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Examensstress

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Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

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Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Lawyer_2015 erstellt am: 12. Nov 2015, 16:20 Uhr

Hi,

ich bin leider beim 1. Versuch im 1. Staatsexamen durchgefallen.
Schon während den Vorbereitungen habe ich mich nur noch gezwungen.
Und das hatte zu Folge, dass ich schon während den Lerneinheiten immer mit den Gedanken immer wo anders war.

Ich bin jetzt 27 und studiere seit meinem 20. Lebensjahr.
Natürlich ist es alles auf meine eigene Verantwortung zurückzuführen.
Aber mit den Jahren ist immer mehr der Spaßfaktor flöten gegangen.
Ich will einfach nicht mehr studieren.
In mir steckt mehr der Praktiker und daswegen wäre ich gerne auch als Rechtsanwalt selbstständig tätig.
Reicht ja schon, wenn man von jedem hört, dass der spätere Beruf nichts mehr mit der trockenen Materie aus der Uni zu tun hat.

Um vielleicht mein Problem folgendermaßen gut zusammenzufassen:

Ich kann nicht abbrechen, will aber auch nicht weiter machen.
Ich muss aber irgendwo.
Ich kann das alles nicht aufgeben und will es wenigstens abschließen.
Nur jeder einzelne Tag ist ein harter Kampf.

Ich will jetzt den 2. Versuch im nächsten Juli schreiben.

Nur:
Wie bitte soll ich das nur bewerkstelligen ohne mehr vorhandener Lust am Studium?

Ich kann alles probieren, aber den Spaß am Studium kann ich mir einfach nicht herbeizaubern.

:crazy: :? :|
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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Proculus erstellt am: 12. Nov 2015, 16:30 Uhr

Gibt es denn irgendwelche Aspekte im Studium, die dir irgendwie Spaß machen bzw. machten? Wenn du eher Praktiker bist, dann ggf. das Studium von Rechtsprechung oder das Lösen konkreter Fälle. Würde diese Aspekte dann vielleicht als Aufhänger nehmen und mir dementsprechend vielleicht meine Lernmethode zurechtlegen.

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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Lawyer_2015 erstellt am: 12. Nov 2015, 17:18 Uhr

Sie sagt doch eher "Wir schaffen das." :D ;)
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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Korhal erstellt am: 12. Nov 2015, 20:16 Uhr

Das Studium ist ein totaler Witz, der einzige Zeitraum der keinen Spaß macht ist das letzte Jahr vor dem Examen, weil man da tatsächlich mal lernen muss.

Wenn man davor permanent um 4 Punkte kämpfen muss, ist man eh falsch und sollte rechtzeitig aussteigen.

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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Proculus erstellt am: 12. Nov 2015, 21:32 Uhr

Selias hat geschrieben:Alternativ empfehle ich Fernsehserien:
- Liebling Kreuzberg
- Edel & Starck
- Danni Lowinski
- Better Call Saul
- The Practice
- Ally McBeal
- Boston Legal


Oh ja, Serien waren mir auch immer eine Hilfe :thumbup:

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Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Väinämöinen erstellt am: 12. Nov 2015, 22:29 Uhr

Dann würde ich aber Breaking Bad oder Generation Kill empfehlen. Da kommt man auf andere Ideen...

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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Alexander erstellt am: 13. Nov 2015, 00:06 Uhr

Lawyer_2015 hat geschrieben:In mir steckt mehr der Praktiker und daswegen wäre ich gerne auch als Rechtsanwalt selbstständig tätig.
Reicht ja schon, wenn man von jedem hört, dass der spätere Beruf nichts mehr mit der trockenen Materie aus der Uni zu tun hat.

Ich kann nicht abbrechen, will aber auch nicht weiter machen.
Ich muss aber irgendwo.
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Nur jeder einzelne Tag ist ein harter Kampf.


Warum kannst du nicht abbrechen?

Was macht dir keinen Spaß?

Woher weißt du, dass in dir "mehr der Praktiker" steckt?

Was machst du jeden Tag, das so ein Kampf ist?

Wieso hast du den Anspruch an dein Studium, dass es Spaß macht? Nachdem du anscheinend so wenig studiert hast, dass du nach sieben Jahren immer noch nicht fertig bist?
Niemand hat das Recht zu gehorchen. - Arendt.
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Alexander

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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Lawyer_2015 erstellt am: 13. Nov 2015, 10:13 Uhr

ロマン hat geschrieben:Mir hat das Studium nie Spaß gemacht. Du erwartest Spaß? Dann bist du schonmal mE mit völlig falschen Erwartungen an die Sache gegangen.
Jura ist ein einziger Kampf. Sicherlich gibt es hier und da die Brains, die einfach dazu geboren wurden. Aber wir gehören zu den restlichen Normalos.
Das Studium kann auch einfach keinen Spaß machen, weil es beschissen ist.
Mein Tipp: Sei keine Pussy? Das ist so ziemlich das Beste, was man dir auf den Weg geben kann.


Wenn das wirklich deine Sicht der Dinge ist (keine Sorge, das "Pussy" nehme ich nicht persönlich), dann legst du für mich nur ein Armutszeugnis vor.
Welchen Sinn hat das alles deiner Meinung nach?
Bei Worten wie "Das Studium kann auch einfach keinen Spaß machen, weil es beschissen ist."
Vielleicht verstehst du es besser, wenn wir statt von "Spaß" von "Interesse" sprechen.

Alexander hat geschrieben:
Lawyer_2015 hat geschrieben:In mir steckt mehr der Praktiker und daswegen wäre ich gerne auch als Rechtsanwalt selbstständig tätig.
Reicht ja schon, wenn man von jedem hört, dass der spätere Beruf nichts mehr mit der trockenen Materie aus der Uni zu tun hat.

Ich kann nicht abbrechen, will aber auch nicht weiter machen.
Ich muss aber irgendwo.
Ich kann das alles nicht aufgeben und will es wenigstens abschließen.
Nur jeder einzelne Tag ist ein harter Kampf.


Warum kannst du nicht abbrechen?

Was macht dir keinen Spaß?

Woher weißt du, dass in dir "mehr der Praktiker" steckt?

Was machst du jeden Tag, das so ein Kampf ist?

Wieso hast du den Anspruch an dein Studium, dass es Spaß macht? Nachdem du anscheinend so wenig studiert hast, dass du nach sieben Jahren immer noch nicht fertig bist?


1. Weil ich schon zu lange studiere und ich das Studium nur noch als Mittel zum Zweck sehe.

2. Die Theorie, die Schemata und die 1000 Meinungsstreite bis zum Erbrechen, die nichts mit Recht in der Praxis zu tun haben.

3. Weil ich viele Rechtsprobleme in meinem eigenen und das von Familie und Freunde hatte und schnell erkannt habe, wie unser Rechtssystem wirklich funktioniert. Außerdem habe ich viele gute Rechtsanwälte kennen gelernt, die alle bescheidene Studenten gewesen waren, Ihre Arbeit aber wirklich wunderbar erledigten.

4. Insbesondere geht es jetzt darum, wiederholt neue Kraft zu finden für den 2. Versuch und sich noch mehr anzustrengen. Meine Beziehung leidet jetzt zusätzlich darunter und ich befürchte mein Privatleben beiseite schieben zu müssen.

5. Ich habe wohl im Gegensatz zu dir nicht nur in meinem Leben studiert, sondern auch Nebenjobs gehabt und für mein eigenes Geld gearbeitet. Ich habe mich persönlich in vielerlei Hinsicht weiter entwickelt und das will ich auch nicht missen.
Dass ich auf anderer Seite anderweitig die Rechnung jetzt trage, ist nun mal jetzt leider so.
Jura kann spannend sein und es macht mir in Diskussionen am Stammtisch auch sehr Spaß, aber ich bin nun mal nicht der 12-Stunden-am-Schreibtisch-Mensch ohne Freunde, Sport, Bewegung etc. pp.
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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Hubert_Hahn erstellt am: 13. Nov 2015, 10:26 Uhr

Es ist nicht so abwegig wie du denkst, dass das Studium beschissen sein und dafür der Job Spaß machen kann.

Meine Ex ist Architektin und fand ihr Studium richtig scheiße und wollte schon hinschmeißen, dafür geht sie jetzt im Berufsalltag auf. Nur ein Beispiel von Tausenden. Von Juristen hört man das auch oft. Fußballer hassen auch die Sommervorbereitung in Wald und Kraftraum. Aber warum ziehen sie es durch? Weil der Platz in der Startelf am ersten Spieltag winkt...


Also find ich das Pussy-Ding gar nicht so verkehrt. Arschbacken zusammen und an die Zukunft denken!

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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Alexander erstellt am: 13. Nov 2015, 11:27 Uhr

Lawyer_2015 hat geschrieben:Vielleicht verstehst du es besser, wenn wir statt von "Spaß" von "Interesse" sprechen.

Warum kannst du nicht abbrechen?

Was macht dir keinen Spaß?

Woher weißt du, dass in dir "mehr der Praktiker" steckt?

Was machst du jeden Tag, das so ein Kampf ist?

Wieso hast du den Anspruch an dein Studium, dass es Spaß macht? Nachdem du anscheinend so wenig studiert hast, dass du nach sieben Jahren immer noch nicht fertig bist?


1. Weil ich schon zu lange studiere und ich das Studium nur noch als Mittel zum Zweck sehe.

2. Die Theorie, die Schemata und die 1000 Meinungsstreite bis zum Erbrechen, die nichts mit Recht in der Praxis zu tun haben.

3. Weil ich viele Rechtsprobleme in meinem eigenen und das von Familie und Freunde hatte und schnell erkannt habe, wie unser Rechtssystem wirklich funktioniert. Außerdem habe ich viele gute Rechtsanwälte kennen gelernt, die alle bescheidene Studenten gewesen waren, Ihre Arbeit aber wirklich wunderbar erledigten.

4. Insbesondere geht es jetzt darum, wiederholt neue Kraft zu finden für den 2. Versuch und sich noch mehr anzustrengen. Meine Beziehung leidet jetzt zusätzlich darunter und ich befürchte mein Privatleben beiseite schieben zu müssen.

5. Ich habe wohl im Gegensatz zu dir nicht nur in meinem Leben studiert, sondern auch Nebenjobs gehabt und für mein eigenes Geld gearbeitet. Ich habe mich persönlich in vielerlei Hinsicht weiter entwickelt und das will ich auch nicht missen.
Dass ich auf anderer Seite anderweitig die Rechnung jetzt trage, ist nun mal jetzt leider so.
Jura kann spannend sein und es macht mir in Diskussionen am Stammtisch auch sehr Spaß, aber ich bin nun mal nicht der 12-Stunden-am-Schreibtisch-Mensch ohne Freunde, Sport, Bewegung etc. pp.


@1: Du solltest dich mit dem Thema sunk cost bias beschäftigen.

@2: Finde Wege, die Aufgaben für dich attraktiver zu machen. Das geht auf vielen verschiedenen Ebenen, z.B.:

das Lernumfeld (gemütlich im Sessel bei einer Tasse Cappuccino, draußen im Park bei schönem Wetter (Bewegung ist gut beim Auswendiglernen), in einer Lerngruppe mit netten Leuten, in einer Bibliothek),

die Positionierung zu den Lerninhalten (überlege dir, in welcher Konstellation das für dich wichtig sein könnte. Finde heraus, warum der Streit entstanden ist.),

die Lerntechniken (du musst keine Schemata abstrakt auswendig lernen, wenn du das doof findest, die Schemata sind ja nicht gottgegeben, sondern andere Leute haben sich hingesetzt und sich überlegt, was eine logische, möglichst effiziente Reihenfolge ist, um bestimmte Rechtsfragen zu beantworten. Das Schema ist letztlich eine Technik, ein großes Problem in viele kleine Einzelprobleme zu zerlegen und damit lösbar zu machen. Du bist aber nicht gezwungen, das Schema von einer Karteikarte auswendig zu lernen, du kannst dich auch selbst mit dem Gesetz und seiner Auslegung beschäftigen und dir selbst erarbeiten, wie man ein großes Problem ("Bekommt Eon 380 Millionen Euro für die Stilllegung von Atomkraftwerken?") in viele kleine zerlegt, die man dann begründet beantworten kann. Manchmal macht es einfach mehr Spaß und ist nachhaltiger, etwas selbst zusammenzubauen, als es fertig zu kaufen. Das ist bei Jura nicht anders als bei Ikea-Möbeln.

@3: Dass andere Leute gute Praktiker sind, sagt nichts über dich aus, auch wenn es dir Hoffnung gibt. Aussagekräftiger wäre z.B., ob du bei deinen Pflichtpraktika gut zurecht gekommen bist oder ob du einen juristischen Nebenberuf ausübst.

@4: Das ist keine Antwort auf meine Frage, was dich so quält bzw. womit du so kämpfst. Die Frage war ganz praktisch und konkret gemeint. Dein Tag hat 24 Stunden, davon kannst du jeweils ein Drittel mit Schlafen, mit Jura und mit deiner besseren Hälfte (und den Alltagserledigungen) verbringen. Da muss auch nicht unbedingt die Beziehung drunter leiden. Von daher bleibt die Frage, womit du kämpfst. Sitzt du nur am Schreibtisch und starrst frustriert auf die Karteikarten? Hängst du den ganzen Tag in der Bibliothek herum, lernst aber nicht, sondern machst Ausweichtätigkeiten wie im Netz surfen, Kaffee trinken, Mittagspause, schlafen, chatten?

@5: Kein Grund, persönlich zu werden. Dein Einwand wäre berechtigt, wenn du aufs Geldverdienen angewiesen wärst, wie beispielsweise eine polnische Kommilitonin von mir, die keine Unterstützung von zuhause bekam und auch hier kein Bafög und keinen Studienkredit bekam. Ansonsten ist es für die meisten Leute inzwischen eine persönliche Entscheidung, ob ob sie sich (fast) vollständig aufs Studium konzentrieren (ggf. mit einem Tag jobben pro Woche) oder ob sie alles mögliche andere noch machen. Es ist völlig legitim, es so zu machen wie du, aber die Kombination aus "viel anderes machen" und "lange brauchen" ist ein Indiz dafür, dass dir "viel anderes" sehr viel mehr Spaß macht als das Studium, du aber eben auch nicht bereit bist, dich zügig durch das ungeliebte Studium durchzubeißen (gibt ja auch Leute, die in ihrem alten Job halbtags weiterarbeiten und trotzdem nach 5 Jahren mit dem Studium fertig sind). Das halte ich für ungünstige Umstände für deine weitere Ausbildung:

Falls du jetzt im Juli den Wiederholungsversuch schreibst, hast du Ende 2016 mündliche Prüfung. Je nach Bundesland kannst du Anfang/Mitte 2016 mit dem Ref anfangen, bist also voraussichtlich Mitte 2018 damit fertig, es sei denn, du machst auch da einen Wiederholungsversuch, dann dauert es noch bis 2019. Das heißt, du hast noch ca. vier Jahre vor dir, in denen deine Ausweichbewegungen und deine "Jura ist auch langweilig und trocken"-Haltung dir eher größere Probleme machen wird.
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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Korhal erstellt am: 13. Nov 2015, 14:43 Uhr

Sehr ironisch, da du doch hier den ganzen Tag nichts anderes tust als zu jammern.

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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Lawyer_2015 erstellt am: 13. Nov 2015, 17:27 Uhr

Kein Streit und keine Hater-Attitüde jetzt bitte.
Das braucht keiner.

Ich halte alle eure Beiträge für hilfreich für mich und ich danke jedem einzelnen.

Ich hatte zudem heute ein Beratungsgespräch mit einer Dame vom Unirep.
Sie war erstaunlich sympathisch und gewillt mir neue Wege aufzuzeigen zu meinem Ziel.
Hat mir sehr viel gebracht und neue Hoffnung erzeugt.

Wie schon von jemanden hier gesagt:
Auch ein Fussballprofi, von dem man annimmt, dass er 24/7 seinen Traum lebt wird oft genug Phasen kennen, durch die er schlichtweg durch muss.
Kein Festmahl ist daher gezaubert ohne mühsame Vorbereitungen und auch dem Abwasch des Geschirrs hinterher.
Ich hab zu sehr nach der Auffassung gelebt, dass alles was man tut, einen IMMER erfüllen sollte.

Nun gut, jetzt bin ich mehr und mehr meiner Aufgabe bewusst und will die wichtigen Dinge, auf die es nun ankommt, konsequent umsetzen.
Auch das Interesse am ganzen Lernstoff wird sich nach und nach entwickeln, da bin ich zuversichtlich.
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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Hubert_Hahn erstellt am: 16. Nov 2015, 13:10 Uhr

Klingt doch sehr vernünftig. Ich denke mal es geht dem Großteil der Studenten so, dass in erster Linie das Ziel motiviert. Der Weg dahin ist eher notwendiges Übel. Allerdings sollte man sich diesen Weg so angenehm wie möglich machen und auch die positiven Seiten sehen: Du bist vollkommen flexibel in deiner Arbeits- und Freizeitgestaltung. Daher gestalte den Lern-Tag so wie er dir gefällt. Ich zB mach zig Unterbrechungen und lerne immer nur in kleinen, intensiven Abschnitten. Dafür habe ich jeden Tag Zeit für Fitness-Übungen und bereite mir täglich ganz enstpannt drei frische Mahlzeiten zu; auch kann ich mal einfach für 2-3 Studenten etwas unternehmen und abschalten, wenn nix mehr in die Birne geht. Desweiteren könntest du spontan ausschlafen und Lernzeit am Abend (oder halt gar nicht) nachholen. Diese Flexiblität und Muße wirst du nie wieder haben - also genieße es auch ein Stück weit!

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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von CessioLegis91 erstellt am: 17. Nov 2015, 22:46 Uhr

Also ich finde die Vorstellung, dass einem Jura auch in der Examensvorbereitung "Spass" machen soll und kann, nicht abwegig. Ich denke grade der Spass erleichtert einem das Lernen ungemein.

Dennoch solltest du nicht mit unrealistischen Erwartungen an das Ganze gehen. Auch wenn ich verstehe, dass du dein Privatleben nicht einschränken willst, finde ich die Aussage in deiner Situation ehrlich gesagt ein wenig merkwürdig. Examensvorbereitung bedeutet nicht, dass man sich gänzlich im Verzicht üben muss, aber von am WE auch mal ne Stunde hinsetzen und lernen ist auch noch keiner gestorben. Grade wenn der Examenstermin näher rückt.

Wie bereits gesagt wurde - wenn du nicht der klassische am "Schreibtischlerner" bist, ab April kann man ganz wunderbar auch draußen lernen, bzw. auch beim lernen einfach mal auf und ab Gehen um nicht nur den ganzen Tag zu sitzen. Bzw. wenn du gerne über rechtliche Themen diskutierst ist eine Lerngruppe vllt. genau das Richtige für dich.

Bis Juli ist noch lange hin - vll. nimmst du dir einfach nochmal eine Auszeit und vergisst Jura für ein paar Wochen - vll. bis Ende des Jahres. Vll. hilft dir das dann ab Januar wieder fokussiert durchzustarten. Ich würde dir empfehlen dann einen genauen Lernplan zu konzipieren, idR sucht man sich dann weniger Ausreden um nicht lernen zu müssen.

Als Dreck abklopfen und weiter gehts!
Das wird schon :waving:

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Re: Wie soll man noch weiter studieren ohne Spaß daran?

Beitrag von Lawyer_2015 erstellt am: 19. Nov 2015, 15:13 Uhr

Danke @ Hubert_Hahn und CessioLegis91 ;-)
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