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Anwaltszulassung trotz Vorstrafe

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Anwaltszulassung trotz Vorstrafe

Beitrag von Vi94 erstellt am: 7. Dez 2017, 17:49 Uhr

Hallo,

ich hätte einmal eine Frage zur Anwaltszulassung, die mir wahrscheinlich konkret niemand beantworten kann, aber ich gebe mich auch mit einer groben Einschätzung zufrieden.
Angenommen ein 25 Jähriger Rechtsreferendar wird wegen Erwerb von Cannabis angeklagt und muss mit einer Geldstrafe von über 90 TS rechnen. Der Rechtsreferendar hat sonst keine Vorstrafen.
Inwieweit muss der Rechtsreferendar jetzt fürchten nach dem zweiten Staatsexamen in 1 1/2 Jahren bei der Rechtsanwaltskammer abgelehnt zu werden? Deckt der §7 Nr. 5 BRAO nicht eher Vermögensdelikte wie Betrug etc. ab? Es geht hier auch nur um Erwerb zum Eigenbedarf, kein Handel oder ähnliches. Da der Fall in Bayern spielt kann der Rechtsreferendar aber nicht mit einer Einstellung rechnen.
Btw der Rechtsreferendar hat niemals seinen vorgesetzten Staatsanwalt beleidigt :biggrin:
Danke schonmal für eure Antworten.

Vi94

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Re: Anwaltszulassung trotz Vorstrafe

Beitrag von Drumdidum erstellt am: 8. Dez 2017, 07:00 Uhr

Was steht denn im BRAO-Kommentar dazu?

Denke, dass es bei der Anwaltszulassung tendenziell eher weniger ein Problem ein sollte. War das beim Ref auch kein Problem?

Drumdidum

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Re: Anwaltszulassung trotz Vorstrafe

Beitrag von Vi94 erstellt am: 8. Dez 2017, 08:05 Uhr

Danke für die schnelle Antwort.
Das Ganze spielt sich jetzt erst während des Refs ab. Vor dem Ref gab es noch keine Vorstrafen. Leider gibt es keinen Kommentar auf Beckonline und hatte noch keine Gelegenheit in die Bib zu gehen. Ich habe nur Aufsätze und Rechtsprechung zum Thema, die vor allem Vermögensdelikte als Ausschlussgrund nennen.

Vi94

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Re: Anwaltszulassung trotz Vorstrafe

Beitrag von joee78 erstellt am: 8. Dez 2017, 13:38 Uhr

Das sind auch die Hauptanwendungsfälle dieser Vorschrift. "Unwürdig" für den Anwaltsberuf ist man bei Straftaten, die sich gegen Rechtsgüter richten, die für die anwaltliche Berufsausübung von unmittelbarer Bedeutung sind.

https://www.rechtslupe.de/wirtschaftsre ... aft-373576

Im Übrigen darf jetzt sogar die Referendarin, die ihren Ausbilder beleidigt hat, Anwältin werden. :clap:

https://www.lto.de/recht/studium-refere ... emeinwohl/
Sind Sie ein Mensch? Sowas Ähnliches, ich bin Anwalt.

Blade II

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Re: Anwaltszulassung trotz Vorstrafe

Beitrag von Vi94 erstellt am: 8. Dez 2017, 14:32 Uhr

Gut Danke für eure Einschätzung. Ich glaube eigentlich auch, dass der bloße Erwerb von Cannabis kein dem Anwaltsberuf unwürdiges Verhalten darstellt. Jedenfalls ist das Vergehen nicht so schwer, dass man gleich dem Rechtsreferendar sein ganzes Berufsleben zu nichte machen sollte.

Vi94

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