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Examensanmeldung & Examensladung

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Was tun? Rat gesucht!

Hier geht es um die Examensanmeldung (richtiger Zeitpunkt usw.) und die Examensladung

Was tun? Rat gesucht!

Beitrag von Nice2meetyou erstellt am: 22. Nov 2017, 08:25 Uhr

Hallo zusammen!

Auch mich hat, wie wohl so viele, die Verzweiflung hierher getrieben und ich würde mich riesig freuen wenn mir der ein oder andere Tipps geben könnte.

Zu meiner Situation:

In Bayern angefangen und Schwerpunkt abgelegt (7,5) und kommerzielles Rep besucht (unerfolgreich). Viel zu spät nach NRW gewechselt dort noch 8 Monate Unirep, dann eigene Vorbereitung, seit 6 Monaten Privatnachhilfe.

Zu meinem Problem:

Ich bin jetzt durch meine ganze Trödelei im 15. Semester, meine Eltern und Freunde setzen mir seit Monaten die Pistole auf die Brust um mich endlich anzumelden “du wirst dich nie vorbereitet fühlen...“ aber realistisch gesehen würde ich meine Examensvorbereitung erst ab den letzten 6 Monaten zählen, denn da habe ich nochmal bei 0 angefangen alles geordnet durchzuarbeiten. Klausuren laufen leider schlecht und eigentlich wollte ich mich bis Ende nächster Woche angemeldet haben.

Ich schwanke nun zwischen “ich zieh das jetzt voll durch“ und “ich lass die frist verstreichen und erzähle einfach ich wurde auf den nächsten termin im april geschoben“. Mir geht im Moment die Düse und nicht weil ich Panik vor dem Examen habe, sondern weil die Prognose aufgrund der Übungsklausuren so schlecht ist. Von Schwerpunkt übersehen über nicht vertretbar bis Gutachtenstil mangelhaft war alles schon dabei.
Auf der anderen Seite kann ich auch einfach nicht mehr und ich frage mich ob die zwei Monate mehr noch wirklich was reissen würden. Stoffmässig würde ich bis Mitte/ Ende Dezember mit allem durch sein und dann bis Ende Februar nur Klausuren pauken.

Was meint ihr, ist das machbar oder die dümmste Idee überhaupt?

Nice2meetyou

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Re: Was tun? Rat gesucht!

Beitrag von RareBreed erstellt am: 22. Nov 2017, 08:42 Uhr

Vielleicht platzt der Knoten bei dir erst "unter Druck". Melde dich an. Wenn du im Dezember durch bist und dann noch 2 Monate hast dann reicht das nach der ganzen Vorbereitung, die du schon hinter dir hast, bestimmt. Und setz dich nicht zu sehr unter Druck - Ziel ist, das jura Studium erfolgreich abzuschließen also "bestehen". Verbessern kannst du dann immer noch. Viel Erfolg

RareBreed

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Re: Was tun? Rat gesucht!

Beitrag von Nice2meetyou erstellt am: 22. Nov 2017, 08:49 Uhr

Du hast Recht, ich bin ein kurz vor knapp Lerner. Nicht gerade gut bei Jura... Allerdings habe ich vor der Schwerpunkt Mündlichen auch so gelernt und dann 8 und 11 Punkte bekommen, so ganz dämlich bin ich wohl nicht. Leider kann ich mich im schriftlichen nicht so ausdrücken und gerade bei grossen Sachverhalten fällt es mir schwer den Überblick zu behalten und das Wesentliche richtig zu gewichten. Ich hasse Fälle schreiben aber ich habe mir geschworen ab jetzt jede Klausur an der Uni mitzuschreiben. Leider klappt das in Zivilrecht noch nicht ohne Hilfsmittel da viel zu wenig Übung. Nichtsdestotrotz sind es ja “noch“ 3 Monate, da geht hoffentlich noch was...

Verbessern geht aber leider in NRW nicht, höchstens dann im 2. Examen irgendwann

Nice2meetyou

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Re: Was tun? Rat gesucht!

Beitrag von MBA123 erstellt am: 22. Nov 2017, 10:12 Uhr

Guten Morgen!

Ich war ursprünglich in einer ähnlichen Situation - ich habe in Nordrhein-Westfalen studiert, musste schließlich infolge eines Schicksalsschlages in der Familie zwei volle Jahre mit dem Studium aussetzen und 60 + Std. die Woche im mittelständischen Familienunternehmen (leitend) mitarbeiten; das habe ich zwar schon seit meiner Gymnasialzeit getan, aber selbstverständlich nicht in einem solch erheblichen Ausmaß.

Daher habe ich mein Studium auch erst im 14. Semester abschließen können (schriftliche Aufsichtsarbeiten im Juni 2017; mündliche Prüfung vor circa zwei Wochen im November 2017).

Ich habe angesichts all der anderen Verpflichtungen erst im Dezember 2016 mit meiner Examensvorbereitung starten können - mit dem eigens gesetzten Ziel, spätestens (!) im Juni 2017 meine schriftlichen Aufsichtsarbeiten anzufertigen.

Ich wusste, dass ich anknüpfend an das Examen nichts weiter mit Jura (i. e. S.) anstellen wollte; der Abschluss sollte mich nur in den Stand setzen, anschließend an der Frankfurt School of Finance and Management den Master of Business Administration (MBA) zu machen. Daher war mir nur bedeutsam, diese Prüfung überhaupt zu bestehen.

Allerdings bin ich jemand, der in solchen Situationen extrem zu werden geneigt ist - während des Studiums habe ich stets ordentliche Punktzahlen erzielt, war mithin auch im universitären Exzellenzkurs unter den 15 besten Studierenden meines Jahrgangs.

Also habe ich durchschnittlich 8 bis 12 Std. pro Tag (netto, i. e. abzgl. aller Pausen) gelernt; und zwar jeden Tag. Ich habe neben dieser Lernerei nur noch allabendlich circa 45 Minuten Sport getrieben - ein körperlicher Ausgleich ist zumal in einer solchen Phase meines Erachtens sehr empfehlenswert!

Ich habe nahezu ausschließlich mit (Examens-)Fallbüchern und Examensklausuren aus einschlägigen Ausbildungszeitschriften (vor allem JA und JuS) gearbeitet, getragen von der Erwägung, dass ich so am besten dasjenige einüben kann, was im Examen von mir verlangt werden würde. Indessen habe ich jede Klausur nur ausskizziert, d. h. vor allem eine sorgfältige Lösungsskizze erstellt und nur diejenigen Stellen auch wirklich ausgeschrieben, die mir als besonders bedeutsam erschienen (bspw. klassische Probleme aus dem Schadensrecht, sei es nun die Drittschadensliquidation, die Herausforderungskonstellationen, der Schockschaden o. ä.). Ich habe mir zu allen solchen Themenkomplexen klausurmäßig verwendbare/verwertbare Textbausteine eingeprägt - zwecks Zeitersparnis. Während dieser sechs Monate habe ich circa 3.000 Seiten (DIN A4) verwendet, weil ich mir nur durch immer neue Niederschrift von Definitionen, Streitständen und Co. alles präsent halten konnte.

Letzten Endes habe ich nicht nur bestanden, sondern bin mit ordentlichen 11,5 Punkten (d. h. einem sehr knappen "Gut") aus dem staatlichen Teil (!) des Examens hinausgegangen.

Jetzt werde ich doch noch im Kapitalmarktrecht promovieren, parallel den Master of Laws (Mergers & Acquisitions) an der Frankfurt School of Finance and Management und späterhin, ggf. in 4 Jahren, auch noch den Master of Business Administration machen.

Alles in allem: Mach dich nicht verrückt; sechs Monate reichen vollkommen (!) aus - soweit man denn auch wirklich konsequent ist und am besten jede andere Lebenssphäre ausblendet. Ob das physisch und psychisch wirklich empfehlenswert ist. . . nun, das sollte ein jeder eigens beurteilen.

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Re: Was tun? Rat gesucht!

Beitrag von joee78 erstellt am: 22. Nov 2017, 17:08 Uhr

Ich würde mich nicht von außen unter Druck setzen lassen - Eltern und Freunde können nicht beurteilen, ob du gut genug vorbereitet bist. Auch hier im Forum kann dir das keiner sagen. Daher sind Aussagen wie "du wirst es bestimmt schaffen" unseriös!

Einziger Indikator für deinen derzeitigen Leistungsstand sind deine Übungsklausuren. Da du schreibst, dass die bisher schlecht gelaufen sind, würde ich mich erst anmelden, wenn du die meisten davon bestehst.
Sind Sie ein Mensch? Sowas Ähnliches, ich bin Anwalt.

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Re: Was tun? Rat gesucht!

Beitrag von RareBreed erstellt am: 22. Nov 2017, 18:16 Uhr

man muss tatsächlich irgendwann mal zu Potte kommen und nach 6-8 Jahren (!) Studium sollte es spätestens soweit sein dass man sich auch selbst bisschen Druck macht. So richtig intensiv wird die Vorbereitung auch erst, wenn man den Termin vor Augen hat und darauf hin arbeitet. Außerdem hat man im 2. auch nicht die Möglichkeit, es vor sich her zu schieben sondern schreibt nach 2 Jahren und Punkt.

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Re: Was tun? Rat gesucht!

Beitrag von Nice2meetyou erstellt am: 23. Nov 2017, 08:15 Uhr

Erstmal vielen Dank für eure Antworten!
Respekt an MBA123 für deine Leistung!

Im moment liege ich bei einem täglichen Arbeitspensum von 5,5 bis 7 Stunden an 6 Tagen in der Woche, dann ist leider mein Hirn Matsche.

Ich denke ich werde mich anmelden auch wenn, meinen Übungsklausuren nach zu urteilen, die Chancen miserabel sind. Woran das liegt werde ich in der nächsten Zeit versuchen zu analysieren.

Habt ihr noch Tipps bezüglich Systemverständnis erlernen, gerade im Zivilrecht?

Nice2meetyou

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