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Examensstress

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(Gesundheits-)Zustand nach dem Examen?

Kurz vorm durchdrehen? Wenn Du über Examensstress oder Versagensängste schreiben willst, bist Du hier richtig

Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 16. Mär 2012, 07:54 Uhr

Du musst gegen Abend richtig Sport machen, Dich auspowern. Dann dürfte das mit dem Schlaf klappen. Wichtig ist, dass Du da wieder eine geregelte Struktur reinbringst und eben nicht bis 4 Uhr morgens wach rumhockst und grübelst, aber doch nicht lernst.

Wenn das nicht funktioniert, würde ich mir überlegen, ob ich nicht zum Arzt gehen soll und einen Rücktritt beantragen.

Wichtig ist, dass Du dran denkst und Dir auch sagst, dass Du beim Lernen viele Dinge aufschnappen wirst und Dir mehr merken kannst, als Du selber mitbekommst.

Und wenn man konzentriert 2 Monate lernt, dann kann man viel schaffen. Und alles fragen sie sowieso nicht, bei vielem wird es sich nicht auswirken, dass Du es nicht gelernt hast.

Das musst Du jetzt sehen, was in Deinem Fall der Weg ist: Durchziehen oder Antrag ans JPA auf Genehmigung des Rücktritts aus wichtigem Grund.

Ist natürlich immer auch die Frage, ob man einen Rücktritt finanziell stemmen kann.

Alles Gute!

Mars-Maus

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Beitrag von joee78 erstellt am: 16. Mär 2012, 11:13 Uhr

So ein Rücktritt wird wohl kaum genehmigt, da prüfungsbedingte psychische Störungen keinen Rücktrittsgrund darstellen. Du müsstest schon eine darüber hinausgehende Erkrankung haben und nachweisen (z.B. Depressionen).

Ansonsten wie Mars-Maus sagt: Viel Sport, das senkt das Stresslevel. Für die ersten Tage der Klausuren würde ich mir beim Arzt ein Schlafmittel verschreiben lassen, damit schläfst du sofort ein. An Klausurtagen kannst du dir ein Wachbleiben bis 4 Uhr nicht erlauben, mit 2 Stunden Schlaf bist du nicht fit genug.

Drück dir die Daumen!
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Beitrag von noway erstellt am: 16. Mär 2012, 11:47 Uhr

dann erledigt sich meine Frage an Mars Maus, ob es möglich ist zurückzutreten. Naiverweise, habe ich mich sofort zur Prüfung gemeldet, nach dem ich vorher einmal durchgefallen bin, ohne vorher drei Monate zu warten. So hätte ich etwas mehr Zeit um mich vorzubreiten. Ich hätte nicht gedacht, dass man auch körperliche Beschwerden bekommt. Ist es nicht depremmierend ( bzw depressiv) genug, wenn man schon mal durchgefallen ist?

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Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 16. Mär 2012, 12:04 Uhr

Damit hat sich gar nix erledigt.

Das, was Du hier schilderst, kann gut der Anfang einer Depression sein und die wird - meines Wissens nach - anerkannt und zwar nicht als prüfungsbedingte Erkrankung. Das kann doch keiner wissen, ob Du prüfungsbedingt depri bist/burnout bist oder vielleicht wegen Liebeskummer, Geschwisterkonkurrenz und Familienzoff.

Wenn in einem ärztlichen Attest drin stünde (muss der halt reinschreiben), dass es eben Diagnose xyz, z.B. Depression, ist und diese Erkrankung nicht prüfungsbedingt ist, dann müssen die vom JPA das entweder so akzeptieren oder widerlegen. So einfach kommen die über eine ärztliche Aussage auch nicht weg. Und wenn, dann wäre es höchst angreifbar. Die dürfen nicht einfach eine Bauchentscheidung treffen, sondern sind ans Gesetz gebunden.

Außerdem sind wir hier vor der Prüfung selbst. Es sind zwei Monate weg. Da gelten z.B. in meinem Bundesland andere Spielregeln als beim Rücktritt in der Prüfung. Es geht hier dann auch bei einer Erkrankung, die das Lernen verhindert hat, bzw. andere wichtige Gründe, die einen Rücktritt rechtfertigen.

Ich denke, so ein Fall liegt hier vor. Aber Du musst das gegenüber dem JPA eben auch geltend machen und nachweisen. Im Vorfeld zur Prüfung geht hier der Rücktritt wegen wichtigem Grund (wegen Erkrankung) allein mit ärztlichen Attesten und ohne Amtsarzt.

Wenn das der zweite Versuch ist, würde ich den Rücktritt versuchen. Und zwar umgehend. Dafür läufst Du dann offiziell als psychisch krank. Das ist der Nachteil. Aber sowas kann man ja dann auch eines Tages wieder als Etikett loswerden. Das ist Deine Entscheidung, ob Du lieber alles auf eine Karte setzt oder die Notbremse zu ziehen versuchst.

Bei der derzeitigen Verfassung würde ich Dir abraten, es durchzuziehen, wenn Du nicht musst. 2 Monate sind nicht viel, Du stehst vorm 2. Versuch und es geht Dir nicht gut und das geht nicht über Nacht weg. Sehe ich eher als Himmelfahrtskommando an, obwohl sowas durchaus klappen kann. Bei mir hat der 2. Versuch vom 1. Examen mit fast gar keiner Vorbereitung geklappt.

Aber dass das bei Dir auch klappt, kann man nicht garantieren.

EDIT:

Der Rücktritt wird nicht automatisch klappen, aber er hat Erfolgsaussichten. Es hängt dann maßgeblich davon ab, was in den ärztlichen Attesten steht, ob die noch einen Amtsarzt-Termin haben wollen...

Blick in die JAPrO Deines Ausbildungsbundeslandes. Kontakt zum JPA aufnehmen und fragen, wie es mit einem Rücktritt zum jetzigen Zeitpunkt steht, welche Voraussetzungen, Möglichkeiten es gibt. Man muss sich halt da geschickt verhalten, darf nicht zuviel von sich sagen, nur halt länger krank, kann nicht das Examensvorbereitung und geht nicht schnell wieder weg. Es geht vor allem um die Zeiträume, die man außer gefecht war. Ein Arzt kann auch mal reinschreiben:

"Rückblickend ist festzustellen, dass... schon seit Anfang des Jahres... an dieser Symptomatik leidet, jedoch wurde von... nicht erkannt, dass es sich hierbei um das Anfangsstadium der Erkrankung handelte... Die Arbeitsstörungen bestehen daher seit.... und somit war eine regelgerechte Examensvorbereitung seit.... nicht mehr möglich... Blablabla..."

Der Unterschied ist halt, dass Du da noch zu einem Arzt Deines Vertrauens gehen kannst und der schreibt meistens was, was Dir hilft. Aber der Amtsarzt ist ein Fremder, der zum Amt gehört und die sind auch oft daneben, haben keine Ahnung und schreiben dann Atteste, die einem eher schaden als helfen, oft sind die auch einfach inhaltich falsch.

Und wenn der Rücktritt gar nicht möglich ist, warum auch immer:

In 2 Monaten kann man sehr viel lernen, wenn man sich zusammennimmt und nicht durchdreht. Das kann man schaffen, wenn man sich die wichtigsten Basics reinzieht, den Rest weglässt, und die Zeit nutzt. Mach' trotzdem regelmäßige Pausen.

Kopf hoch! Du hast noch nicht verloren!! Noch hast Du Möglichkeiten, die noch nicht ausgereizt sind.

So, mehr kann ich leider nicht helfen.

Mars-Maus

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Beitrag von noway erstellt am: 16. Mär 2012, 16:06 Uhr

Mars-Maus hat geschrieben:Damit hat sich gar nix erledigt.

Das, was Du hier schilderst, kann gut der Anfang einer Depression sein und die wird - meines Wissens nach - anerkannt und zwar nicht als prüfungsbedingte Erkrankung. Das kann doch keiner wissen, ob Du prüfungsbedingt depri bist/burnout bist oder vielleicht wegen Liebeskummer, Geschwisterkonkurrenz und Familienzoff.

Wenn in einem ärztlichen Attest drin stünde (muss der halt reinschreiben), dass es eben Diagnose xyz, z.B. Depression, ist und diese Erkrankung nicht prüfungsbedingt ist, dann müssen die vom JPA das entweder so akzeptieren oder widerlegen. So einfach kommen die über eine ärztliche Aussage auch nicht weg. Und wenn, dann wäre es höchst angreifbar. Die dürfen nicht einfach eine Bauchentscheidung treffen, sondern sind ans Gesetz gebunden.

Außerdem sind wir hier vor der Prüfung selbst. Es sind zwei Monate weg. Da gelten z.B. in meinem Bundesland andere Spielregeln als beim Rücktritt in der Prüfung. Es geht hier dann auch bei einer Erkrankung, die das Lernen verhindert hat, bzw. andere wichtige Gründe, die einen Rücktritt rechtfertigen.

Ich denke, so ein Fall liegt hier vor. Aber Du musst das gegenüber dem JPA eben auch geltend machen und nachweisen. Im Vorfeld zur Prüfung geht hier der Rücktritt wegen wichtigem Grund (wegen Erkrankung) allein mit ärztlichen Attesten und ohne Amtsarzt.

Wenn das der zweite Versuch ist, würde ich den Rücktritt versuchen. Und zwar umgehend. Dafür läufst Du dann offiziell als psychisch krank. Das ist der Nachteil. Aber sowas kann man ja dann auch eines Tages wieder als Etikett loswerden. Das ist Deine Entscheidung, ob Du lieber alles auf eine Karte setzt oder die Notbremse zu ziehen versuchst.

Bei der derzeitigen Verfassung würde ich Dir abraten, es durchzuziehen, wenn Du nicht musst. 2 Monate sind nicht viel, Du stehst vorm 2. Versuch und es geht Dir nicht gut und das geht nicht über Nacht weg. Sehe ich eher als Himmelfahrtskommando an, obwohl sowas durchaus klappen kann. Bei mir hat der 2. Versuch vom 1. Examen mit fast gar keiner Vorbereitung geklappt.

Aber dass das bei Dir auch klappt, kann man nicht garantieren.

EDIT:

Der Rücktritt wird nicht automatisch klappen, aber er hat Erfolgsaussichten. Es hängt dann maßgeblich davon ab, was in den ärztlichen Attesten steht, ob die noch einen Amtsarzt-Termin haben wollen...

Blick in die JAPrO Deines Ausbildungsbundeslandes. Kontakt zum JPA aufnehmen und fragen, wie es mit einem Rücktritt zum jetzigen Zeitpunkt steht, welche Voraussetzungen, Möglichkeiten es gibt. Man muss sich halt da geschickt verhalten, darf nicht zuviel von sich sagen, nur halt länger krank, kann nicht das Examensvorbereitung und geht nicht schnell wieder weg. Es geht vor allem um die Zeiträume, die man außer gefecht war. Ein Arzt kann auch mal reinschreiben:

"Rückblickend ist festzustellen, dass... schon seit Anfang des Jahres... an dieser Symptomatik leidet, jedoch wurde von... nicht erkannt, dass es sich hierbei um das Anfangsstadium der Erkrankung handelte... Die Arbeitsstörungen bestehen daher seit.... und somit war eine regelgerechte Examensvorbereitung seit.... nicht mehr möglich... Blablabla..."

Der Unterschied ist halt, dass Du da noch zu einem Arzt Deines Vertrauens gehen kannst und der schreibt meistens was, was Dir hilft. Aber der Amtsarzt ist ein Fremder, der zum Amt gehört und die sind auch oft daneben, haben keine Ahnung und schreiben dann Atteste, die einem eher schaden als helfen, oft sind die auch einfach inhaltich falsch.

Und wenn der Rücktritt gar nicht möglich ist, warum auch immer:

In 2 Monaten kann man sehr viel lernen, wenn man sich zusammennimmt und nicht durchdreht. Das kann man schaffen, wenn man sich die wichtigsten Basics reinzieht, den Rest weglässt, und die Zeit nutzt. Mach' trotzdem regelmäßige Pausen.

Kopf hoch! Du hast noch nicht verloren!! Noch hast Du Möglichkeiten, die noch nicht ausgereizt sind.

So, mehr kann ich leider nicht helfen.


danke mars maus für die motivierenden wörter. ich dachte auch, wenn ich tag und nacht lerne, dass es mir gelingen wird aber manchmal habe ich phasen, so wie jetzt, wo ich zwei drei tage einfach nichts machen kann, mal erkältet, mal schlaflos. es kommen immer diese unterbrechungen dazwischen, die mich noch mehr verunsichern.
ich werde hingehen, vielleicht klappt es ja. vielleicht aber vermassele ich meine letzte chance

noway

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Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 16. Mär 2012, 17:40 Uhr

Ja, wenn das die Entscheidung ist, dann ist sie das.

Aber Tag und Nacht lernen kann man nicht. Mehr als 10 Stunden ist absolut unrealistisch. Mach' lieber weniger pro Tag, nimm' Dir ein Quantum vor, dass Du Dir halbwegs erträglich vorstellen kannst, das Du auch durchhalten kannst. Im Moment geht ja gar nix mehr.

Dann mach' lieber 20 % von dem, was sein sollte, als zu 100 % gar nix! :idea:

Beschränke Dich auf die wichtigsten Sachen. In ZivilR hat unser AG-Leiter immer gesagt, er würde nur ZPO und die ersten fünf Bücher BGB lernen und vom ZivilR alles Andere weglassen.

Und lass' Dich von Fehlern nicht entmutigen. Es kann gut sein, dass Du's genau im Examen dann doch nicht mehr falsch machst. Das Adrenalin macht uns da immer irgendwie leistungsfähiger und schlauer.

Positiv denken und bleiben. Und am besten gar nicht drüber nachdenken.

Ich glaube, Du hast eine ganz realisitische Chance. Mach' Dich abends müde, dann knickst Du weg und der Schlaf wird tiefer und insgesamt wird es Dir besser gehen, weil der Sport auch ausgleichend und stimmungsaufhellend wirkt. Machen, ob man Bock hat oder nicht, darf einen nicht abhalten.

Und in NRW kriegt man den Gandenversuch ja wirklich sehr leicht, ist bei uns hier anders. Also, echt, noway, jetzt nicht alles schwarzsehen, sondern auch mal dran glauben, dass es auch gut ausgehen kann.

Bonne chance! :wink:

Mars-Maus

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Re: (Gesundheits-)Zustand nach dem Examen?

Beitrag von Lilith erstellt am: 17. Mär 2012, 19:14 Uhr

narcissa hat geschrieben:Gibt es hier außer mir noch Leute, die durch den Stress gesundheitliche Probleme bekommen haben?

Ich hab es ja seit zwei Wochen endlich alles hinter mir, leide aber weiterhin(!) fast durchgängig an Magenschmerzen und Übelkeit. Appetit ist wenig bis gar nicht vorhanden. (Wie auch, wenn einem dauernd schlecht ist?...) Darüber hinaus versetzen mich teils nichtige Anlässe (auch solche, die nichts mit Jura zu tun haben) in irrationale Angst und ich bin schreckhaft geworden. Das war vor der ganzen Examensphase, die sich bei mir inklusive einmal Durchfallen über gut anderthalb Jahre erstreckt hat, nicht der Fall gewesen. Mir kommt es vor, als hätte ich irgendwie eine "Macke" davongetragen...

Ich wollte nach dem Examen viel Sport machen, viel rausgehen... Nun ist es aber so, dass ich irgendwie immer noch erschöpft bin und meist auf der Couch bleibe.

Ich war eine Woche vor der Mündlichen beim Hausarzt mit allen möglichen Symptomen, inklusive den oben Genannten, weil ich schlimmste Krankheiten vermutete. (Bloß nie Google zu Rate ziehen, wenn es irgendwo piekst...) Der diagnostizierte sehr schnell ein Burn-Out. Nur das müsste doch inzwischen weg sein? Ich befürchte jetzt aber, dass mir der Mist bleibt. :cry: Ok, die anderen Beschwerden (Dauerkopfschmerzen, Augenschmerzen, Herzstolpern, Kribbeln/Stechen in Armen und Beinen) sind schon ganz oder fast ganz verschwunden, aber die Magenprobleme und Schreckhaftigkeit/Neigung zu Angst halten sich hartnäckig. Kennt das vielleicht jemand? Ich weiß auch irgendwie nicht, was ich noch machen soll. Examen ist ja nun vorbei und eigentlich sollte ich mich in tiefer (geistiger) Entspannung befinden, bis das Ref anfängt. Die nächsten Jahre von in Hühnersuppe geweichtem Zwieback und Babybrei sowie Tee zu leben, erscheint mir nicht so reizvoll... :cry:


Das mit den Ängsten hört sich nicht gut an, wenn du dadurch auch noch schreckhaft geworden bist. Bei Entwicklung von richtigen Ängsten beginnt der Prozess meistens schleichend. Wichtig hier bei ist das du es ma beobachtest, ob es schlimmer wird und sich auf weitere Bereiche erstreckt. Wenn dem so ist, dann solltest du mal professionelle Hilfe zu rate ziehen duch einen Facharzt der sich mit Angst und Panikstörungen auskennt.
Hoffe für dich, dass es sich wieder legt und nicht zunimmt

Lilith

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Beitrag von noway erstellt am: 18. Mär 2012, 01:40 Uhr

Mars Maus, ich hab eine Freundin, die mit ihrem Psychologiestudium schon fertig ist. Nicht einmal sie kann so motivierend wirken. Bist du wirklich Juristin? oder hast du nebenbei auch etwas anderes studiert:)
:wink:
Ich muss jetzt nur noch versuchen, dass ich früher einschlafe und morgens aufnahmefähig bin. Ich bin momentan so fit, dass ich bis fünf Uhr morgens arbeiten könnte aber .... Du hast recht, in zwei Monaten kriege ich mit dem Rythmus auch noch hin:) :D

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Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 18. Mär 2012, 08:34 Uhr

noway hat geschrieben:Mars Maus, ich hab eine Freundin, die mit ihrem Psychologiestudium schon fertig ist. Nicht einmal sie kann so motivierend wirken. Bist du wirklich Juristin? oder hast du nebenbei auch etwas anderes studiert:)
:wink:


:lol:

Nee, ich bin "nur" Juristin. Und die Psycho-Fachleute können in den meisten Fällen leider wenig und oft gar nix. Aber es gibt welche, die sind richtig gut und haben's drauf. Und so einen hab' ich als "Mentor". Ich sag's immer: "Hör' auf die Gehirnforscher! Die wissen, wie man sein Gehirn richtig benutzt und man sich vor Stress schützen kann!".

Außerdem schadet ein bisschen Zen, Yoga und Spiritualität der Juristerei gar nicht, sondern eher das Gegenteil. Meditation macht unsere Gehirnwellen langsamer und dann sind wir entspannter. Es wird die rechte Gehirnhälfte stimuliert und dann fühlen wir uns mit der Welt verbunden, statt als Außenstehender und lauter solche Sachen gibt's da.

Wir gehen nicht gut mit unserem Gehirn um, weil wir das hier nicht lernen. Dann kommt sowas wie Examen, wo's noch mehr als üblich strapaziert wird..... Und dann macht's halt irgendwann Ärger, grübelt und ist wach, wenn es nicht wach sein sollte usw....

Wenn die östliche Lebensweise auf Juristen prallt:

http://www.youtube.com/watch?v=bAXvQ4Bw ... re=related

:lol: :lol: :lol:

Früher wurde das als Esoterikwelle belächelt, heute weiß man, dass und wie sowas hilft mit Stress umzugehen. Wir haben heute Lifestyle-TV-Sender, wo den ganzen Tag solche Themen kommen, Meditationsübungen unter Palmen und vor Bergkulisse über'n Bildschirm flimmern, wir haben neue Zeitschriften, Mindstyle-Magazine genannt....Nur wer keine Ahnung hat, belächelt sowas heute noch. Die Leute aus der Forschung, die sich mit diesen Dingen auseinandergesetzt haben, praktizieren das längst selber und persönliche erfolgreicher, belastbarer, ausgelichener und glücklicher. Das kommt von ganz allein, dass man motivierend auf andere wirkt, wenn man selber eine motivierte Grundhaltung hat.

Ich denke, ich war immer ein bisschen der Zeit voraus und grade das macht mir Spaß am Leben, immer wieder dazuzulernen und offen zu bleiben. Ein bisschen bluna sein ist gar nicht verkehrt. :P

Wenn's mit der Juristerei nicht florieren sollte, dann werde ich Yogalehrerin oder sowas!? :D Keep cool! 8) :lol:

Mars-Maus

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Beitrag von noway erstellt am: 19. Mär 2012, 23:26 Uhr

ich hab seit donnerstag migräne, ich kann in dieser phase gar nicht lernen. ich nehme zwar tabletten aber davon bekomme ich, wie heute, übelkeit und schüttelfrost. heute habe ich mich gegen 20,30 uhr hingelegt aber es klappt einfach nicht. mir ist so kalt, dass ich mir eine warmflasche gemacht habe . ich weiss, hier ist kein medforum aber habt ihr auch manchmal solche phasen, dass ihr, sowie ich tagelang nichts lernen könnt. da ich nicht soviel zeit habe, setzt mich das noch mehr unterdruch (oder vielleicht gerade deshalb?).

noway

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Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 20. Mär 2012, 08:33 Uhr

Die meisten Studis und Refis haben solche Phasen. Mit dem Lernen ist es immer ein Auf und Ab, besonders, wenn man dann unter Druck ist.

Migräne heißt eh, dass man nix machen kann, also leg' Dich halt hin, wenn der Körper das Erreichen der Stop-Grenze erreicht hat und ruh' aus.

Insgesamt:

Zwei Monate sind doch einige Tage. Lass' alles, was nicht hochexamensverdächtig ist, weg und lern' halt noch soviel, wie geht. Und dann denk' nicht mehr weiter drüber nach. Du kannst einfach nicht die Zeit zurückdrehen und die Umstände nicht ändern.

Nimm's, wie's kommt, sonst nimmt es Dich.

Vielleicht findest Du ja noch Hilfe, damit Du wenigstens einen Teil der sonstigen Pflichten delegieren kannst. Und dass man Dir vorab so übel das Bein gestellt hat, wie Du mir in der PN geschrieben hast, ist wahrlich schrecklich. Aber wichtig ist jetzt, dass Du an Deine Zukunft denkst. Erst mal nur an die Prüfung denken und alles Andere wird sich danach klären. Klar, solche Rückschläge sind schlimm und gehen nicht einfach an einem vorbei. Aber grade diese privaten Sachen werden sich wieder ändern und dann geht's Dir auch wieder gut. Konzentrier' Dich jetzt auf Dich, auf Dein Examen und lass' Dich nicht mehr da hängen und reinfallen. Du wirst wieder bessere Tage sehen. Manchmal muss man halt auch eine böse Durststrecke überstehen. Das Leben wird wieder gut weitergehen, sei trotz allem zuversichtlich und lass' den Kopf nicht hängen.

Und Option Rücktritt bzw. generell zum Arzt gehen, ist auch noch zu bedenken. Es gibt ja auch Medikamente, die mal für eine Zeit eingesetzt, helfen können, um so eine blöde Prüfung und Pleiten davor abzufedern.

Gnadenversuch gibt's auch noch in NRW und dort kriegt man ihn auch in aller Regel.

Außerdem kann's gut mit 2 Monaten Vorbereitung klappen.

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Beitrag von Alexander erstellt am: 20. Mär 2012, 11:16 Uhr

noway hat geschrieben:ich hab seit donnerstag migräne, ich kann in dieser phase gar nicht lernen. ich nehme zwar tabletten aber davon bekomme ich, wie heute, übelkeit und schüttelfrost. heute habe ich mich gegen 20,30 uhr hingelegt aber es klappt einfach nicht. mir ist so kalt, dass ich mir eine warmflasche gemacht habe . ich weiss, hier ist kein medforum aber habt ihr auch manchmal solche phasen, dass ihr, sowie ich tagelang nichts lernen könnt. da ich nicht soviel zeit habe, setzt mich das noch mehr unterdruch (oder vielleicht gerade deshalb?).


Ich kenne das Problem bisher nicht, toi toi toi.

Allerdings: Wenn ich krank bin, kuriere ich mich aus. Wenn ich mich mit Migräne und Schüttelfrost o. ä. an den Schreibtisch quälen würde, hätte ich gleich Sorge, dass die Krankheit deswegen länger dauert.

Am WE hatte ich ausnahmsweise mal Übelkeit + Kopfschmerzen (aber keine Tabletten da :roll: ). Da habe ich nur chillig ein bisschen in einem Lehrbuch geschmökert, ohne Zielvorgabe oder so.

Ich habe selbst in zwei Monaten die Klausuren zum 2. Stex. Aber sich deswegen verrückt zu machen bringt ja auch nichts.
Niemand hat das Recht zu gehorchen. - Arendt.
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Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 21. Mär 2012, 09:10 Uhr

Wenn's so schlimm ist, hilft nur noch ausruhen. Wichtig ist, trotzdem noch genug Schlaf zu kriegen. Wenn schlafen gar nicht mehr geht, mal eine Nacht auslassen und zwei Tage am Stück wachbleiben. Dann können die meisten endlich mal wieder richtig schlafen und kommen in den Tag-Nacht-Rhythmus zurück.

Und wenn's besser geht: Bewegung. Das ist das, was die Stresshormone im Blut abbaut. Man kann sich nicht beruhigen, wenn der Körper von Stresshormonen überschwemmt ist. Deshalb ist Bewegung so wichtig. Man muss ins Schwitzen kommen, etwa 30 Minuten langt, aber regelmäßig, jeden zweiten Tag flott Walken oder Schwimmen, Radfahren, Joggen, Tennis oder sonstiges Ausdauer- Kardiotraining ist das Richtige dafür. Wenn man ganz müde ist, spazierenlaufen, aber bitte halbwegs flott. Und auch einigermaßen viel Trinken, Austrocknen macht auch Kopfschmerzen und schlapp. Kreislauftropfen helfen auch mal weiter (Apotheker fragen, kann man auch online via Telefon, ist alles billiger als in den Apotheken vor Ort.)

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Beitrag von noway erstellt am: 25. Mär 2012, 23:01 Uhr

@mars maus
du gibts dir viel mühe, um anderen hilfreiche tipps zu geben, das ist für mich mittlerweile keine selbstverständlichkeit mehr, daher noch einmal danke:)

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Beitrag von narcissa erstellt am: 27. Mär 2012, 21:23 Uhr

noway hat geschrieben:Es wäre schön, wenn ich nach dem Examen gesundheitliche Probleme hätte. Ich hab leider vor dem Examen und sehr üble sogar. Ich bin bis 4 Uhr morgens wach und ganzen Tag unkonzentriert, müde, abgeschlagen. Ich hab alles mögliche versucht, früher ins Bett gegangen usw. aber alles fehlgeschlagen. Was mache ich, wenn ich während des Examens auch so fertig bin, darüber mache ich mir jetzt am meisten sorgen. Wenn ihr mir jetzt Kaffee,frische Luft etc vorschlägt: ich hab schon alles probiert. Ich trinke sogar morgens 2 Dosen Redbull, um wach zu werden alles aber ohne Erfolg.


Ging mir ebenso. Vor dem zweiten Versuch fing es ja an mit all den Problemen und Beschwerden, und gesteigert hat es sich bis zur Mündlichen. Paar Tage davor dann eine üble Mandelentzündung, wie ich sie seit meiner Kindheit nicht mehr hatte. Irgendwie hat es dennoch geklappt. Wie, vermag ich nicht zu sagen. Habe inzwischen auch vieles, was die Prüfung angeht, verdrängt. Zu Bestzeiten hab ich sechs Dosen Red Bull pro Tag getrunken, um noch irgendwie Konzentration aufbringen zu können und nicht einzuschlafen, hab ich mich dann hingelegt, hatte ich aber solche Panik vor der Prüfung und Herzrasen, dass ich nicht schlafen konnte, zurück an den Schreibtisch bin und mehr schlecht als recht weiter gelernt habe.

Auch jetzt, fünf Monate danach, geht es mir noch nicht wirklich gut. Etliche "Narben" sind geblieben, so zB die Angststörung, die hat nur jetzt den Schauplatz gewechselt von Prüfungsangst zu Krankheitsangst. Auch ist mir psychisch irgendwie alles zuviel, Leute zu treffen, ist mir zB meistens zu anstrengend.

Kenne auch einige - komischerweise bis auf eine Ausnahme auch nur Mädels - denen es so oder ähnlich geht. Für mich persönlich muss ich feststellen, dass mich der Abschluss nicht nur finanziell zur Ader gelassen hat.

narcissa

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