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Krankenversicherung während des Refs

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Krankenversicherung während des Refs

Beitrag von momo2016 erstellt am: 16. Jul 2017, 19:27 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin seit Mai 17 in Hessen im Ref. Zudem bin ich noch zum Zweitstudium an der Uni eingeschrieben. Krankenversichert bin ich bei der AOK Hessen.
Auf meiner Unterhaltsbeihilfenabrechnung ist aufgelistet, dass ca. 100 € Krankenversicherung + Pflegeversicherung vom Arbeitgeber übernommen werden.
Ich habe die AOK gefragt, welcher Beitrag für mich für die KV jetzt monatlich anfallen. Mir wurde von denen gesagt, dass der KV-Beitrag gänzlich vom AG übernommen wird.
Kann das sein? Ich bin ein wenig irritiert. Wird der ganze KV-Beitrag vom AG übernommen? Bis jetzt habe ich von anderen gehört, dass dieser nur anteilig (auch bei einer gesetzlichen KV) übernommen wird.

Was habt ihr so für Erfahrungen damit in Hessen gemacht?

momo2016

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Re: Krankenversicherung während des Refs

Beitrag von TobiasG erstellt am: 17. Jul 2017, 09:31 Uhr

Dein Beitrag offenbart (wenn ich ihn richtig verstehe) einige Unwissenheit - Du hast noch nicht viel gearbeitet bzw. eine Steuererklärung gemacht, gell? Aber im Ref bleibt genug Zeit, sich auch mal mit so was auseinanderzusetzen. ;-)

Zunächst: Das Zweitstudium tut eigentlich nichts zur Sache. In der studentischen Krankenversicherung wirst Du jedenfalls nicht bleiben können.

Dann: Bei der Krankenversicherung meldest Du Dich einfach nur. Alles andere wird automatisch erledigt.

Im Hinblick auf die Sozialversicherung etc. gibt es - das wird auf Lohnabrechungen gesondert ausgewiesen - einen (unterschiedlich hohen) Arbeitgeber- und einen Arbeitnehmeranteil. Das bedeutet aber nur, dass Dir der Arbeitnehmeranteil vom Bruttolohn abgezogen wird, während der Arbeitgeberanteil quasi noch oben drauf kommt. Deshalb kostet ein Angesteller den Arbeitgeber auch nicht nur den vereinbarten Bruttolohn, sondern noch etwas mehr.

Für Dich spielt das aber faktisch keine Rolle, daher wohl auch der Hinweis von der Krankenversicherung. Denn letztlich werden alle "Nebenkosten" bereits vorab abgezogen und Dir dann der Nettolohn (vulgo "Unterhaltsbeihilfe") ausbezahlt, und davon wird dann nichts mehr abezogen. Du musst also von dem Nettolohn nicht etwa noch einen Anteil an der Krankenversicherung o.ä. bezahlen.

Arbeitgeber-/Arbeitnehmeranteil unterscheiden sich, wie gesagt, nur dadurch, dass der eine Teil von Deinem Bruttolohn abgezogen, der andere Anteil vom Arbeitgeber oben drauf gelegt wird. Das ist anders als bei der privaten Krankenversicherung, bei der der Dienstherr Dir eine Beihilfe zahlt und Du den Rest eben privat absichern musst.

So habe ich jedenfalls Deinen Beitrag verstanden: dass Du befürchtest, zusätzlich noch etwas an die Krankenversicherung bezahlen zu müssen. Wenn es Dir nur um die Aufschlüsselung/das Verhältnis der Anteile in dem genannten Sinne geht, dann sorry ...

TobiasG

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Berufsdichter/-in
 
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Re: Krankenversicherung während des Refs

Beitrag von momo2016 erstellt am: 18. Jul 2017, 10:46 Uhr

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Das war sehr hilfreich.
Ich habe gedacht, dass der auf der Lohnabrechnung ausgewiesene KV-Beitrag der AG-Anteil ist. Deshalb hat mich das ganze sehr verwirrt.

momo2016

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