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Examensstress

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Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Kurz vorm durchdrehen? Wenn Du über Examensstress oder Versagensängste schreiben willst, bist Du hier richtig

Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Relaxo erstellt am: 14. Jul 2016, 16:42 Uhr

Lawyer_2015 hat geschrieben:Meine Güte...nicht dein Ernst...

Was bist denn du für eine Lady? :D

Ist doch schön, wenn im klassischen Sinn der Mann für die berufliche Zukunft und die Finanzen und die Frau für ein warmes Heim sorgt.

Unterstütz deinen Mann!
Wo sind wir nur angekommen mit der ganzen Emmanzipation...



Hallo Alex,

das sehe ich nicht so.

Liebe Grüße
Deine Mutter

Relaxo

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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Lama erstellt am: 24. Jul 2016, 22:47 Uhr

girlfrommunich_1988 hat geschrieben:Objektiv betrachtet finde ich es halt einfach peinlich, dass ein erwachsener Mann von seiner Frau verlangt ihm Abends was Warmes hinzustellen

Objektiv betrachtet, soso.
Wenn ich dein Mann wäre, ich würde die Scheidung durchziehen. Merkst du denn gar nicht, wie widerlich du zu ihm bist und über ihn denkst?

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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Lawyer_2015 erstellt am: 25. Jul 2016, 15:57 Uhr

Is so!

Wieso haben sich die Frauen in den letzten Jahren so denaturalisiert??? :-(
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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Austa erstellt am: 26. Aug 2016, 12:38 Uhr

Dein Mann reagiert über. 12 Stunden lernen ist zu viel. 8 Stunden effektiv bringt viel mehr. Die erste Lerneinheit geht von 8 bis 12. Dann macht er von 12 bis 13 Pause. In der Zeit kann er sich beim Bäcker ein Brötchen holen und einkaufen gehen. Von 13 bis 17 Uhr ist die nächste Lerneinheit. Dann kann er von 17 bis 18 Uhr Essen kochen. Wenn du um 18 nach Hause kommst, dann esst ihr bis 19 Uhr. Und meinetwegen kann er dann von 19 bis 23 Uhr noch lernen. So kommt er auch auf seine 12 Stunden, aber hat zwischendurch Pausen, wo er denn Kopf freibekommt. Schlag ihm diesen Zeitplan dochmal vor.

Ich hoffe, er lernt auch richtig. Er muss jetzt Klausuren schreiben, schreiben, schreiben. Nur über die Klausurroutine bekommt er die notwendige Sicherheit.

Wenn alles nichts hilft, dann musst du wohl bist Oktober in den sauren Apfel beißen. Ich hoffe, dass er danach ruhiger wird. Scheidung wäre zu viel. Wenn er jedoch im Ref auch so unausstehlich ist, würde ich mir schon meine Gedanken machen.

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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von NoPreacher erstellt am: 14. Okt 2016, 14:26 Uhr

Objektiv betrachtet finde ich es halt einfach peinlich, dass ein erwachsener Mann von seiner Frau verlangt ihm Abends was Warmes hinzustellen - sorry, aber so sehe ich das


Wirklich eine Frechheit, dass sich ein Partner in einer Extremsituation etwas Unterstützung erbittet. Und dann auch noch so etwas monumentales wie KOCHEN. HALLO? Als nächstes sollst du ihm ein SpaceShuttle bauen oder was? Wofür hat man denn geheiratet? Jawohl nicht, um sich bedingungslos beizustehen. :roll:

Ohne Ironie, der Ton macht natürlich die Musik. Aber wenn er dich jetzt nicht anschreit: "Frau, koche!" sondern dich einfach nur bittet, ob du ihn für ein paar Monate nicht etwas mehr unterstützen könntest als sonst, dann finde ich dein Verhalten unter aller Sau und bin ziemlich froh, dass mir meine Frau in den stressigen Zeiten den Rücken freigehalten hat. Und zwar komplett, von Kochen bis Wäschewaschen über jegliche Terminierung von wichtigen Angelegenheiten. In der Examensphase ist es wichtig, dass man in einen Tunnel gehen kann und wirklich NICHTS anderes tun oder denken muss als Jura, Jura, Jura. Zumindest für ein paar Monate. Und was Männer (und Frauen) machen, die keinen Partner haben? Dasselbe. Der Haushalt bleibt halt liegen bzw. man macht am Sonntag mal grob den Dreck der ganzen Woche weg und das wars.

Sollst du das alles allein machen neben deinem Vollzeitjob?


Vollzeitjob? Ich dachte sie arbeitet nur 38Stunden :biggrin:

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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Milow erstellt am: 14. Okt 2016, 16:50 Uhr

Über manche Antworten kann ich nur den Kopf schütteln und mich fragen, ob das wirklich gebildete Leute sind oder sich das nur einbilden.

Einfach ohne Worte und traurig zu sehen....

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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 15. Okt 2016, 00:10 Uhr

Um diesen Thread bin ich rumgeschlichen und hab' immer gedacht: Nee, lass' es, da was zu schreiben....

Hier besteht nämlich Explosionsgefahr.


@ ロマン:

Schalt' doch bitte mal bissl runter, ok?! Und sag' das, was Du wirklich sagen willst, dann verstehen Dich andere auch besser. Wenn Du so draufknallst, verschreckst Du andere nur und die hören gar nicht mehr, was Du wirklich mitteilen willst.

Zu dem ganzen Hickhack hier:

Also erstens müssen in einer Beziehung die zwei klarkommen, die sie führen.

Zweitens ist es mit dem Examen so, dass da leider auch immer das Umfeld seinen Teil mit abkriegt. Manche kriegen das alles ganz gut geregelt hin, mache weniger und der Stress strahlt meistens auf auf die Menschen im Umfeld aus.

In Jura ist das so, dass man eben als Student ins kalte Wasser geworfen wird und dieses viele Zeug lernen muss. Für manche geht das gut, andere tun sich sehr schwer. Grade, wenn ein Versuch schief ging und nur noch einer übrig bleibt, liegen die Nerven blank und dass dann ein Partner auch mal sich irrational und übertrieben verhält, ist nun nicht sowas Unnormales, wie es hier teilweise rüber kommt.

Ich würde mir als Frau und auch als Mann sicher nicht vorschreiben lassen, dass ich abends ein warmes Essen auf'm Tisch stehen haben muss und alles putzen muss usw.

Aber es ist Examen. Und wenn man sich entscheidet, sich miteiannder einzulassen, dann sind nicht nur fette Jahre damit gemeint, wo alles rosa läuft, sondern auch dürre Jahre, wo man mal durchhalten muss, wo man auch mal für den anderen zurückstecken muss, aber eben in einem Maße, dass es geht.

Wenn so eine Situation auftaucht, dann muss man miteinander reden und eben einen Mittelweg finden. Ist das so schwer?

Dann gibt's halt nur jeden zweiten Tag die Kocherei und man kocht die doppelte Portion und friert das ein und holt es eine Woche später raus. Dann gibt's halt mal einen Döner und mal eine Tiefkühlpizza und einen Salat.

Und natürlich daddelt er mal am PC, wenn er eigentlich lernen sollte, weil irgendwann hält die Lernerei kein Hirn mehr aus und man geht stiften.

Das alles sind Dinge, die sind völlig normal, wenn auch unangenehm. Ihm alles und jedes kleine Vergehen anzukreiden ist - in der Situation - einfach nur dumm und auch reichlich gefühllos. Er hat echt Angst um seine Zukunft und seine Ehefrau zickt rum in Alice Schwarzer-Hype. Kann man es nicht vernünftig regeln und sagen: Es wird nur das Nötigste gemacht und Du machst noch ein bissl was und ich halt mehr für die 3 Monate und danach hab' ich dann mal Deinen Part und Du meinen.

Wo ein Wille ist, da ist ein Weg. Und mit Verständnis kommt man oft weiter als mit Vorhaltungen. Aber da fragt sich auch: Wo ist denn bitte die Liebe, wo ist die Basis, auf der das Ganze funktionieren soll?

Diese ganze Aufrechnerei hat mit Beziehungsfähigkeit nix zu tun. Beziehungsfähigkeit bedeutet, dass man an den anderen und sich selbst denkt und versucht, für beide gemeinsam eine gute Zukunft möglich zu machen. Und dieses Ziel wird hier sabotiert, weil einer denkt, er wird ausgenutzt und müsste sich sowas nicht bieten lassen. Was mutet er denn bitte zu? Dass 3 Monate einfach ihm der Rücken frei gehalten wird und mal mehr Verständnis kommt, als es normalerweise nötig ist.

Ich hatte dieses Jahr auch eine Prüfung und war im Vorfeld eine Woche krank, genau da, als es wichtig war. Wieder halbwegs fit, bat ich jemanden, für mich an den vier Prüfungstagen ein paar Dinge zu erledigen, ganz einfache Sachen, nicht sonderlich viel Aufwand. Ich hätte eh nicht gefragt, aber die Zeit war knapp und die Prüfung war weiter weg und da ich eh das ganze Jahr mehr ableiste als die andere Seite, hab' ich gedacht, das würde sicher kein Problem und was kam? Ein glattes Nein, für alles, worum ich gebeten habe.

Ich war dann sehr konsequent und hab' die Meinung gesagt, den Hörer aufgeknallt und den Kontakt abgebrochen. Und mit Recht. Warum?

Weil es die größte Sauerei ist, wenn man Lebensziele von Menschen sabotiert. Dazu gehört auch, eine wichtige Prüfung bei einem anderen nicht genügend zu unterstützen, wenn's um ein relativ kleines Opfer geht. Die Noten einer Prüfung hat man sein Lebtag im Zeugnis stehen. Wennm an eine Prüfung endgültig nicht besteht, dann ist der Weg da zu Ende. Und sowas tut man nicht.

Und wenn man einen Partner oder eine Partnerin hat, die nicht soviel im Kopf hat, dass sie sieht, was sie damit anrichten kann und nicht verantwortungsvoll genug ist, in dem Moment, wo der Partner wegen lauter Prüfungsangst total austickt, klüger zu sein und die Situation so abzufangen und zu beruhigen und noch mit Scheidung ankommt, dann würde ich als betroffener Mensch mal in mich gehen und mich fragen, ob ich mit so jemandem verheiratet sein will.

Wenn man nicht bereit ist, den anderen angemessen zu unterstützen, wenn's brennt, dann bleibt man doch lieber Single.

Es ist völlig klar, dass er zuviel verlangt hat und unausstehlich ist und wenn es nach dem 1. Examen so weitergeht, dann muss man auch Position beziehen und sagen, dass das so unrealistisch ist und sich ändern muss. Er muss lernen, mit dem Stress und mehreren Fronten gleichzeitig klarzukommen.

Aber das 1. Examen im zweiten Versuch ist eine Ausnahmesituation und extrem schwer auszuhalten. Wer einem da noch in den Rücken tritt, dem gehören wirklich die Ohren lang gezogen. Wegen bissl Kochen und Putzen für 3 Monate, so ein Aufstand zu machen, statt mit ihm mal vernünftig ins Gespräch zu gehen... Diese Ehe ist doch auch ohne Examensstress wirklich mit Verfallsdatum versehen. Wenn ihr das schon nicht gemeinsam schafft, was wollt ihr dann machen, wenn mal eine richtige Wand im Leben auftaucht, wo man vielleicht für den anderen noch viel, viel mehr machen und aushalten muss?

Man muss auch mal was ab können. Beziehung heißt: Kompromisse eingehen können, sonst klappt das nicht. Diese kleinliche Aufrechnerei ist echt sowas von daneben. Wenn das das Modell von ihm für die nächsten 3 oder 30 Jahre gewesen wäre, gut, dann hätte die Ehefrau recht gehabt, aber wenn er vorher bei allem geholfen hat und sich jetzt echt müht, das Examen zu schaffen, braucht man ihm für ein paar blöde Wochen mit ihm, wirklich nicht so gemein zu kommen.

Ich hoffe, dass sein Versuch klappt und dann würde ich mir an seiner Stelle eine andere Frau suchen, die mich besser versteht. Aber wenn man den ganzen Tag mit Kindern arbeitet und da wenig fachlichen Anspruch hat, dann kann man sicher nicht nachvollziehen, was es heißt, sich mit so einer komplexen Materie wie Jura tagtäglich auseinanderzusetzen, bis einem das Schädeldach brennt. Entweder arbeitet ihr beide an Euch oder ihr lasst es. Aber an der Situation, die Du mit ihm erlebst, ist nicht er allein schuld, sondern Du trägst genauso Deinen Anteil dazu bei.

Und natürlich kann man immer warten, bis was Besseres kommt. Aber wenn die andere Seite auch so berechnend denkt, dann hat jemand, der nur mit Kindern arbeitet und ein läppisches berufsbeleitendes Studium macht, halt auch bei denen, die besser da stehen, eben auch keine Chance.

Er hätte an Dir bestimmt auch was zu mäkeln gefunden, hat Dich aber so genommen, wie Du bist und was Du bist. Du hast einen Jurastudenten an Land gezogen und geheiratet, dann solltest Du auch wissen, dass der Examen braucht, um weitermachen zu können.

3 Monate vorm Examen wegen solcher Pillepalle-Angelegenheiten die Ehekrise einläuten und über Scheidung sprechen? Ich würde mich bedanken. Und wenn man so wenig Unterstützung kriegt, wenn's so wichtig ist, dann würde ich mir auch überlegen, wen ich da geheiratet habe? Echt ein NoGo, auch wenn alle Alice Schwarzers der Welt dagegen Sturm laufen werde, was ich geschrieben habe, aber ich bin auch eine Frau und hab' 'ne eigene Meinung dazu, weg vom Mainstream, dafür aber eine vernünftige, weitsichtige. Das Umfeld kapiert das oft nicht. Aber das ist nicht die Schuld vom Examenskandidaten, sondern die von der Umwelt. Das Störfeuer von der Umwelt und vom Umfeld hat schon manches Examen versaut. Aber damit leben muss dann letztlich der Examenskandidat. Da sollte man wirklich auf sich aufpassen, dass einem da keiner an den Karren fährt.

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Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Väinämöinen erstellt am: 15. Okt 2016, 07:43 Uhr

Ziemlich lang, aber inhaltlich zutreffend.

Ich hätte wohl nur geschrieben, dass sie sich bitte trennen soll, aber soviel Anstand mitbringen möge, bis nach den Klausuren zu warten. Und ihn bis dahin ab und an mal ranlassen; damit er von den Plänen nichts merkt.

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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Hubert_Hahn erstellt am: 15. Okt 2016, 12:27 Uhr

Nettes Thema. :biggrin:

Steht son bisschen sinnbildlich dafür, dass nur derjenige, der selbst ins Meer eintaucht, auch wirklich beurteilen kann, was da unten los ist. Von Kumpels habe ich zB auch schon so Sprüche gehört wie "jaja, jeder glorifiziert ja sein Studium, wenn es um die Abschlussprüfungen geht". Während die richtig guten Freunde und die Partnerin, also die Leute, die näher dran sind, das gut einschätzen konnten und entsprechend Rücksicht genommen haben. Warum vorliegend ne Ehefrau erstmal im Internet rumfragen muss, ob das wirklich alles so stimmt mit der Belastung, ist mir nicht ganz klar.

Der Rest wurde ja schon gesagt. Vor allem ist Prinzipienreiterei selten sozialverträglich - schon gar nicht in der Ehe oder Beziehung. "Ich mache ihm kein Essen, weil ne Frau das heutzutage nicht macht". Einmal sone AW und ich wäre durch mit der Frau. Wer selbstbewusst ist und wirklich liebt springt in besonderen Situationen über seinen Schatten. Wenn du schwanger wirst, sagt dein Mann auch nicht trag mal schön die Wasser-Kisten selbst, weil Emanzipation und so...

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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 15. Okt 2016, 16:10 Uhr

Hubert_Hahn hat geschrieben:

Der Rest wurde ja schon gesagt. Vor allem ist Prinzipienreiterei selten sozialverträglich - schon gar nicht in der Ehe oder Beziehung. "Ich mache ihm kein Essen, weil ne Frau das heutzutage nicht macht". Einmal sone AW und ich wäre durch mit der Frau. Wer selbstbewusst ist und wirklich liebt springt in besonderen Situationen über seinen Schatten. Wenn du schwanger wirst, sagt dein Mann auch nicht trag mal schön die Wasser-Kisten selbst, weil Emanzipation und so...


Ja, genau so würde ich das auch sehen...

Emanzipation gibt's bei manchen Frauen immer nur dann, wenn sie ihnen grade den Vorteil bringt. Aber wenn's drum geht, die Winterreifen drauf zu ziehen, wenn's Oktober wird, dann dürfen gerne die Männer wieder Männer sein....

Gebildet und intelligent zu sein, ist in erster Linie die Eigenschaft und Fähigkeit zu haben oder erworben zu haben, dass man selbständig denkt.

Es gibt ca. alle 10-15 Jahre neue Trends in der Gesellschaft, die eben auch das Zusammenleben von Mann und Frau betreffen. Früher war's christlich geprägtes Bild von Ehe und Familie und dann kam die Kommune und "Wer zweimal mit der Selben pennt, gehört schon zum Establishment!!". Dann kam dann die wilde Ehe und Kinderkriegen, mit Kindern, die halt schöne esoterische Namen bekamen. Dass sich die Damen damals alle um Steuervorteile und Rentenvorteile beschissen haben, haben dabei viele in ihrer Weisheit nicht gesehen und kucken heute finanziell recht mies aus der Wäsche, wo andere Menschen durch Heirat einen viel besseren Schnitt gemacht haben. Dann kam die Zeit der Yuppies, wo man Kinderkriegen plötzlich verpönnt hat, wo akademische Abschlüsse langsam ausgehöhlt und entwertet wurden, weil immer mehr studiert haben. Dann kam der Trend Work-life-balance, ins Deutsche übersetzt: Ich will alles haben!! Tolle Beziehung, tollen Sex, Karriere, viel Geld, Kinder, Familie, Hund, Katze, Maus, Hobbies, Freundeskreis und noch ein Ehrenamt für die Sinnsuche im Leben. Dass das in keinen Terminplaner passt, kapieren sie immer noch nicht, weil der Tag hat 24 Stunden und nicht 240. Dh, man muss sich für Dinge entscheiden, Pioritäten setzen. Es gibt nur wenige Menschen, die wie die Chefin meiner Schwester sind. Die Frau ist Kinderärztin, Dr. med., arbeitet in der Forschung, ist Leiterin eines Kinderkrankenhauses und glücklich verheiratet mit 3 Kindern im Schlepp und ist noch Triathletin, also Schwimmen, Radfahren, Marathon und Freunde hat sie natürlich auch.

So. Da sieht man mal, was alles an Modellen für die Lebensgestaltung kommt und sich mit dem gesellschaftlichen, sozialen Wandel über die Menschen ergießt. Natürlich kann man da schnell Mitläufer werden und einfach das nachplappern, was die Trend- und Meinungsführer grade öffentlich predigen. Aber was hat das mit eigener, eigenverantwortlicher Lebensgestaltung zu tun? Nix. Man ist Nachahmer von etwas, was grade beworben wird und was völlig Panne für einen selbst sein kann.

Man kann sich gerne an Vorbildern orientieren und Alice Schwarzer war eine, die viele Tabus geborchen hat und was bewegt hat. Hochachtung vor dieser intelligenten Frau. ABER: Über das eigene Leben und Denken hat man selbst zu befinden und sollte nicht einfach nur nachmachen, was irgendeine bedeutende Figur der Zeitgeschichte zum Ideal erhebt.

Dass man solche Trends auch mal kritisch hinterfragt und auch diesen ganzen Ematipationskram mal echt auch genauer anschaut und überlegt, wieviel und was will ich selbst denn als Frau davon in meinem Leben so haben und was ist eingeredet von der Umwelt ?, soweit sollte man mal kommen, wenn man sich gebildet schimpfen will.

"Ich koch' Dir kein Essen, wenn Du abends von der Arbeit heimkommst!!"

ist ein einfacher banaler Satz.

Wenn den eine Frau sagt zu ihrem Mann, dann klatschen die Feministinnen Applaus.

Wenn den Satz ein Mann zu seiner Frau sagt, dann heißt es: "So ein Chauvi-Schwein, altbacken, unzivilisierter Waldaffe!".

Das muss man sich mal geben.

Was ist denn das für eine Un-Logik. Erst wurden die Frauen von den Männern übervorteilt und schlecht behandelt. Und dann machen Frauen das Gleiche mit Männern und dann soll das eine grottenschlecht und erbärmlich gewesen sein und das andere soll toll, moralisch überlegen und Spitzenklasse sein.

Ich seh' keine Weiterentwicklung, wenn sich die Geschlechter immer noch gegenseitig bekämpfen und miteinander rangeln, statt endlich lernen, partnerschaftlich, fair und menschlich miteinander umzugehen und auch die Unterschiede, die einfach biologisch angelegt da sind, angemessen zu würdigen und vor allem den Menschen ihre Freiheit zu lassen, so zu leben, wie sie es möchten, ohne dass es moralisch bewertet oder verpönnt wird.

Das musste jetzt mal sein. Von der Frauenfeindlichkeit zur Männerfeindlichkeit und von der einen Ungerechtigkeit zur anderen Ungerechtigkeit zu schwenken war wirklich nur ein fragwürdiger Fortschritt.

---

Und wenn man schon argumentiert, dann bitte vollständig und richtig:

Wenn man keinen Partner hätte, der zu Hause auf's Staatsexamen lernt, dann hätte man auch den Job, das berufsbegleitende Studium, den Haushalt, die Wäsche, das Putzen und Erledigungen, sowie Familienbesuche am Hals gehabt und dann wäre erst recht alles an einem kleben geblieben.

Außerdem sollte man aus Liebe zu einem Menschen eine Beziehung eingehen, weil das ist das, was am ehesten dafür sorgt, dass eine Beziehung Bestand haben kann.

Nette kleine Erzählung aus dem AG-Unterricht:

Es kommt Fachanwalt für FamR und ErbR Dr. x. YZ, der für etliche kleinere Adelshäuser und Unternehmerfamillien beratend tätig ist und Eheverträge ausarbeitet, wenn irgendwo jemand in eine vermögende Familie einheiratet, damit der dann ja am Ende der Ehe keinen Cent kriegt.

Er hat damals gesagt:

"Meine sehr verehrten Damen,

wenn sich ein Mann für Sie interessiert und er bei einem Gespräch Sie auf die Seite nimmt und anfängt: "Schatz, wenn wir heiraten, dann wollen wir doch auch alles richtig machen und auch alles regeln, auch rechtlich....", dann geben Sie diesem Mann sofort den Laufpass. Wer dann, wenn für andere der Himmel voller Geigen hängt an Eheverträge und Geld und Status denkt, der ist ein Schwein!! Und so jemanden heiratet man nicht, weil der wird Sie bei der ersten Gelegenheit verraten und im Stich lassen.".

Das hat ein sehr erfahrener RA gesagt, der seit - ich schätze - so 25 Jahre genau in dem Bereich tätig war. Und dann darf man davon ausgehen, dass da was dran ist, denn so jemand hat nicht nur die Eherverträge gemacht, sondern auch danach die Scheidung betreut und die kennen ihre Pappenheimer.

Menschen, die berechnend sind und hauptsächlich auf sich schauen, werden das immer bleiben. Ich hab' in meinem relativ langen Leben noch keinen Menschen gesehen, der sich in dieser Beziehung wirklich vom Saulus in den Paulus verwandelt hätte. Einmal Egoist, immer Egoist. Mit so jemandem wird man nie glücklich alt werden. Wer nicht bereit ist und fähig ist, was für den anderen zu investieren, wird immer beziehungsunfähig bleiben. Und es wundert mich gar nicht, dass manche Frauen, obwohl sie eigentlich alles zu bieten hätten, einfach keinen Treffer landen, weil sie oft viel zuviel Alice-Schwarzer-Mist im Kopf haben und damit für Männer oft viel zu kompliziert agieren, was dann auch den Spaß aus der Beziehung vertreibt. Zickig ist eben nicht sexy. Ist einfach so.

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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von girlfrommunich_1988 erstellt am: 28. Nov 2016, 20:38 Uhr

So, und jetzt sage ich euch mal, dass ich leider komplett Recht hatte!

Er hat sein Examen geschrieben, ich habe ihm die letzten 6 Monate den Arsch hinterhergetragen, alles finanziert, alles getan - und nun hat er 4 Wochen danach bemerkt, dass er mich nicht mehr liebt und ist ausgezogen.

Ich wurde schlicht ausgenutzt.

Auch ein Mensch, der seinen letzten Versuch fürs Staatsexamen schreibt, kann sich ein wenig um sich selber kümmern und muss nicht vom vollzeitberufstätigen Partner verlangen, dass er jeden Tag kocht und alles macht!

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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Korhal erstellt am: 28. Nov 2016, 21:20 Uhr

Man kann natürlich als Examenskandidat zusätzlich auch noch ein Arschloch sein, aber das gibts überall. Mit diesem Exemplar einfach Pech gehabt.

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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Austa erstellt am: 1. Dez 2016, 12:02 Uhr

Dann kann man nur hoffen, dass er seinen letzten Versuch auch vergeigt hat.

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Re: Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von CarpeDiem2 erstellt am: 1. Dez 2016, 16:44 Uhr

Als ich das gelesen habe, habe ich das Problem nicht verstanden. Konnte es auch nicht ernst nehmen.

Ich kenne so viele, die sich in der Examensvorbereitung von ihrer Familie unterstützen lassen. Sei es, dass die Mutter für den Sohn/Tochter mitkocht oder der Freund/Freundin etwas mehr nachsichtig ist. Wenn sie zusammen wohnen, der eine mehr abnimmt. Gerade weil es vorübergehend ist und eine Familie oder Ehe doch in schwierigen Situationen sich gegenseitig unterstützt.

Wenn es bei euch schon wegen so einer Kleinigkeit dermaßen Probleme gibt und Du Dich schon in Foren über deinen Ehemann beschwerst, finde ich, hat er eine längst überfällige Entscheidung getroffen.

Finanziell hättest du doch nicht alles übernehmen müssen. Dafür gäbe es doch zig andere Möglichkeiten, wie ein Minijob oder ähnliches. Dann fordere es von ihm eben zurück.

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Partner vor Staatsexamen komplett irrational! Scheidung?

Beitrag von Väinämöinen erstellt am: 1. Dez 2016, 19:32 Uhr

CarpeDiem2 hat geschrieben:. Dann fordere es von ihm eben zurück.



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