ich bis jetzt geschrieben habe, sind einige daneben gegangen. Fast immer zwischen 4 und 6 Punkten, ein paar mal durchgefallen... auch durch die BGB Hausarbeit bin ich gerasselt, habe sie dann aber mit 8 Punkten wiederholt.
Ich habe schon was für die Klausuren getan, es ist aber noch Luft nach oben. Ich habe das Gefühl, dass mir Zivilrecht schwer fällt und mir dort vor allem ein systemverständnis fehlt.
Deswegen versuche ich dieses Semester meine Lernstrategien umzustellen.
Nun meine Fragen an euch:
1. ihr seid ja schon "alte Hasen" was jura angeht. Wie schätzt ihr das ein, sollten solche Studienleistungen zum Hinterfragen meiner Studienwahl führen? Ich denke darüber nach, habe aber einfach große Sorge das falsche zu tun.
2. wie kann man ein besseres systemverständnis erlernen? Mehr Skripte, weniger Lehrbücher?
Ich danke euch für eure Antworten
LG

Komtessa2007

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Re: 4. Semester - schlechte Noten - was tun?

Beitrag von HerrSchönfelder erstellt am: 26. Jun 2016, 03:04 Uhr

Also das ist meine persönliche Erfahrung, meiner Meinung nach hängt im Zivilrecht sehr viel davon ab wie dir etwas erklärt wird.

Ich habe Zivilrecht so vom Verständnis her auch recht spät in den Griff gekriegt, geholfen haben mir die Podcasts von Stephan Lorenz. Kannst ja mal googeln, das ist frei zugänglich. War für mein Examen fast sprichwörtlich unbezahlbar, also das hätte ein kommerzielles Rep auch nicht besser gekonnt, wenn überhaupt.

HerrSchönfelder

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Re: 4. Semester - schlechte Noten - was tun?

Beitrag von Hubert_Hahn erstellt am: 27. Jun 2016, 10:32 Uhr

"Systemverständnis" ist natürlich eine sehr pauschale Aussage. Niemand hier kann wirklich deinen Leistungsstand beurteilen und auch nicht wie intensiv du dich vorbereitet hast. Anlaufschwierigkeiten sind normal. Und es gibt auch genug VB-Leute, die im Grundstudium (meistens infolge Faulheit) nur 4-6 Pkt hatten. Das einzige, was ich etwas bedenklich finde, ist das Durchfallen in einer Hausarbeit. Aber auch da wieder nur, wenn du dich da wirklcih reingehauen und irgendwie jeden Tag 6-8 STd. inner Bib warst...

Hubert_Hahn

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Re: 4. Semester - schlechte Noten - was tun?

Beitrag von Komtessa2007 erstellt am: 1. Jul 2016, 16:35 Uhr

Vielen Dank für eure Tipps! In Den Podcast werde ich auf jeden Fall mal reinhören :)
Bei der Hausarbeit habe ich wohl was getan, habe aber vor allem zweifach das Abstraktionsprinzip verletzt und das wars dann. Mittlerweile habe ich meine ÖffR Hausarbeit mit elf Punkten wieder bekommen, das hat mich sehr motiviert.
Dieses Semester stehen für mich gesetzliche Schuldverhältnisse, Sachenrecht und Erbrecht auf dem Plan und ich versuche möglichst viele Fälle zu lösen um einen guten Überböick zu bekommen und in der Klausur Schwerpunkte gut erkennen zu können (das fällt mir schwer). Habt ihr sonst noch Tipps? :)
Vielen Dank schonmal!

Komtessa2007

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Re: 4. Semester - schlechte Noten - was tun?

Beitrag von plü erstellt am: 6. Jul 2016, 08:13 Uhr

Hey!

Lass den Kopf nicht hängen. Die wichtigste Frage, die du dir stellen musst ist wohl eher: Gefällt mir mein Studium und kann ich mir vorstellen, damit später mal meine Brötchen zu verdienen?

Ich persönlich war genau an der selben Stelle: Im ÖffR habe ich erst im zweiten Anlauf den kleinen Schein geschafft, den dafür dann aber im zweistelligen Bereich. Da hatte es wohl erst dann klick gemacht. Die kleinen Scheine ZivilR und StrafR gingen auch nur mit 4-6 Punkten durch, wobei ich die Hausarbeit im StrafR sogar wiederholen musste. Bei den großen Scheinen sah es nicht besser aus. ZivilR und StrafR im selben Bereich, aber immerhin schon im ersten Versuch bestanden. Die Hausarbeit für ÖffR musste ich wiederholen.

Da ich aber immer wusste, dass mir das Studium an sich liegt und Spaß macht, bin ich dabei geblieben. Mir fiel beim besten Willen auch nichts besseres ein, was man studieren könnte.

Erst während der Examensvorbereitung (ohne Rep - nur für mich selbst) habe ich so richtig verstanden, wie die Zusammenhänge in den Rechtsgebieten und untereinander sind. Da musste ich mir dann auch eingestehen, dass ich für die kleinen und großen Scheine auch nicht wirklich gelernt habe. Man bereitet sich für die Klausuren dann halt doch nur beschränkt auf ein Kerngebiet (z.B. BGB AT - Anfechtung) vor, wie man es halt noch aus der Schule kennt. Da der ein oder andere Prof vorher ja auch recht deutlich sagt, dass das eine Gebiet insbesondere gefragt sein wird, hat man ja auch nicht die Not, sich andere Gebiete anzuschauen.

Mein erstes Examen habe ich insg. dann übrigens mit 8,9 P bestanden, was mich nach den Vornoten im Studium erstmal völlig überrascht hat.

LG

P.S.: ZivilR ist bis heute noch nicht mein bester Freund, aber man lernt damit klar zu kommen. Dann muss man in den anderen Gebieten eben einen Ausgleich schaffen. Bin heute im ÖffR zuhause und froh darüber. Meine besten Examensklausuren waren aber trotzdem die im StrafR.
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plü

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