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Strafbefehlsverfahren nach § 408 Abs.3 S.2 StPO

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Strafbefehlsverfahren nach § 408 Abs.3 S.2 StPO

Beitrag von refstenzer11 erstellt am: 8. Sep 2017, 15:56 Uhr

Hallo liebe Strafrechtler,

zu einem Verfahren nach § 408 Abs. 3 S. 2 StPO habe ich paar Fragen, bei denen ich hoffe, die Antworten von jmd unter euch bekommen zu können.

Bei der Verlesung des Strafbefehls, verlese ich den Abschnitt ohne die Beweismittel und die Strafhöhe. Soweit verstehe ich das Ganze.


1. Bei dem Schlussvortrag stelle ich meinen Antrag aus dem Strafbefehl( Geldstrafe). Oder muss ich zunächst meinen Antrag auf "Erlass eines Strafbefehls" umändern, da ja der zuständige Strafrichter anfangs Bedenken hatte und aus diesem Grund den Strafbefehl nicht unterschrieben hat?

2. Mal angenommen, der Strafrichter erlässt nach der HV den Strafbefehl. Theoretisch könnte der Angeklagte/Angeschuldigte mündlich Einspruch einlegen. Was wäre dann die logische Vorgehensweise eines Staatsanwalts? Antrag auf Verwerfung des Einspruchs oder würde der Strafrichter einfach einen neuen Verhandlungstermin ansetzen, obwohl eine HV stattgefunden hat?

Wäre superlieb, wenn einer unter euch mir etwas auf die Sprünge helfen könnte!!

refstenzer11

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Re: Strafbefehlsverfahren nach § 408 Abs.3 S.2 StPO

Beitrag von Eagnai erstellt am: 9. Sep 2017, 12:49 Uhr

Wenn der Richter es abgelehnt hat, den Strafbefehl zu erlassen, und stattdessen eine HV anberaumt hat, wird kein Strafbefehl mehr erlassen - es gibt am Ende der HV ein ganz normales Urteil.

Für dich als Sitzungsvertreter ist das im Grunde so, als ob es überhaupt nie einen Antrag auf Erlass eines Strafbefehls gegeben hätte. Du beantragst also ganz normal die Strafe, die du für richtig hältst - das muss auch nicht unbedingt die aus dem Strafbefehlsantrag sein.

Gegen das dann ergehende Urteil kann der Angeklagte ganz normal Berufung oder Revision einlegen.

Eagnai

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Re: Strafbefehlsverfahren nach § 408 Abs.3 S.2 StPO

Beitrag von refstenzer11 erstellt am: 9. Sep 2017, 12:57 Uhr

Danke!

refstenzer11

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