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Examensstress

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(Gesundheits-)Zustand nach dem Examen?

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(Gesundheits-)Zustand nach dem Examen?

Beitrag von narcissa erstellt am: 26. Nov 2011, 01:42 Uhr

Gibt es hier außer mir noch Leute, die durch den Stress gesundheitliche Probleme bekommen haben?

Ich hab es ja seit zwei Wochen endlich alles hinter mir, leide aber weiterhin(!) fast durchgängig an Magenschmerzen und Übelkeit. Appetit ist wenig bis gar nicht vorhanden. (Wie auch, wenn einem dauernd schlecht ist?...) Darüber hinaus versetzen mich teils nichtige Anlässe (auch solche, die nichts mit Jura zu tun haben) in irrationale Angst und ich bin schreckhaft geworden. Das war vor der ganzen Examensphase, die sich bei mir inklusive einmal Durchfallen über gut anderthalb Jahre erstreckt hat, nicht der Fall gewesen. Mir kommt es vor, als hätte ich irgendwie eine "Macke" davongetragen...

Ich wollte nach dem Examen viel Sport machen, viel rausgehen... Nun ist es aber so, dass ich irgendwie immer noch erschöpft bin und meist auf der Couch bleibe.

Ich war eine Woche vor der Mündlichen beim Hausarzt mit allen möglichen Symptomen, inklusive den oben Genannten, weil ich schlimmste Krankheiten vermutete. (Bloß nie Google zu Rate ziehen, wenn es irgendwo piekst...) Der diagnostizierte sehr schnell ein Burn-Out. Nur das müsste doch inzwischen weg sein? Ich befürchte jetzt aber, dass mir der Mist bleibt. :cry: Ok, die anderen Beschwerden (Dauerkopfschmerzen, Augenschmerzen, Herzstolpern, Kribbeln/Stechen in Armen und Beinen) sind schon ganz oder fast ganz verschwunden, aber die Magenprobleme und Schreckhaftigkeit/Neigung zu Angst halten sich hartnäckig. Kennt das vielleicht jemand? Ich weiß auch irgendwie nicht, was ich noch machen soll. Examen ist ja nun vorbei und eigentlich sollte ich mich in tiefer (geistiger) Entspannung befinden, bis das Ref anfängt. Die nächsten Jahre von in Hühnersuppe geweichtem Zwieback und Babybrei sowie Tee zu leben, erscheint mir nicht so reizvoll... :cry:

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Beitrag von donut erstellt am: 26. Nov 2011, 09:51 Uhr

Ich selbst habe keine Erfahrungen mit solchen Problemen. 2 Wochen erscheinen mir aber nicht unbedingt viel, wenn man eine 18monatige Dauerstressphase hatte, die die Erkrankung ausgelöst hat. Für die Heilung eines Burn-outs werden jedenfalls mehrere Wochen bis Monate angesetzt, je nach indviduellem Krankheitsbild.

Du solltest wirklich versuchen dich aufzuraffen, und deine Zeit mit Bewegung, Spaß und Entspannung verbringen. Auch das muss der Körper/Geist wieder lernen!

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Beitrag von Alexander erstellt am: 26. Nov 2011, 09:51 Uhr

@Burn Out: das braucht länger. Meiner Erfahrung aus dem pers. Umfeld nach mindestens mehrere Monate.

Aber mach doch erstmal vier Wochen Urlaub (Balkonien reicht ja) und schau im nächsten Jahr weiter. Vielleicht ist es nicht so schlimm und dann wieder gut.

Wenn du für Sport noch zu müde bist, mach lieber kleine Spaziergänge. Bitte ggf. Leute, dich zu begleiten, damit du dich aufraffst.
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Beitrag von joee78 erstellt am: 26. Nov 2011, 12:10 Uhr

Das wird auf jeden Fall wieder, wenn der Stress vorbei ist. Vielleicht hast du ne Gastritis, die kann schon mal ein paar Wochen dauern.
Sind Sie ein Mensch? Sowas Ähnliches, ich bin Anwalt.

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Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 26. Nov 2011, 14:09 Uhr

Wenn's wirklich Burnout ist, dann ist da mit 2 Wochen gar nichts zu wollen.

Leute mit Burnout werden meistens mehrere Monate, manchmal sogar ein, zwei Jahre krankgeschrieben....

Durch die ganze Überflutung mit Stresshomonen und dem ständigen Szenario Examen im Kopf bildet das Gehirn Furchtstrukturen in den neuronalen Mustern. Sowas baut sich nur langsam wieder ab und dafür braucht man in dem Sinn Ruhe, dass der Stress runtergeht.

Von der Überflutung mit Stresshormonen kommt auch die Müdigkeit. Beim Burnout ist typisch, dass Ruhe und Erholung auf der Couch nichts mehr bringt. Der Schlaf und die Erholung führt nicht zum Auftanken und zur Erholung, wie es sonst war.

Fang' an und mach' sehr viele Spaziergänge und Stadtbummel. Lenk' Dich ab, mach' schöne Sachen.

Und mit der Zeit Sport, Ausdauersport jeder Art. Und Urlaub, Umgebungswechsel, Natur sind gut. Tiere sind gut. Fernsehen tut gut.

Und nicht reinsteigern und unter Druck setzen. Das war viel Stress. Der Körper hat gelitten und das Gehirn auch. Man erholt sich nicht so schnell davon, wie man sich das vorstellt.

Hab' ja ähnliche Probleme:

Ärztlicher Rat:

"Nach dem Examen nehmen Sie erst mal eine längere Auszeit und tun wirklich mal was für sich!!".

Das wäre zu beachten, wenn man wirklich ausgebrannt ist. Je mehr Sport man macht, desto besser kommt man da durch. Nur man hat halt keinen Bock drauf, da muss man eben mit Spaziergängen anfangen...


:)

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Beitrag von la-loca erstellt am: 26. Nov 2011, 14:20 Uhr

Ich finde auch, dass körperliche Fitness unheimlich wichtig ist.
War ich zwei Tage nicht joggen, kann ich auch geistig keine guten Leistungen mehr vollbringen und fühle mich träge.

Ich glaube auch, dass Yoga oä sehr gut tut. Das habe ich leider nur ganz selten gemacht.
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Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 26. Nov 2011, 15:32 Uhr

Meditieren ist dafür auch sehr gut.

Und einen Tagesablaufplan machen, damit man wieder Struktur bekommt und nicht ganz versackt.

Sehr wichtig ist auch: Freunde treffen, Kontakte pflegen, einfach quatschen... Das Gehirn braucht mal neue Impulse... Nicht immer nur Globalzession und Wegnahme und Erledigung... :lol:

Ich finde dieses Buch für Meditation ganz gut:

http://www.amazon.de/Meditation-f%C3%BC ... _pr_sims_i

Das ist wirklich ganz nett aufgemacht und für Einsteiger sehr zu empfehlen. Man kann ausprobieren, was man mag und was einem zu abefahren ist, kann man einfach weglassen. :wink:

Und ich finde die hier nett:

http://www.amazon.de/Gl%C3%BCckomin-Vit ... 3629101852

Davon gibt's einige, sind ganz lustig und hilfreich, wenn man sich nicht so wirklich motivieren kann:

http://www.amazon.de/s/?ie=UTF8&keyword ... 058s5hrl_e

Diese kleinen Bücher wirken so läppisch. Aber alles, was da nett und goldig drin steht und peppig dargeboten wird, kommt aus der Verhaltenstherapie, aus dem Motivationstraining und der Glückforschung.

Kann ganz gute Impulse geben, wenn man grade schlaff ist und es nicht wirklich besser wird. Es gibt einem so ein bisschen neuen Schwung..., wenn man Glück hat...

:wink:

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Beitrag von narcissa erstellt am: 26. Nov 2011, 16:33 Uhr

Hmm ich hab mir gerade vorgenommen, dass mit mehreren Jahren Burn-Out nix ist :wink: Bis zum Ref hab ich sozusagen Schonzeit, aber dann sollte sich das alles auch wieder gegeben haben...

Aber gut, das beruhigt mich etwas, dass dieses "Nachwirken" wohl typisch ist. In einigem was beschrieben wurde hab ich mich genau wiedererkannt. Schlaf und Couch bringen tatsächlich nichts. Bei/nach dem Sport oder wenn man draußen war, fühlt man sich wirklich besser - es ist das Aufraffen und auch die Einhaltung eines "vernünftigen" Rhythmus. :?

Werde mir die Bücher mal ansehen, wobei mein Fitnesscenter wohl auch Yogakurse im Programm hat...

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Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 26. Nov 2011, 18:01 Uhr

Hey Du! :)

Das ist doch genau das, was ich meine: Nicht durchdrehen!

Wart's einfach mal ab, wie es sich entwickelt. Ernstnehmen ja, aber bitte nicht so, dass man gleich denkt:"Oh Gott, tiefes, böses, schwarzes Schwächeloch, da komm' ich nie wieder raus!" und auch nicht das Gegenteil:"Kann mir doch nicht passieren! Einfach tun, als hätte man nix bemerkt!".

Beide Haltungen helfen nicht weiter, sondern damit geht's noch schneller Berg ab. Nimm' den Mittelweg! Kümmere Dich darum, dass es besser wird. Mehr musst Du aber auch nicht machen.

Nimm' die Tipps auf und Du wirst sehen, es wird mit der Zeit helfen. Und wenn Du mit dem Bauch und dem Essen soviel Ärger hast, dann ruf' 'ne Internetapotheke an und lass' Dich beraten.

Wenn's vegatative Nervensystem spinnt, kann man auch mal Vomacur oder sowas nehmen. Davon, dass Du immer dünner wirst, wird's nicht besser. Und Sport geht so ja auch nicht.

Was noch mal für 'ne Weile ok wäre, wäre Lasea (Lavendelöl gegen Ängste) und Johanniskraut-Tabletten. Das kann ganz gut helfen und kriegt keiner mit...

Und wenn das alles nicht hilft, dann kannst Du echt nochmal zum Arzt gehen.

Aber ich denke, Du hast nur den Post-Examens-Blues.... Der geht in den meisten Fällen wieder weg, wenn man sich ein bisschen um ihn kümmert. :wink:

Ja, kuck' einfach, womit Du sowas wie einen Wellness-Effekt hast... Dann bist Du auf dem richtigen Weg. Beim Sport und so gilt: Mach' Dich richtig müde, richtig auspowern, damit wird der Schlaf besser und tiefer und das spielt eine ganz entscheidende Rolle bei dieser Geschichte.

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Beitrag von narcissa erstellt am: 11. Dez 2011, 21:59 Uhr

Der Witz ist gerade, ich arbeite momentan beim Zirkus... jeden Tag zehn Stunden, viel Rumgerenne, kalt etc, und mir geht es körperlich/emotional besser als zu Examenszeiten :shock:

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Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 12. Dez 2011, 22:26 Uhr

Ach, das klingt ja gut, narcissa. Schön, dass sich der Examensstress bei Dir langsam aus dem Körper ausschleicht.

Was machst Du denn beim ZIRKUS??? :shock:

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Beitrag von joee78 erstellt am: 13. Dez 2011, 14:02 Uhr

Pferdebesitzerin. Kombiniere: Reiten. :wink:
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Beitrag von narcissa erstellt am: 13. Dez 2011, 20:30 Uhr

Mars-Maus hat geschrieben:Ach, das klingt ja gut, narcissa. Schön, dass sich der Examensstress bei Dir langsam aus dem Körper ausschleicht.

Was machst Du denn beim ZIRKUS??? :shock:


Geld verdienen :wink: Geld ist nie verkehrt :)

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Beitrag von noway erstellt am: 15. Mär 2012, 23:28 Uhr

Es wäre schön, wenn ich nach dem Examen gesundheitliche Probleme hätte. Ich hab leider vor dem Examen und sehr üble sogar. Ich bin bis 4 Uhr morgens wach und ganzen Tag unkonzentriert, müde, abgeschlagen. Ich hab alles mögliche versucht, früher ins Bett gegangen usw. aber alles fehlgeschlagen. Was mache ich, wenn ich während des Examens auch so fertig bin, darüber mache ich mir jetzt am meisten sorgen. Wenn ihr mir jetzt Kaffee,frische Luft etc vorschlägt: ich hab schon alles probiert. Ich trinke sogar morgens 2 Dosen Redbull, um wach zu werden alles aber ohne Erfolg.

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Beitrag von Alexander erstellt am: 16. Mär 2012, 00:28 Uhr

Und wenn du erst um 4h ins Bett gehst, dann aber bis 11h schläfst?
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