Passwort vergessen?   
Aktuelle Zeit: 21. Jan 2018, 04:03 Uhr


Examensstress

Du bist hier:   Startseite Die Examensvorbereitung Examensstress


(Gesundheits-)Zustand nach dem Examen?

Kurz vorm durchdrehen? Wenn Du über Examensstress oder Versagensängste schreiben willst, bist Du hier richtig

Beitrag von Alexander erstellt am: 20. Mär 2012, 11:16 Uhr

noway hat geschrieben:ich hab seit donnerstag migräne, ich kann in dieser phase gar nicht lernen. ich nehme zwar tabletten aber davon bekomme ich, wie heute, übelkeit und schüttelfrost. heute habe ich mich gegen 20,30 uhr hingelegt aber es klappt einfach nicht. mir ist so kalt, dass ich mir eine warmflasche gemacht habe . ich weiss, hier ist kein medforum aber habt ihr auch manchmal solche phasen, dass ihr, sowie ich tagelang nichts lernen könnt. da ich nicht soviel zeit habe, setzt mich das noch mehr unterdruch (oder vielleicht gerade deshalb?).


Ich kenne das Problem bisher nicht, toi toi toi.

Allerdings: Wenn ich krank bin, kuriere ich mich aus. Wenn ich mich mit Migräne und Schüttelfrost o. ä. an den Schreibtisch quälen würde, hätte ich gleich Sorge, dass die Krankheit deswegen länger dauert.

Am WE hatte ich ausnahmsweise mal Übelkeit + Kopfschmerzen (aber keine Tabletten da :roll: ). Da habe ich nur chillig ein bisschen in einem Lehrbuch geschmökert, ohne Zielvorgabe oder so.

Ich habe selbst in zwei Monaten die Klausuren zum 2. Stex. Aber sich deswegen verrückt zu machen bringt ja auch nichts.
Niemand hat das Recht zu gehorchen. - Arendt.
Benutzeravatar


Alexander

Rang: Star-Literat/-in
Star-Literat/-in
 
Beiträge: 2957


Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 21. Mär 2012, 09:10 Uhr

Wenn's so schlimm ist, hilft nur noch ausruhen. Wichtig ist, trotzdem noch genug Schlaf zu kriegen. Wenn schlafen gar nicht mehr geht, mal eine Nacht auslassen und zwei Tage am Stück wachbleiben. Dann können die meisten endlich mal wieder richtig schlafen und kommen in den Tag-Nacht-Rhythmus zurück.

Und wenn's besser geht: Bewegung. Das ist das, was die Stresshormone im Blut abbaut. Man kann sich nicht beruhigen, wenn der Körper von Stresshormonen überschwemmt ist. Deshalb ist Bewegung so wichtig. Man muss ins Schwitzen kommen, etwa 30 Minuten langt, aber regelmäßig, jeden zweiten Tag flott Walken oder Schwimmen, Radfahren, Joggen, Tennis oder sonstiges Ausdauer- Kardiotraining ist das Richtige dafür. Wenn man ganz müde ist, spazierenlaufen, aber bitte halbwegs flott. Und auch einigermaßen viel Trinken, Austrocknen macht auch Kopfschmerzen und schlapp. Kreislauftropfen helfen auch mal weiter (Apotheker fragen, kann man auch online via Telefon, ist alles billiger als in den Apotheken vor Ort.)

Mars-Maus

Rang: Star-Literat/-in
Star-Literat/-in
 
Beiträge: 1680


Beitrag von noway erstellt am: 25. Mär 2012, 23:01 Uhr

@mars maus
du gibts dir viel mühe, um anderen hilfreiche tipps zu geben, das ist für mich mittlerweile keine selbstverständlichkeit mehr, daher noch einmal danke:)

noway

Rang: Jungpoet/-in
 
Beiträge: 24


Beitrag von narcissa erstellt am: 27. Mär 2012, 21:23 Uhr

noway hat geschrieben:Es wäre schön, wenn ich nach dem Examen gesundheitliche Probleme hätte. Ich hab leider vor dem Examen und sehr üble sogar. Ich bin bis 4 Uhr morgens wach und ganzen Tag unkonzentriert, müde, abgeschlagen. Ich hab alles mögliche versucht, früher ins Bett gegangen usw. aber alles fehlgeschlagen. Was mache ich, wenn ich während des Examens auch so fertig bin, darüber mache ich mir jetzt am meisten sorgen. Wenn ihr mir jetzt Kaffee,frische Luft etc vorschlägt: ich hab schon alles probiert. Ich trinke sogar morgens 2 Dosen Redbull, um wach zu werden alles aber ohne Erfolg.


Ging mir ebenso. Vor dem zweiten Versuch fing es ja an mit all den Problemen und Beschwerden, und gesteigert hat es sich bis zur Mündlichen. Paar Tage davor dann eine üble Mandelentzündung, wie ich sie seit meiner Kindheit nicht mehr hatte. Irgendwie hat es dennoch geklappt. Wie, vermag ich nicht zu sagen. Habe inzwischen auch vieles, was die Prüfung angeht, verdrängt. Zu Bestzeiten hab ich sechs Dosen Red Bull pro Tag getrunken, um noch irgendwie Konzentration aufbringen zu können und nicht einzuschlafen, hab ich mich dann hingelegt, hatte ich aber solche Panik vor der Prüfung und Herzrasen, dass ich nicht schlafen konnte, zurück an den Schreibtisch bin und mehr schlecht als recht weiter gelernt habe.

Auch jetzt, fünf Monate danach, geht es mir noch nicht wirklich gut. Etliche "Narben" sind geblieben, so zB die Angststörung, die hat nur jetzt den Schauplatz gewechselt von Prüfungsangst zu Krankheitsangst. Auch ist mir psychisch irgendwie alles zuviel, Leute zu treffen, ist mir zB meistens zu anstrengend.

Kenne auch einige - komischerweise bis auf eine Ausnahme auch nur Mädels - denen es so oder ähnlich geht. Für mich persönlich muss ich feststellen, dass mich der Abschluss nicht nur finanziell zur Ader gelassen hat.

narcissa

Rang: Berufsdichter/-in
Berufsdichter/-in
 
Beiträge: 226


Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 28. Mär 2012, 22:27 Uhr

Versuch's mit Meditation, kannst Du ja einfach ein Anleitungsbuch mit CD kaufen. Das ist vielleicht stressfreier, als irgendwo einen Kurs zu machen, wo Du auch auf Leute triffst und man grade anfangs schlechter abschalten kann als privat zu Hause für sich.

Und es gibt einige Selbsthilfe-Bücher, die Arbeitsbücher sind, mit sowas kann man evtl. auch was ausrichten. Bevor man da zum Seelenklempner rennt, kann man mal 30 Euro investieren.

Das da z.B.:

http://www.junfermann.de/details.php/p_id/674724725

Aber es gibt auch andere, viele Leute haben ja Panikattacken und Angstzustände usw, da gibt's mittlerweile halt sozusagen fachliche Bücher für Betroffene, die wirklich ein bisschen was vermitteln und nicht diesen "Simplyfy your life"-Käse über die Leute kippen und die dann frustriert hinterlassen, weil das so nicht funktionieren kann.

Kannst Dich ja mal im Buchshop umschauen und Dir was zur Ansicht kommen lassen, evtl. kann Dir sowas helfen.

Das Gehirn wird von so'nem Stress sehr beansprucht und damit angeheizt worden und es muss sozusagen jetzt langsam wieder wie heiße Brennstäbe runterkühlen, je weniger Du Dich auf Stress einlässt und Ruhe bewahrst, gelassen bleibst, desto eher wird die Furchtstruktur wieder abgebaut. 5 Monate sind dafür halt noch zu wenig. Das geht alles sehr langsam, wenn's überhaupt allein wieder weggeht.

Aber Meditieren und Sport wäre gut, das hilft dem Kopp. Musik hören und Fernsehen ist auch gut.

Und egal, wie blöde es Dir geht: Triff' Dich mit Deinen Freunden weiterhin.

Mars-Maus

Rang: Star-Literat/-in
Star-Literat/-in
 
Beiträge: 1680


Beitrag von Slashx erstellt am: 29. Mär 2012, 10:47 Uhr

Kenne auch einige - komischerweise bis auf eine Ausnahme auch nur Mädels - denen es so oder ähnlich geht. Für mich persönlich muss ich feststellen, dass mich der Abschluss nicht nur finanziell zur Ader gelassen ha


Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich die Männer einfach volllaufen lassen, bis es besser geht ;-).

Slashx

Rang: Berufsdichter/-in
Berufsdichter/-in
 
Beiträge: 202


Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 29. Mär 2012, 11:45 Uhr

Slashx hat geschrieben:
Kenne auch einige - komischerweise bis auf eine Ausnahme auch nur Mädels - denen es so oder ähnlich geht. Für mich persönlich muss ich feststellen, dass mich der Abschluss nicht nur finanziell zur Ader gelassen ha


Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich die Männer einfach volllaufen lassen, bis es besser geht ;-).


Das ist wirklich so; Männer nehmen andere "Strategien", um damit "klarzukommen", Alk und sonstige Drogen sind da sehr beliebt. Aber es gibt ja auch legale Pflanzen, die einem bei solchen Problemen helfen könnten, die nur minimales Suchtpotential haben und da ganz gut dienlich sein könnten. Aber die kennen die meisten Leute hier ja nicht. Außerdem ist es dann die Frage, wie lange das hier geht, bis die nicht vielleicht doch verboten werden. Psychoaktive Stoffe sieht man ja hier vom Gesetzgeber nicht gerne. Aber wenn die nicht sonderlich gefährlich sind, dann gibt's auch keinen sachlichen Grund für ein Verbot, Kippen gibt's ja auch an jeder Ecke und Alk auch....

"Alkohol war sein Sanitäter und sein Rettungsboot...", hat ja schon Herbert Grönemeyer vertont und gesungen...

Aber ich glaube, dass so ein juristisches Staatsexamen deutlich die Suchtgefährdung erhöht.... :lol: :?

Mars-Maus

Rang: Star-Literat/-in
Star-Literat/-in
 
Beiträge: 1680


Beitrag von Kane erstellt am: 29. Mär 2012, 12:36 Uhr

Kein Plan. Mir gehts eigentlich so wie vorher. Ich hab ne Sehnenscheidenentzündung, das ist alles. Kam von den Probeklausuren. Wenn man 4 Pro Woche schreibt und immer zwischen 40-60 Seiten, dann passiert das schonmal.

Psychisch gehts mir gut. Also so wie immer halt.

Kane

Rang: Schriftsteller/-in
Schriftsteller/-in
 
Beiträge: 384


Beitrag von Slashx erstellt am: 29. Mär 2012, 12:54 Uhr

Wer vorher psychisch nicht 100% stabil war, wird durch das Examen garantiert nicht gerade stabiler werden.

Bin mittlerweile insgesamt vierfacher Examenskandidat, das ist langsam wie ein Spaziergang im Park für mich ... ;-)

Slashx

Rang: Berufsdichter/-in
Berufsdichter/-in
 
Beiträge: 202


Beitrag von ACatInTheBrain erstellt am: 30. Mär 2012, 09:39 Uhr

Slashx hat geschrieben:Wer vorher psychisch nicht 100% stabil war, wird durch das Examen garantiert nicht gerade stabiler werden.

Bin mittlerweile insgesamt vierfacher Examenskandidat, das ist langsam wie ein Spaziergang im Park für mich ... ;-)


Also einmal durchs erste und einmal durchs zweite? Oder Freischuss und Erstversuch im ersten versemmelt?

ACatInTheBrain

Rang: Berufsdichter/-in
Berufsdichter/-in
 
Beiträge: 244


Beitrag von Slashx erstellt am: 30. Mär 2012, 11:14 Uhr

Nee, immer jeweils mit Verbesserungsversuch.

Slashx

Rang: Berufsdichter/-in
Berufsdichter/-in
 
Beiträge: 202


Beitrag von Kane erstellt am: 30. Mär 2012, 11:31 Uhr

Slashx hat geschrieben:Nee, immer jeweils mit Verbesserungsversuch.


Verbesserungsversuch ist ja auch echt chillig. Direkt vor der ersten Klausur und vor der Mündlichen war ich nervös, aber sonst war es echt nicht soo unangenehm.

Kane

Rang: Schriftsteller/-in
Schriftsteller/-in
 
Beiträge: 384


Beitrag von sai erstellt am: 30. Mär 2012, 11:38 Uhr

Meiner Meinung nach leiden viele Leute auch einfach künstlich und steigern sich total in sowas rein.
Wenn ich mir überlege, wie das damals in der Bib so war, da kamen die Leute um 10, gingen um 16 Uhr, haben zwischendurch drei Pausen gemacht und klagen dann über ihr ach so schweres Leben und den Druck.
Am Wochenende drei Mal feiern, aber es ist ja alles so schwer und so schlimm.
Es weiß doch vorher jeder, worauf er sich einlässt.
Entweder man ist dem gewachsen oder man ist es nicht.

Vor allen Dingen sollte man sich da auch selbst einfach mal ein bißchen am Riemen reißen. Es ist ja nicht so, als ob nur Jura-Studenten leiden.
Finde es immer unheimlich schlimm und peinlich, wenn Leute ihre (sozialen) Fehltritte damit begründen, sie hätten doch in sechs Monaten Examen...

sai

Rang: Schriftsteller/-in
Schriftsteller/-in
 
Beiträge: 364


Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 30. Mär 2012, 16:23 Uhr

Ob man mit sowas der Examensvorbereitung gut und einfach fertig wird oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab, auch davon, wie man aufgewachsen ist, was für Vorerfahrungen man gemacht hat und wie die persönliche Lerngeschichte ausgesehen hat.

Das ist einfach unser evolutionstechnisches Erbe, dass sich unser Gehirn einprägt, wenn etwas mit Gefahr verbunden ist, wenn es Risiken gibt, kriegen wir nicht umsonst Stress. Wenn wir keine Angst hätten, würde kein Kind was draus lernen, wenn es sich das erste Mal auf der heißen Herdplatte die Finger verbrannt hat.

Sowas merkt sich unser Gehirn und wer viele negative Erfahrungen gemacht hat, wird davon ängstlicher und gestresster. Und wer das nicht hatte, ist eher lockerer und zuversichtlich.

Wenn das nicht so wäre, gäb's die Menschheit schon lange nicht mehr, weil wie Dr. von Hirschhausen es mal sinngemäß ausgedrückt hat:

Überlebt haben von den Steinzeitmenschen die, die sich ängstlich in der Hölle verkrochen haben, bis der Säbelzahntiger sich getrollt hat. Und ausgestorben sind die, die draußen Gänseblümchen gepflückt haben, sich nur auf die positiven Seiten des Lebens konzentriert haben und dabei den Säbelzahntiger erst bemerkt und ernst genommen haben, als er ihnen die Kehle durchgebissen hat.

Dafür ist Angst da, damit uns sowas nicht passiert. Und jetzt haben wir einen Examens-Säbelzahntiger, vor dem man sich nicht verstecken und den man schlecht bekämpfen kann und deshalb haben wir ein bisschen ein Problem. Weil der Körper wird ständig gepusht mit Stresshormonen, damit wir rennen oder zuschlagen können, aber das braucht man im Examen nicht. Es nützt nix, ständig auf's Klo zu flüchten und dass die Klausur erschlagen werden sollte, stimmt schon, aber es geht nicht in dem man dem Ding mit dem Schönfelder eine überzieht. :?

Das ist halt ein bisschen blöd und deswegen sollte man während der Examensvorbereitung viel Ausdauersport machen. Das ist einer der wenigen Schutzfaktoren, neben anderen, die man ihm bei Stress halt verschaffen kann.

Es hängt immer auch davon ab, womit das Examen innerlich verknüpft wird bzw. welche Konsequenzen das Durchfallen hat. Bin ich Kind einer gutbetuchten Familie, wo Mami und Papi gleich das nächste Studium zu sponsern bereit sind, bin ich natürlich schon ein bisschen gelassener und kann mich auf den Stoff konzentrieren. Das sind doch alles banale Weisheiten, die wir alle sowieso wissen. Da braucht ja keiner Psychologe für zu werden.

Mars-Maus

Rang: Star-Literat/-in
Star-Literat/-in
 
Beiträge: 1680


Beitrag von Slashx erstellt am: 31. Mär 2012, 09:12 Uhr

Kane hat geschrieben:
Slashx hat geschrieben:Nee, immer jeweils mit Verbesserungsversuch.


Verbesserungsversuch ist ja auch echt chillig. Direkt vor der ersten Klausur und vor der Mündlichen war ich nervös, aber sonst war es echt nicht soo unangenehm.


Naja, zumindest chilliger, es ist immernoch recht nervig.

Slashx

Rang: Berufsdichter/-in
Berufsdichter/-in
 
Beiträge: 202


VorherigeNächste

Zurück zu Examensstress

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Keine und 1 Gast