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Der Alptraum vom Zivilrecht

Hier dreht sich alles um Klausuren schreiben: Vermeidbare Fehler bei der Falllösung, richtige Zeiteinteilung usw.

Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von isi2106 erstellt am: 22. Mai 2015, 15:56 Uhr

Hallo Leute,

ich bin letztes Jahr leider durch den Freischuss gefallen und nach eingehender Analyse habe ich auch festgestellt woran es liegt.

Im Öffentlichen Recht bin ich eigentlich ganz gut und die Klausuren habe ich auch beide im Examen bestanden. Strafrecht mag ich nicht ganz so gerne, aber das lässt sich händeln.

Mein großes Problem und ich meine wirklich großes Problem ist Zivilrecht. Es ist nicht so das ich jetzt nicht gelernt habe, aber ich bin einfach zu doof mein Wissen in Fälle unter zu bringen. So drastisch muss ich es mal sagen. Vor den Klausuren habe ich alle Warnzeichen der Probeklausuren aus dem Uni-Rep missachtet und dachte es liegt einfach daran, dass man das Thema noch nicht bearbeitet hat. Aber dem ist nicht so. Ich ruder einfach ständig an Schwerpunkten oder Falleinstiegen vorbei und bin jetzt dabei Fälle zu pauken... Aber ich habe das Gefühl es wird irgendwie nicht so wirklich besser..So lange mache ich das mit dem exzessiven Falltraining auch noch nicht aber irgendwie habe ich große Sorge, dass es nicht besser wird.


Hat jemand von euch, außer ganz viele Fälle zu lösen noch einen Tipp wie man das Systemverständnis und das Erkennen von Schwerpunkten schulen kann? Vielleicht seid ihr ja mal auf super gute Fallbücher gestoßen?!

Liebe Grüße

isi2106

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Re: Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von arlovski erstellt am: 22. Mai 2015, 16:10 Uhr

falls du noch ein wenig zeit und das geld hast: zivilrecht von dr. montag auf lecturio anhören. mehr systemverständnis kann dir kein mensch beibringen.

alternativ sein buch lernbuch zivilrecht

arlovski

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Re: Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von qwertz erstellt am: 22. Mai 2015, 17:34 Uhr

Ich würde eher die Podcasts von Prof. Lorenz empfehlen.

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Re: Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von raxflex erstellt am: 22. Mai 2015, 17:42 Uhr

Ich würde dir die Bücher von Schwabe empfehlen (Lernen mit Fällen). So kannst du nochmal den Stoff an Fällen erlernen und ich denke, dass hilft dir jetzt am meisten weiter.

Die Podcasts von Lorenz würde ich eher nicht empfehlen, wenn du den Stoff abstrakt eigentlich schon kannst und es nur an der Umsetzung hapert. Kostet zu viel Zeit und es bleibt zu wenig hängen.

raxflex

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Re: Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von qwertz erstellt am: 22. Mai 2015, 20:30 Uhr

Mag sicher sein, dass der Podcast nicht geeignet ist gezielt Falllösungen einzuüben. Allerdings ist es wohl eher so, dass es dem Threadersteller noch ganz erheblich an abstraktem Wissen fehlen wird. Denn wer abstrakt den Stoff und die Systematik beherrscht wird wenig Probleme haben Schwerpunkte eines Falles ausfindig zu machen oder einen Falleinstieg zu finden.
Davon abgesehen hat der Threadersteller ja auch ganz explizit danach gefragt, wie man Systemverständis erlangt.


... und es bleibt zu wenig hängen.


Na, das kann ich nun wirklich nicht bestätigen. Aus meiner Sicht gibt es nichts besseres als diesen Podcast in Verbindung mit einem guten Lehrbuch oder Skript. Wer dieses Programm gezielt durcharbeitet ist zumindest auf den Gebieten BGB AT, Schuldrecht AT und vertraglichen Schuldverhältnissen fit (gesetzliche Schuldverhältnisse dagegen nur mit großen Abstrichen).

Wenn man dann für die übrigen Gebiete des Zivilrechts ähnlich vorgeht, nebenher regelmäßig Klausuren schreibt und zum Abschluss noch den Plate und Medicus durcharbeitet, sollte man sich als uneingeschränkt examensreif im Zivilrecht bezeichnen können ;)

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Re: Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von isi2106 erstellt am: 22. Mai 2015, 21:25 Uhr

Also erst einmal danke für eure Antworten!

Das mit den Fallbüchern ist eine sehr gute Idee. Aktuell übe ich mit alten Examensklausuren aus einem Pool der Uni Münster.

Ich denke, dass diese Podcasts bei mir nicht so erfolgsversprechend wären. An sich ist es eine gute Idee den Stoff aufzufrischen, nur war ich ja auch schon ein Jahr im Rep und habe noch die Unterlagen und habe damals zu jedem Themengebiet selbst anhand von Skripten/Lehrbüchern mir Karteikarten erstellt, welche schon sehr umfangreich sind.

Ich bin auch dabei diese wieder zu pauken. Das hat wegen dem Loch in das man nach dem Bescheid des Nichtbestehens fällt nur etwas gedauert.
Sicherlich habe ich vielleicht nicht das totale Pro Wissen, aber ich denke daran liegt es eher nicht so. Es ist wirklich so, dass ich mir nach dem Lösen den Fall angucke und denke : Ach ja! Stimmt, dass hätte ich ja auch noch einbauen können und das und jenes war garnicht soo unproblematisch. Aber es ist nicht so, dass ich vor den Lösungen hänge und mir denke: Oh mein Gott habe ich ja noch nie was von gehört...

Ich glaub ich sollte eher an den Fällen dran bleiben und parallel mir das Wissen erweitern bzw. mit Hilfe der Karteikarten erhalten.
Aber ob das so erfolgsversprechend ist weiß ich jetzt natürlich auch noch nicht...

Mit Systemverständnis meinte ich eher wie im Rahmen eines Falles auch alles ineinander greifen kann und das aufbautechnisch dargestellt wird...

isi2106

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Re: Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von raxflex erstellt am: 22. Mai 2015, 23:42 Uhr

qwertz hat geschrieben:Mag sicher sein, dass der Podcast nicht geeignet ist gezielt Falllösungen einzuüben. Allerdings ist es wohl eher so, dass es dem Threadersteller noch ganz erheblich an abstraktem Wissen fehlen wird. Denn wer abstrakt den Stoff und die Systematik beherrscht wird wenig Probleme haben Schwerpunkte eines Falles ausfindig zu machen oder einen Falleinstieg zu finden.
Davon abgesehen hat der Threadersteller ja auch ganz explizit danach gefragt, wie man Systemverständis erlangt.


... und es bleibt zu wenig hängen.


Na, das kann ich nun wirklich nicht bestätigen. Aus meiner Sicht gibt es nichts besseres als diesen Podcast in Verbindung mit einem guten Lehrbuch oder Skript. Wer dieses Programm gezielt durcharbeitet ist zumindest auf den Gebieten BGB AT, Schuldrecht AT und vertraglichen Schuldverhältnissen fit (gesetzliche Schuldverhältnisse dagegen nur mit großen Abstrichen).

Wenn man dann für die übrigen Gebiete des Zivilrechts ähnlich vorgeht, nebenher regelmäßig Klausuren schreibt und zum Abschluss noch den Plate und Medicus durcharbeitet, sollte man sich als uneingeschränkt examensreif im Zivilrecht bezeichnen können ;)


Plate hat doch um die 3000 Seiten ohne Fußnoten? Medicus ist auch ein richtig dickes Buch. BGB AT, Schuldrecht AT und BT sind insgesamt um die 80 Vorlesungen a 1,5 h. Und nebenbei empfiehlst du noch Skripten. Wie lange braucht man bitte, um das alles durchzuarbeiten? Und ich meine damit nicht durchlesen (das bringt wenig), sondern durcharbeiten, durchdringen, durchdenken! Die Antwort kann ich schon mal vorweg nehmen -> Viel zu lange. Der TE befindet sich in der Examensvorbereitung und nicht mehr im ersten Semester.

Weniger ist mehr. Aber muss jeder selbst wissen.

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Re: Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von qwertz erstellt am: 23. Mai 2015, 11:16 Uhr

Plate hat doch um die 3000 Seiten ohne Fußnoten? Medicus ist auch ein richtig dickes Buch. BGB AT, Schuldrecht AT und BT sind insgesamt um die 80 Vorlesungen a 1,5 h. Und nebenbei empfiehlst du noch Skripten. Wie lange braucht man bitte, um das alles durchzuarbeiten? Und ich meine damit nicht durchlesen (das bringt wenig), sondern durcharbeiten, durchdringen, durchdenken! Die Antwort kann ich schon mal vorweg nehmen -> Viel zu lange. Der TE befindet sich in der Examensvorbereitung und nicht mehr im ersten Semester.

Weniger ist mehr. Aber muss jeder selbst wissen.


Vorweg: ich habe den Threadersteller offensichtlich etwas missverstanden. Daher sind meine Ausführungen eher als allgemeine Empfehlungen für die Examensvorbereitung zu verstehen. Und selbstverständlich sprach ich nicht von durchlesen sondern von durcharbeiten.


80 Vorlesungen, d.h. bspw. jeden Tag eine inkl. Nacharbeit. Das nimmt so c.a. drei Stunden täglich in Anspruch nehmen. Das wären dann knapp drei Monate für diese sehr umfangreiche und grundlegende Thematik. Für den Rest des Zivilrechts kann man dann großzügig nochmal etwa drei Monate einplanen. Dann hat man nach sechs Monaten das komplette Zivilrecht erarbeitet.
Zur Vertiefung und Wiederholung ist dann m.E. der Plate ideal. Das Buch hat auch nicht 3000 sondern 1400 Seiten. Und der Medicus ist auch kein "richtig dickes Buch".

Warum dieses Programm für Zivilrecht nicht in eine Vorbereitungszeit für das Examen von 1-1,5 Jahre passen soll musst du mir jetzt dann doch noch erklären.

qwertz

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Re: Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von cranberry erstellt am: 26. Mai 2015, 11:34 Uhr

was hälst du davon, wenn du dir die Rep-Unterlagen von jemanden besorgst und die durcharbeitest.

cranberry

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Re: Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von Velvi erstellt am: 5. Mär 2017, 19:22 Uhr

Um keinen eigenen Thread eröffnen zu müssen, hole ich diesen mal wieder hoch.

Meine Frage bezieht sich auf den hier diskutierten Plate: Ist der nach wie vor zur zivilrechtlichen Examensvorbereitung zu empfehlen und dem Medicus vorzuziehen?
Von vielen lese ich hier, dass sie dieses Werk "mehrmalig durchgearbeitet" haben - wie darf ich mir das vorstellen? Einzig durchlesen, hat meist nur einen geringen Effekt. Gibt es besonders empfehlenswerte Vorgehensweisen?

LG

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Re: Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von Mitchell_McDee erstellt am: 6. Mär 2017, 16:00 Uhr

Am besten "zweispurig" fahren und beides machen = Klausuren lösen und materielles Wissen weiter aneignen. Ich denke, dass du im Zivilrecht zum Zeitpunkt des Freischusses noch nicht soweit warst. Das dauert zwar, aber die Kunst liegt im durchhalten und weiter machen. Irgendwann wird man automatisch besser.
Schreist du Übungsklausuren im Examensklausurenkurs?

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Re: Der Alptraum vom Zivilrecht

Beitrag von Mitchell_McDee erstellt am: 6. Mär 2017, 16:03 Uhr

Velvi hat geschrieben:Um keinen eigenen Thread eröffnen zu müssen, hole ich diesen mal wieder hoch.

Meine Frage bezieht sich auf den hier diskutierten Plate: Ist der nach wie vor zur zivilrechtlichen Examensvorbereitung zu empfehlen und dem Medicus vorzuziehen?
Von vielen lese ich hier, dass sie dieses Werk "mehrmalig durchgearbeitet" haben - wie darf ich mir das vorstellen? Einzig durchlesen, hat meist nur einen geringen Effekt. Gibt es besonders empfehlenswerte Vorgehensweisen?

LG



Ich habe mir den Plate angeguckt und kam mit seinem Stil überhaupt nicht klar. Das hat mich mehr verwirrt, als etwas gebracht. Ist wohl Geschmacksache, aber nicht das Allheilmittel.

Mitchell_McDee

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