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BWLer kann kein Jura ^^

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BWLer kann kein Jura ^^

Beitrag von scamp05 erstellt am: 5. Dez 2015, 11:52 Uhr

Hallo zusammen, nächste Woche Montag schreibe ich eine "Business Law" Klausur und bin total am verzweifeln...Unser Dozent hat uns Übungsfälle gegeben und meinte wenn dir diese können wird die Klausur einfach werden... Lange Rede kurzer Sinn, ich kann nicht einmal diese lösen.
Könnt ihr mir hierbei bitte helfen ? Ich bedanke mich im Voraus für jede Hilfe.
Hier die Fälle :


Sachverhalt 1

Steuerberater S hat ein Wohnhaus für seine Familie erworben. Das Wohnzimmer soll das einzig erhaltene Originalexemplar der Graphik „Mädchen auf dem Kanapee“ des Brücke-Künstlers Otto Mueller zieren. Deshalb wendet sich S an einem Freitag an den Kunsthändler K, der Eigentümer der Graphik ist. Dieser verkauft ihm das Werk für 45.000,00 EUR. S gibt dem K einen Scheck. Beide sind sich darüber einig, dass K zunächst noch Eigentümer der Graphik bleiben und das Werk nach Gutschrift des Betrages auf seinem Konto am kommenden Dienstag in das Haus des S liefern soll.

Am Wochenende empfängt K den Kunstsammler D. Als dieser die Mueller-Graphik sieht, ist er begeistert. Er bietet dem K spontan 100.000,00 EUR. K nimmt an. Davon, dass das Werk bereits dem S verkauft ist, sagt er dem D nichts.

Nachdem der Assistent des D die Kaufpreissumme in bar herangeschafft und der D sie dem K übergeben hat, nimmt D die Graphik mit sich.

Am darauf folgenden Dienstag setzt K den S über sein Vorgehen in Kenntnis. Er händigt dem S den Scheck aus und bittet dafür um Verständnis, dass er angesichts sei¬ner angespannten finanziellen Lage dem großzügigen Angebot des D nicht widerstehen konnte. Damit sei die Sache für ihn erledigt.

S sieht das anders. Er möchte von Ihnen folgendes wissen:

a) Muss der K ihm die Graphik noch liefern?
b) Bleibt er zur Kaufpreiszahlung verpflichtet?
c) Kann er das Werk von D herausverlangen?
d) Könnte er von K vielleicht die Herausgabe der 100.000,00 EUR
verlangen?



Sachverhalt 2

B betreibt in einem vor allem bei Wochenendurlaubern beliebten Wintersportgebiet einen hochmodernen Skilift. Anlässlich einer unangekündigten technischen Kontrolle des Lifts stellt die Kontrollbehörde fest, dass die Anlage einige kleinere Sicherheitsmängel aufweist. B wird das weitere Betreiben des Lifts nur unter der Auflage gestattet, dass zuvor die beschriebenen Mängel nachweislich durch einen hierfür zu¬gelassenen Fachmann behoben werden.

B, der sein Wochenendgeschäft in Gefahr sieht, wendet sich unmittelbar nach Erhalt der Auflage am späten Freitagnachmittag hilfesuchend an den U, der das einzige in der Nähe ansässige und für die Mängelbeseitigung in Frage kommende Spezialunternehmen zur Wartung und Reparatur dieser Anlagen betreibt. B schildert dem U das Problem. Auch verweist er da-rauf, dass er wegen des hervorragenden Winterwetters für den nächsten Tag mit einem be-sonders hohen Andrang von Besuchern rechnet. Ein Ausfall seines Skilifts könne ihn pro Stunde durchaus 1000,00 EUR kosten.

U sagt dem B seine Hilfe zu. Zwar sei keiner seiner Mitarbeiter mehr greifbar. Auch sei er selbst gerade bei einer kleinen Familienfeier. Er werde je¬doch persönlich not¬falls die ganze Nacht durcharbeiten, um die Mängel abzustellen. Seinen Stundensatz in Höhe von 125,00 EUR netto zuzüglich Steuer sowie Material- und Wegekosten kenne B ja. Gegen 22.00 Uhr werde er bei B eintreffen. Dieser ist hoch erfreut.

B wartet vergeblich auf den U. Dieser hatte, obwohl beim Gespräch mit B noch völlig nüchtern, anschließend exzessiv dem Alkohol zugesprochen und war gegen 22.00 Uhr, für Mobiltelefonanrufe des B unerreichbar, in den Schlaf gesunken. Trotz umfas¬sender Bemühungen gelang es dem B erst am Vormittag des folgenden Tages, die Anlage durch ein anderes Spezialunternehmen reparieren zu lassen. Erst um 14.00 Uhr und nicht, wie üblicherweise, schon um 9.00 Uhr, konnte der Skilift wieder in Be¬trieb genommen werden. B präsentiert dem U eine Schadensersatzrechnung in Höhe von 5.000,00 EUR.

Muss U zahlen ?


Euer unfähiger Bwler

scamp05

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