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Wahlstation

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Wahlstation- die Qual der Wahl

Das Forum für Referendare, die in der Wahlstation sind

Wahlstation- die Qual der Wahl

Beitrag von Civi erstellt am: 6. Sep 2016, 14:19 Uhr

Hallo zusammen,

das Referendariat schreitet immer weiter voran und so langsam mache ich mir Gedanken über die Wahlstation.
Dabei könnte ich aber ein bisschen Hilfestellung gebrauchen.

Kurz zu den Fakten:

1. Examen: Schnitt 7,4 (inklusive Schwerpunkt)

2. Examen: Steht bevor, aber ich rechne nicht mit einem VB.


Jetzt stellt sich die Frage: Wo soll ich meine Wahlstation absolvieren?

Was steht zur Auswahl?

1. Die Staatsanwaltschaft
Mein Traum war es immer, zur Staatsanwaltschaft zu gehen. Falls es mir nicht zum VB reicht, könnte ich die Wahlstation nutzen, um wenigstens nochmal ein paar Monate in meinem Traumberuf zu arbeiten.

2. Unternehmen
In unserm LG- Bezirk werden immer wieder interessante Wahlstationen ausgeschrieben, so z.B. Daimer, Bosch , ...
Mir ist klar, dass ich, sollte mir die Note im zweiten Examen nicht reichen, auch keine Chance habe, in diesen Unternehmen zu arbeiten.

Trotzdem wäre es vielleicht eine gute Möglichkeit, nochmal etwas anderes zu sehen, bevor der eigentliche Berufsalltag startet.
Die Frage ist nur: Was bringt mir diese Station, wenn ich dann später doch als RA anfange?

3. Rechtsanwaltskanzlei
In meiner RA- Station habe ich festgestellt, dass mir die Arbeit als RA erstaunlich viel Spaß macht. Ich könnte mir diese Tätigkeit mittlerweile also gut vorstellen.
Ich kenne auch eine Kanzlei, bei der ich evtl. Chancen hätte, nach dem Ref. übernommen zu werden.
Jetzt ist die Frage: Sollte ich meine Wahlstation dann nicht lieber dort ableisten und darauf hoffen, dass ich ein Jobangebot bekomme?


Was meint ihr?
Ich habe einfach momentan absolut Angst davor, nach dem Ref arbeitslos zu sein. Deshalb wäre Nr.3 wohl die sicherste Variante.
Aber was ist, wenn es mir dort dann doch nicht gefällt oder die erhoffte Übernahme ausbleibt?

Civi

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Re: Wahlstation- die Qual der Wahl

Beitrag von TobiasG erstellt am: 6. Sep 2016, 16:20 Uhr

Ich würde aus karrieretechnischen Gründen zu 3. raten (vgl. auch meinen Beitrag bei "Jobeinstieg"). Wenn Du schreibst, "inkl. Schwerpunkt", gehe ich mal davon aus, dass der Staatsateil schlechter war als das Gesamtergebnis, und (allenfalls) der ist ausschlaggebend für eine Prognose für das Ergebnis des Zweiten. Demnach schätzt Du - wenn man mal vom Schlechtesten ausgeht, wenn Du das VB schaffst, wird es nämlich auch ohne Station bei StA oder im Unternehmen dort was - Deine Aussichten momentan durchaus realitisch ein. Ein weiterer Vorschlag (wenn Du wirklich nochmal was anderes sehen möchtest) wäre, die Wahlstation einfach im Ausland zu verbringen und insofern als persönliche Bereicherung zu sehen.

TobiasG

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Re: Wahlstation- die Qual der Wahl

Beitrag von Alexander erstellt am: 6. Sep 2016, 16:42 Uhr

Ich würde zur StA gehen mit der Begründung, dass ich später (auch) als Strafverteidiger arbeiten will und die Behörde noch besser verstehen will. Und heimlich, weil ich Lust drauf habe. ;)

So würde ich das dann auch in Bewerbungsgesprächen in Kanzleien verkaufen.

So ähnlich habe ich es mit meiner Verwaltungsstation gemacht, ich war beim Finanzamt, weil ich überlegte, in die Steuerberatung zu gehen. Habe das immer freundlich so gesagt und nur freundliche Reaktionen bekommen, sowohl von den Finanzbeamt_innen als auch später bei Bewerbungen.

Da war's übrigens echt nett, also falls du noch Lust auf etwas anderes hast, würde ich dir die StraBu/SteuFa empfehlen. Steuerrechtskenntnisse sehen in Bewerbungen auch immer gut aus. ;) und die Einstellungshürden sind beim Finanzamt tendenziell niedriger als bei der Staatsanwaltschaft.
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Alexander

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Beitrag von Kirsche86 erstellt am: 6. Sep 2016, 18:39 Uhr

Finanzverwaltung kann ich auch empfehlen. Das ist ein Arbeitsgebiet dass man sonst nicht kennenlernt. Und dort arbeitet man wirklich sehr vielseitig und abwechslungsreich.
Kanzleien werben gerne damit, dass man ja dort bleiben könnte nach der Wahlstation. Ich selbst bin damit auf die Nase gefallen und ich kenne auch einige andere die nach solchen Versprechungen dann entweder auf freie Mitarbeit vertröstet oder ganz abgewimmelt wurden.
Darauf würd ich mich also nicht verlassen....

Kirsche86

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Re: Wahlstation- die Qual der Wahl

Beitrag von Anna Karenina erstellt am: 19. Sep 2016, 18:30 Uhr

Mache das worauf die Lust hast und lasse dich nicht jetzt schon von deinen (noch nicht einmal ansatzweise vorhandenen) Noten abschrecken.

Wenn du Interesse an Bosch und Siemens hast, dann absolviere dort deine Wahlstation. Wann hast du sonst noch mal im Leben die Möglichkeit einfach dort zu arbeiten, wo du möchtest?

Anna Karenina

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