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Wie formuliert ihr unproblematisches?

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Wie formuliert ihr unproblematisches?

Beitrag von SkyB erstellt am: 14. Jul 2017, 13:16 Uhr

Hallo zusammen,

längere Zeit beschäftige ich mich schon mit dem Thema wie man stilistisch Prüfungspunkte, die unproblematisch gegeben sind, formulieren kann ohne den Gutachtenstil zu verlassen aber auch ohne sich dem Vorwurf auszusetzen man würde unproblematisches thematisieren oder Zeit verschwenden/ verlieren.

Bei meinen Recherchen bin ich auf den Feststellungsstil gestoßen.

Dabei wird der Obsersatz regulär ausformuliert, doch werden Definition und Subsumtion zusammen mit dem Ergebnis vermischt, allerdings ohne deren Reihenfolge zu missachten. Das ganze lässt sich auch auf Tatbestände ausweiten

Das sieht dann in etwa so aus; ein Teil des Sachverhaltes sieht wie folg aus:

A schlug B mit der Faust ins Gesicht, weil ihm dessen Frisur nicht gefiel, sodass dieser blutend zu Boden ging.

Strafbarkeit von A?

A. § 223 I StGB

A könnte sich gem § 223 I StGB strafbar gemacht haben, indem er B ins Gesicht schlug, sodass dieser Bluten zu Boden ging.

I. Tatbestand

A müsste den B vorsätzlich, kausal und objektiv zurechenbar in seiner Gesundheit verletzt haben

Indem A dem B ins Gesicht schlug rief er bei diesem einen pathologischen Zustand in Form einer blutenden Verletzung hervor und ließ ihm dadurch ebenfalls eine das körperliche Wohlbefinden nicht unerheblich beeinträchtigende Behandlung zu teil werden.
Hätte er B nicht geschlagen wäre dieser nicht verletzt worden, was dem A auch als sein Werk objektiv zurechenbar ist.
Ebenso wollte A den B verletzten, sodass seine Handlung vorsätzlich war.

Daher erfüllte A den Tatbestand.

II. Rechtswidrigkeit und Schuld

Weder sind Rechtfertigungs- noch Entschuldigungsgründe ersichtlich.

III. Ergebnis

Indem A dem B ins Gesicht schlug machte sich A gem. § 223 I StGB strafbar.



Mir ist es bisher passiert, dass manche Korrektoren ein derartiges Vorgehen kommentarlos abharkten, einigen selbst diese Ausführung noch zu viel waren, andere hingegen zunächst immer einen ordentlichen Gutachtenstil verlangten, im Verlauf der Arbeit dann aber Kurzformulierungen zuließen und andere wieder zunächst beim erstmaligen Auftauchen einer Definition ordentlichen Stil erwarteten, im Anschluss jedoch Verweise nach oben genügen ließen, teilweise sogar auf Ganze Anspruchsprüfungen, die sich letztlich nur wiederholt hätten in weiten teilen.

Ständig begleiten mich daher die teils nervigen Gedanken beim Formulieren der Reinschrift, in wie fern ich nun Zeit aufwenden sollte auf Prüfpunkte, die eigentlich völlig langweilig und problemlos vorliegen. Ich mag das überhaupt nicht und würde am liebsten nur mit einem Satz kurz auf deren Verwirklichung hinweisen um mich dem Kern der Klausur in Ruhe widmen zu können.

Wie würdet ihr in einer Examensklausur derartiges formulieren ohne dabei Zeit für die Bearbeitung der Schwerpunkte abzuschneiden oder sich dem Vorwurf einer schlechten Schwerpunktsetzung auszusetzen?

P.s.: Ich habe extra ein Beispiel des Strafrechts gewählt, weil dort die Reinschrift erfahrungsgemäß immer die meiste Zeit, idR. bis zu 3,5h, in Anspruch nimmt. Beim ZR hingegen benötige ich meist 3h zur Reinschrift, gleiches gilt bei ÖR, doch kürze ich besonders bei ZR sehr gerne unproblematisches ab.

SkyB

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