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Klausuren - der entscheidende Faktor?

Hier dreht sich alles um Klausuren schreiben: Vermeidbare Fehler bei der Falllösung, richtige Zeiteinteilung usw.

Klausuren - der entscheidende Faktor?

Beitrag von freutmann erstellt am: 8. Apr 2017, 10:42 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin noch immer etwas geknickt. Da lerne ich 18 Monate lang solide für die erste Staatsprüfung (Richtwert waren immer 40 Stunden die Woche, habe sicherlich 6 Wochen insgesamt in der Zeit komplett freigemacht), fühle mich materiell-rechtlich sehr fit (was auch Gespräche mit Kommilitonen mir immer wieder gezeigt haben) und schreibe das Staatsexamen - um dann als Note ein "ausreichend" zu bekommen. Damit hatte ich nicht gerechnet, nicht bei dem Kenntnisstand, den ich eigentlich hatte.

Ich bin schon jetzt dabei, eine Fehleranalyse zu betreiben und auch wenn einige der nun folgenden Ausführungen in dieses "Unterthema" vielleicht nicht passen, möchte ich sie trotzdem darlegen.

Meine Vorbereitung bestand aus dem Zusammenfassen von Unterlagen eines kommerziellen Anbieters, bei Verständnisproblemen habe ich zur Ergänzung Skripten zur Hand genommen (eher selten, auch zeitintensiv). Das Zusammenfassen erfolgte durch das Schreiben von Karteikarten (es sind sehr, sehr viele an der Zahl).

Den Stoff hatte ich in dieser Form (für Nebengebiete habe ich aus Zeitgründen Skripten am Computer geschrieben) dann 2 Monate vor den Schriftlichen fertig und habe ab dann wiederholt, zum Teil auch gefühlt "erstmals erlernt", denn beim erstmaligen Zusammentragen hat sich nichts gesetzt. Ca. 2 Wochen vor der Prüfung war ich dann mit dem Wiederholen fertig und schaute mir noch ein wenig Rechtsprechung an. Vom Gefühl her war ich in dem erlernten Stoff recht sicher.

Nun fragt sich der aufmerksame Leser schon jetzt - Wie stand es um Klausuren?

Nunja : in der ersten Hälfte des Repetitoriums war ich häufig grantig, im Klausurenkurs mit Themen wie dem Erbrecht etc. konfrontiert zu werden und schob das Mitschreiben auf, bis ich die 2. Hälfte erreichte.

In der 2. Hälfte stellte ich dann mitunter fest, dass ich - auch wenn was bereits bekanntes abgefragt wurde - dieses nicht niederschreiben konnte, da ich es nicht aufbauen konnte. Daher entschied ich mich, erstmal meine Unterlagen und Materialien zu komplettieren, dann zu wiederholen und DANN an die Klausuren ranzugehen.

Wie aufgezeigt, blieb nach dem Wiederholen dann aber keine Zeit mehr zum Klausurenschreiben. Abschließende Zusammenfassung : Unter 20 Klausuren geschrieben, davon alle mit danebenliegendem Schema und Nachschlagen von Problemen. Ich weiß, dass dies nicht das ideale Vorgehen war, ich wollte aber wenigstens ein paar mal das Gefühl haben, eine Klausur irgendwie gelöst zu haben um zu schauen, was da konkret von einem erwartet wurde.

In den schriftlichen Klausuren hatte ich dann mitunter das Gefühl, es liefe ganz gut. Ich habe materiell viele der ersichtlichen Probleme erkannt und auch niedergeschrieben, nur sind dabei dann trotzdem mitunter 3 Punkte-Klausuren rausgekommen, obwohl ich (ich weiß, sehr subjektiv) die gleiche Lösung hatte, wie Leute mit VB oder mehr.

Ich habe sowas wie Definitionen ein zwei mal gelernt und mir grob gemerkt, das Ausformulieren in den Klausuren fiel mir dann mitunter aber sehr schwer, gerade, wenn es um die Abgrenzung verschiedener Rechtsfiguren ging. Selbiges gilt für die Anwendung von Streitigkeiten auf einen konkreten Fall.

Die Fragen, die mich nun quälen, sind :

War es zu wenig Wiederholung, die ich absolviert habe? Oder war es fehlende Klausurpraxis? Oder möglicherweise sogar BEIDES?

Die Beantwortung ist für mich von großem Interesse - ich habe noch einen Verbesserungsversuch im Rücken, den ich wahrnehmen möchte. Je nach dem, welche Defizite ihr in meiner Vorbereitung sehr, nehme ich mir entsprechend mehr oder weniger Zeit.

Auf die Gefahr hin, dass Leute beim Lesen des Beitrags denken "Wieso hielt er sich denn für so gut vorbereitet" - man merkt doch einfach, ob man in Gesprächen gut folgen kann und mitreden kann. Kommilitonen von mir waren von dem Ergebnis ebenso geschockt wie ich, dass das gespielt ist, kann ich mir nicht vorstellen. Deshalb ist mir eine Fehleranalyse sehr wichtig.

Ich freue mich auf eure Antworten und bedanke mich ganz herzlich im Voraus.

freutmann

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Re: Klausuren - der entscheidende Faktor?

Beitrag von MrWatkins erstellt am: 16. Apr 2017, 21:49 Uhr

Warum hat Dich das Rep so grantig gemacht? :biggrin:
Eine pauschale Antwort zu geben ist leider nicht möglich. Einer schreibt in 18 Monaten 0-2 Klausuren und 14 Punkte im examen, weil er verstanden hat, wie der Hase läuft und das entsprechend niederschreiben kann. Der andere schreibt 100 klausuren und fällt dennoch durch. der nächste gliedert nur.
da die meisten nicht zu gruppe 1 gehören und wenn es dann selbst rausfinden, wird sas klausurenschreiben immer empfohlen und nahe gelegt. me nach ist das sehr sinnvoll, man lernt das jura, das man fürs examen braucht. klausuren geben sicherheit wie das examen in etwa aufgebaut ist, was erwartet wird und wie eine 5h klausur ausschaut, auch wenn die korrekturen ehrlich meist scheisse sind und einen höchstens zum amoklauf motivieren ;-)

wenn du deine schwächen analysierst und herauskommt, dass du ein ausreichend aufgrund zu wenig klausurpraxis bekommen hast, liegt es freilich daran. letztlich wiederholt man in den klausuren ja auch den stoff der gerade abgefragt wird

MrWatkins

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Re: Klausuren - der entscheidende Faktor?

Beitrag von MrWatkins erstellt am: 16. Apr 2017, 21:49 Uhr

Warum hat Dich das Rep so grantig gemacht? :biggrin:
Eine pauschale Antwort zu geben ist leider nicht möglich. Einer schreibt in 18 Monaten 0-2 Klausuren und 14 Punkte im examen, weil er verstanden hat, wie der Hase läuft und das entsprechend niederschreiben kann. Der andere schreibt 100 klausuren und fällt dennoch durch. der nächste gliedert nur.
da die meisten nicht zu gruppe 1 gehören und wenn es dann selbst rausfinden, wird sas klausurenschreiben immer empfohlen und nahe gelegt. me nach ist das sehr sinnvoll, man lernt das jura, das man fürs examen braucht. klausuren geben sicherheit wie das examen in etwa aufgebaut ist, was erwartet wird und wie eine 5h klausur ausschaut, auch wenn die korrekturen ehrlich meist scheisse sind und einen höchstens zum amoklauf motivieren ;-)

wenn du deine schwächen analysierst und herauskommt, dass du ein ausreichend aufgrund zu wenig klausurpraxis bekommen hast, liegt es freilich daran. letztlich wiederholt man in den klausuren ja auch den stoff der gerade abgefragt wird

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Re: Klausuren - der entscheidende Faktor?

Beitrag von Mitchell_McDee erstellt am: 3. Mai 2017, 19:25 Uhr

Hallo!

Ich glaube, dass du deine Lage ganz gut selbst analysiert und auf dem Punkt gebraucht hast.
Du hast sehr viel Wissen, aber man muss es leider auch gut präsentieren können.
Du musst unbedingt Klausuren ohne Hilfsmittel schreiben und sie sorgsam analysieren, danach nicht weg legen, sondern immer wieder angucken. Man wird so Schritt für Schritt besser.

Viel Erfolg und berichte mal bei welchen Rep. du warst!
:-)

Mitchell_McDee

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