Passwort vergessen?   
Aktuelle Zeit: 23. Okt 2017, 07:21 Uhr


Wahlstation

Du bist hier:   Startseite Das Referendariat Wahlstation


Wahlstation Inland/Ausland: Erfahrungen und Finanzierung

Das Forum für Referendare, die in der Wahlstation sind

Wahlstation Inland/Ausland: Erfahrungen und Finanzierung

Beitrag von Juralei erstellt am: 30. Aug 2013, 16:30 Uhr

Mich würde einmal interessieren, wie die Mitglieder dieses Forums so ihre Wahlstation verbracht haben bzw. planen, sie zu verbringen.
Aaalso ;-) :
Habt ihr eure Wahlstation in (der Nähe) eures Heimatortes verbracht oder seid ihr dazu in eine andere Stadt gegangen?

Wie habt ihr es mit den Kosten für die Station gehalten, wenn ihr woanders hingegangen seid-durch andere Stationen finanziert, durch die Wahlstation selbst, durch den Nebenjob?

Gibt es jemand, der so ungefähre Einschätzungen machen kann, was die Wahlstation generell an Planungs-und Geldaufwand für ihn bedeutet hat bzw. bedeuten wird?

Würd mich freuen, wenn es Antworten gibt, vor allem da dieser Teil des Forums recht spärlich und dann eher mit Einzelfragen besiedelt ist ;-)

Juralei

Rang: Erstlingsautor/-in
Erstlingsautor/-in
 
Beiträge: 99


Re: Wahlstation Inland/Ausland: Erfahrungen und Finanzierung

Beitrag von la-loca erstellt am: 31. Aug 2013, 15:01 Uhr

Ich war im Ausland übers AA.
Allein der Flug kostete 1300 Euro plus Unterkunft (so ca. 200 Euro monatlich waren das, meine ich) und Lebenshaltung. Und ich bin recht viel unterwegs gewesen in der Zeit. Ich hatte auch noch meine Wohnung in Deutschland in der Zeit. Man erhält ja weiterhin die großzügige Unterhaltsbeihilfe und außerdem hab ich noch Trennungsgeld bekommen vom Land (ca. 400 Euro). Sonst haben mich meine Eltern unterstützt mit 2000 Euro für die ganze Zeit (das war dann auch das Examensgeschenk), wofür ich ihnen natürlich sehr dankbar bin, denn die Zeit war wundervoll und ich würde es jederzeit wieder machen wollen. Aber klar, die Finanzierungsfrage muss man klären.
Benutzeravatar


la-loca

Rang: Berufsdichter/-in
Berufsdichter/-in
 
Beiträge: 343


Re: Wahlstation Inland/Ausland: Erfahrungen und Finanzierung

Beitrag von JuFu erstellt am: 31. Aug 2013, 22:02 Uhr

Die Einzelfragen in diesem Bereich hängen damit zusammen, dass so generelle Aussagen einfach nicht möglich sind.

Es kommt zum Einen halt stark drauf an wo/wie du jetzt wohnst (zahlst du z.B. (viel) Miete oder wohnst du mietfrei (z.B. bei den Eltern oder weil Partner Miete (ganz/großteils) übernimmt)) und wie hoch deine Lebenskosten sind (manche können ja auch von der monatlich üppigen Unterhaltsbeihilfe immer noch etwas sparen) und wo du für die Wahlstation hingehen möchtest (große Stadt, Kleinstadt, Ausland (zusätzlich Reisekosten etc. ggf. aber günstige Unterkunfts-/Lebenshaltungskosten je nach Land).

Die meisten Referendare aus meinem Umfeld verbringen die Wahlstation im Inland. Entweder dort wo sie jetzt auch schon wohnen oder innerhalb Deutschlands in einer anderen Stadt. Ihre Wohnung (sofern sie eine hatten) vermieten sie oftmals unter (eher weniger wenn der Partner dort noch wohnt und sie am WE dann "nach Hause" fahren ;-) ). Vergütet wird die Wahlstation bei kaum jemandem (dürfte wie gehabt nur bei großen Firmen/Großkanzleien der Fall sein). Diejenigen die ins Ausland gehen finanzieren sich das durch die monatl. Unterhaltsbeihilfe und - je nach Land - durch während oder vor dem Ref finanziell Angespartes (Nebenjob: 3/4 der Leute aus meiner AG haben einen Nebenjob durch den sie sich monatlich auch immer etwas Geld noch zurücklegen: und sei es für den Notfall dass die Waschmaschine den Geist aufgibt und man eine neue braucht oder halt früh weiß, dass man in der Wahlstation gerne ins Ausland möchte). 6 Bekannte gehen ins Ausland (4 ins europ. / 2 ins nicht-europ.) und die kommen aber alle mit der Unterhaltsbeihilfe, die ja weiterhin gezahlt wird (für die Leute die innerhalb Europas Wahlstation machen werden ja sogar die Fahrtkosten (Flug/Zug) übernommen) und zuvor etwas Angespartem während des Refs durch Nebenjob, gut hin was die Kosten angeht. Von den Eltern wird soweit keiner mehr unterstützt. Am Ende geht von denen keiner mit Gewinn raus(aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache) aber ins Minus rutscht man halt auch nicht. :)

Ist halt aber auch die Frage wo man genau hingeht und was man für Vorstellungen hat. Wenn man z.B. nach New York möchte: da wird man ohne ein wirklich gutes Polster oder finanzieller Unterstützung allein wegen der hohen Mietkosten allein mit der Unterhaltsbeihilfe nicht weit kommen - die geht dann ja schon fast komplett für die Miete drauf. Aber in die richtig teuren Städte geht aus meinem Bekanntenkreis auch nur eine Person (US-Metropole): und die bekommt von der Kanzlei zwar keine Vergütung aber die Unterkunft gestellt, so dass sie "nur" die Flugkosten und ihre monatlichen Lebenshaltungskosten hat: die sind dort zwar auch höher als hier, sie kann sie aber wiederrum von der Unterhaltsbeihilfe + etwas Erspartem gut stemmen und sich auch noch einiges angucken; der größte Batzen (die Unterkunft) ist für sie immerhin weggefallen.

JuFu

Rang: Erstlingsautor/-in
Erstlingsautor/-in
 
Beiträge: 135


Re: Wahlstation Inland/Ausland: Erfahrungen und Finanzierung

Beitrag von Mizu erstellt am: 30. Sep 2013, 16:54 Uhr

Ich war auch im Ausland (Südostasien) und fand es finanziell gut machbar. Ich habe eine Zusatzvergütung von 200 € erhalten und rückwirkend 800 € Trennungsgeld vom Land. Der Flug hatte hin und zurück 700 € gekostet, meine Miete belief sich auf ca. 300 € im Monat. Mein WG-Zimmer in Deutschland habe ich in dieser Zeit untervermietet.

Bei mir waren die Lebenshaltungskosten niedrig, aber da ich jedes Wochenende auf Reisen war, musste ich doch an meine Ersparnisse gehen.

Generell finde ich aber, das man nie wieder so günstig ins Ausland kommte wie im Ref und man die Gelegenheit nutzen sollte.

Mizu

Rang: Erstlingsautor/-in
Erstlingsautor/-in
 
Beiträge: 60


Re: Wahlstation Inland/Ausland: Erfahrungen und Finanzierung

Beitrag von Befriediger erstellt am: 5. Dez 2013, 19:21 Uhr

Ich wollte nach dem schriftlichen Examen auf jeden Fall erstmal weit weg. Deshalb bin ich nach Shanghai gegangen. Shanghai ist zwar kein billiges Pflaster, v.a. die Mieten sind realtiv hoch, doch sind Essen und öffentlichen Verkehrsmittel verhältnismäßig günstig. Da ich den Flug recht früh gebucht hatte war dieser nicht so teuer - knapp 700 EUR. Für die 3 Monate dort habe ich dann noch ca. 5000 EUR gebraucht. Bezahlt habe ich alles mit Ersparnissen und dem Refgehalt. Man hätte sicher auch mit etwas weniger Geld auskommen können, allerdings wollte ich mich was gutes Essen und Clubbing angeht nicht einschränken - man macht ja nur 1 mal Wahlstation :-P. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wann hat man nochmal die Gelegenheit für so lange Zeit und völlig unbeschwert in eine fremde Kultur einzutauchen?

Befriediger

Rang: Jungpoet/-in
 
Beiträge: 33


Re: Wahlstation Inland/Ausland: Erfahrungen und Finanzierung

Beitrag von Absolvent2014 erstellt am: 11. Dez 2015, 10:18 Uhr

Hallo!

Sucht euch doch eine Station im Ausland, die euch ordentlich bezahlt. Damit dürften die finanziellen Probleme gegen Null tendieren.

Beispielsweise war ich mit der GIZ im Ausland. Die zahlt und das nicht zu knapp. Mit dem Geld kommt man gut rum und kann noch ein wenig reisen. Wer allerdings gerne nach London, New York oder Paris möchte wird mit der GIZ nicht glücklich werden.

Liebe Grüße

Absolvent2014

Rang: Jungpoet/-in
 
Beiträge: 4



Zurück zu Wahlstation

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Keine und 2 Gäste