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Auswahl der Wahlstation

Das Forum für Referendare, die in der Wahlstation sind

Auswahl der Wahlstation

Beitrag von Juli480 erstellt am: 8. Jul 2014, 16:27 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich befinde mich derzeit in der Bewerbungsphase für die Wahlstation und hoffe auf euren klugen Rat.
Hintergrund: 1. Examen unteres befriedigend (8/9 Punkte im Z-Recht, 4 Punkte in Ö-und S-Recht), 2. Examen steht bevor, wird aber sehr sicher kein Vb. Ich war mehrmals im Ausland (bekomme aber nie genug davon) und bin recht fit in der englischen Sprache. Die Anwaltsstation werde ich bei einem Unternehmen und einem Einzelanwalt verbracht haben.

Ziel ist zunächst eine Promotion mit begleitender Tätigkeit als Wiss.Mit. (in Kanzlei) oder RAin. Langfristig würde ich gerne in einer mittelständischen Kanzlei mit guten Kontakten zur Wirtschaft unterkommen.
Ich habe für die Wahlstation Angebote einer (auch aus deutscher Sicht) renommierten Gk in einem Transformationsland und kleinerer, unbekannter Kanzleien in exotischeren (attraktiveren) Orten. Alternativ könnte ich mich weiter um eine Station in Deutschland bemühen (Bewerbungen noch offen).

Was würdet ihr jemandem mit meinen eher dürftigen Papierform und o.g. Ambitionen zu raten?
Ich möchte diese Angelegenheit gern so bald wie möglich abhaken und mich auf das Examen konzentrieren aber bin zur Zeit ein wenig verloren in der Flut von ausstehenden Bewerbungen, Absagen und Zusagen.

Vielen Dank schon vorab für eure Hilfe!

Juli480

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Re: Auswahl der Wahlstation

Beitrag von Falken2011 erstellt am: 10. Jul 2014, 10:00 Uhr

Mein persönlicher Rat lautet: Mach, was dir Spaß macht bzw. was deinen persönlichen Interessen entgegenkommt. Wenn du nach den Klausuren ein bisschen Urlaub an "attraktiveren Orten" machen willst, dann tu das. Das ist in meinen Augen für dich (und für deine mentale Verfassung in der mündlichen) besser, als dich noch ein paar Monate in einer Stelle aufzureiben, die dich eigentlich nicht wirklich interessiert.

Meiner Meinung nach wird die Wahlstation in ihrer Wichtigkeit meist überschätzt. Sicherlich: Die Wahlstation bei seinem späteren Arbeitgeber gemacht zu haben, kann nie schaden. Aber umgekehrt wird man m.E. keine Nachteile haben, wenn die eigene Wahlstation etwas völlig exotisches ist. Den Arbeitgeber interessiert vor allem die Examensnote und ggf. der persönliche Eindruck vom seinem gegenüber. Eine Wahlstation kann (bestenfalls) einen kleinen Pluspunkt bei einer Bewerbung geben, Nachteile hat man aber in der Regel nicht zu erwarten.
Was kann denn das schlimmste sein, was der Arbeitgeber aus deiner Station folgert? Dass du ein bisschen Urlaub machen wolltest? Und - ist das so schlimm oder ungewöhnlich?

Falken2011

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Re: Auswahl der Wahlstation

Beitrag von Anthony_Blanche erstellt am: 13. Jul 2014, 18:09 Uhr

Hallo Juli,

Juli480 hat geschrieben:Langfristig würde ich gerne in einer mittelständischen Kanzlei mit guten Kontakten zur Wirtschaft unterkommen.
(...)

Was würdet ihr jemandem mit meinen eher dürftigen Papierform und o.g. Ambitionen zu raten?


Ich würde dann die Wahlstation in genau so einer Kanzlei machen... Sicher, nicht so aufregend wie eine Wahlstation im Ausland, unter den konkreten Begleitumständen (Note 1. Examen; Perspektive für 2. Examen) aber der bessere Weg, um sich (noch mehr) berufliche Perspektiven zu eröffnen...

Ciao
AB

Anthony_Blanche

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Re: Auswahl der Wahlstation

Beitrag von Juli480 erstellt am: 13. Jul 2014, 20:29 Uhr

Tausend Dank euch beiden für die Rückmeldung, Falken2011 und Anthony_Blanche!

Mittlerweile habe ich wie erwartet mehrere Absagen von deutschen Kanzleien kassiert, dem Auslandsbüro der Gk in Südostasien zugesagt und freue mich auch über die Möglichkeit, dort die Wahlstation zu verbringen.

Vernünftiger wäre bestimmt eine Station in Deutschland. Falls ich von einer Kanzlei noch eine Zusage erhalte, werde ich daher noch einmal darüber nachdenken müssen.
Letztlich bleibt der Eindruck, dass der Markt für Bewerber wie mich recht überschaubar ist. Die Befürchtung, jetzt schon Absagen von Kanzleien zu erhalten bei denen ich nach dem 2. Stex mit besserer Notenbilanz vielleicht doch eine Chance hätte, hemmt meinen Enthusiasmus, noch mehr Bewerbungen zu versenden, ein wenig.

Abgesehen davon ist mein Motto ab sofort: Im Zweifel geht Auslandsaufenthalt vor. Im Studium waren diese Zeiten mit Abstand am besten. In den Büros deutscher Kanzleien werde ich vermutlich noch lange genug sitzen.

Über weitere Ratschläge freue ich mich natürlich dennoch!

Juli

Juli480

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