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Examensstress

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Bitte rechtfertigt das Jurastudium

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Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Lama erstellt am: 24. Jul 2016, 22:40 Uhr

Ich habe erst mit dem Studium angefangen, doch das muß jetzt einfach mal raus:

Was für ein Scheiß ist das?

Jeder kann alles so hinbiegen wie er will, aber einige, ja einige die haben die Wahrheit gepachtet, sie nennen sich BVerfG und BGH. So tief können sich die Dozenten vor denen gar nicht bücken wie sie es gerne würden.

"Sie können alles vertreten, wenn Sie es nur begründen". Das scheint auf die Korrektoren zuzutreffen. Ich habe die Schrift von dem Korrektor nicht einmal lesen können, noch nie habe ich eine solche Sauklaue gesehen.

Alles falsch, alles schlecht, hat er geschrieben, null hilfreiche Rückmeldung.

Wenn ich beim BGH wäre, hätte er das nicht geschrieben, da wäre dann die Kutsche für mich vorgefahren.

Aber man könne ja alles vertreten. Hauptmeinung, Mindermeinung etc.

Und bringt es irgendetwas außerhalb deutscher Grenzen? Nein, gar nichts. Da verbringt man Jahre mit dem Studium, nur um dann in Deutschland bleiben zu müssen.

Man kann keine Maschinen konstruieren, man kann keine Häuser entwerfen, man kann nur Meinungen vertreten. "Und, was machst du so? Ich vertrete Meinungen beruflich." Was für ein Scheiß.

Wenn ich einen Apfel in der Luft loslasse, fällt der zu Boden, immer, egal was irgendein Depp denkt. Aber wenn ich eine rechtliche Meinung habe und jemand anders eine andere, und der ist Korrektor, läßt der übertragen gesprochen auch mal den Apfel zum Himmel fallen, wenn es ihm paßt.

Wie soll das erst beim Staatsexamen werden, wenn die Korrektoren Narrenfreiheit haben und alles verurteilen können, was sie wollen.

Und auf Parties?

"Was hast du gestern gemacht?"

"Ich habe die Verhältnismäßigkeit eines Grundrechtseingriffes geprüft. Und du?"

"Ich habe in meinem Kurs einen Roboter gebaut, der Stimmen erkennen kann. Außerdem habe ich ein neues medizinisches Gerät gebaut, das Leben retten kann, wem hilfst du mit deinem Jurastudium nochmal? Was würde passieren, wenn sich einfach niemand mehr an die geistige Onanie hält, die ihr da erschafft?"

Sagt mir jetzt nicht, daß das Jurastudium nichts für mich sei, ich es halt lassen solle.

Nein, ich möchte, daß ihr das Jurastudium rechtfertigt, was daran und am späteren 168 Wochenstundenberuf, den man nur durch harte Drogen durchhält, so toll sein soll?

Lama

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Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Väinämöinen erstellt am: 25. Jul 2016, 00:41 Uhr

Warum sollte irgend jemand das Jura-Studium rechtfertigen,nur, weil du dich falsch entschieden hast und es offenbar nichts für dich ist?

Wenn du Maschinen bauen willst, dann mach das und werde Ingenieur. Mehr Geld verdienst du damit auf jeden Fall.

Wenn du eine Ausbildung haben willst, mit denen du Menschen helfen kannst und die international gern gesehen ist (insbesondere die deutsche), studiere Medizin. Wahrscheinlich verdienst du auch mehr Geld.

Als Jurist wirst du mit 80% Wahrscheinlichkeit Rechtsanwalt. Weißt du, was ein Rechtsanwalt macht? Er vertritt Meinungen. Nämlich die seines Mandanten. Dein Job ist es, aus dieser Meinung das Bestmögliche zu machen. Das ist sehr spannend.

Wenn es das für dich nicht ist, dann wechsle!

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Re: Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Lama erstellt am: 25. Jul 2016, 01:58 Uhr

Das ist sehr spannend.
Inwiefern?

Lama

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Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Väinämöinen erstellt am: 25. Jul 2016, 05:44 Uhr

Ich wiederhole: der Rechtsanwalt vertritt die Meinung (besser: die Position) seines Mandanten. Dazu sind Rechtskenntnisse erforderlich, jedenfalls sind sie hilfreich. Das ist sehr spannend.


Was der Rechtsanwalt übrigens nicht tut, ist, wie Lenßen oder Posch in fetten Karren in der Gegend runheizen und vor der Kamera posieren. Die meisten verbringen 80% der Zeit vor irgendwelchen Akten.

Nochmal: informiere dich über den Anwaltsberuf, du wirst ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit ausüben (müssen).

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Re: Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Lama erstellt am: 25. Jul 2016, 10:46 Uhr

Väinämöinen hat geschrieben:Ich wiederhole: der Rechtsanwalt vertritt die Meinung (besser: die Position) seines Mandanten. Dazu sind Rechtskenntnisse erforderlich, jedenfalls sind sie hilfreich. Das ist sehr spannend.

Das Inwiefern fragt nach Details.

Ich wünsche mir, unpolemisch in meinen Argumenten widerlegt zu werden.

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Re: Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von TobiasG erstellt am: 25. Jul 2016, 13:11 Uhr

Warum solltest Du hier widerlegt werden? Erstens war das keine Widerlegung, weil Du oben (polemisch) schriebst, Du verträtest beruflich lediglich Meinungen, und Dir aufgezeigt wurde, dass genau das im Wesentlichen auch den Beruf des Rechtsanwalts ausmache. Zweitens ist es nicht Aufgabe des Forums, Dir Deine gegen das Jurastudium sprechenden Gründe zu widerlegen. Du musst vielmehr selbst entscheiden, ob Du damit zurecht kommst oder nicht. Und drittens ist "spannend" höchst subjektiv und kann damit gar nicht widerlegt werden: Manche finden es spannend, einen Roboter zu bauen (ich eher nicht), und andere eher, den Gegner im Zivil- oder Strafprozess argumentativ zu widerlegen und Fälle zu gewinnen.

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Re: Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Lama erstellt am: 25. Jul 2016, 14:27 Uhr

TobiasG, warum sollte ich hier nicht widerlegt werden, wenn ich es will? Es ist genau die Aufgabe der Forumsmitglieder, mir meine gegen das Jurastudium sprechenden Gründe zu widerlegen. Ich muß hier nicht selbst entscheiden, ob ich damit zurechtkomme oder nicht. "spannend" wurde gar nicht widerlegt.

Die Wortgefechte finden in der Realität nicht statt, schließlich novit iura curia, die Anwälte stehen nur da und warten ab. Oder wann hat sich ein Richter zuletzt für etwas außer deinem Beweiswürdigungsantrag und deiner Sachverhaltsdarlegung interessiert?

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Re: Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von TobiasG erstellt am: 25. Jul 2016, 14:33 Uhr

Weil hier immer noch jeder selbst entscheiden kann, auf welche (unsinnigen) Fragen er antwortet oder nicht? Niemand sonst außer Dir muss entscheiden, ob er mit dem Jurastudium oder den darauf aufbauenden Berufen in der Praxis klarkommt. Und dass "spannend" gar nich widerlegt werden kann, habe ich Dir schon aufgezeigt. Wenn Du es spannender findest, nach dem Studium in den USA Herzoperationen durchzuführen, als Meinungen/Standpunkte zu vertreten, studiere Medizin.

Unabhängig davon, dass Wortgefechte in der Praxis - auch im Zivilprozess - durchaus stattfinden, weiß ich nicht, was das aussagen soll. Ist denn ein Wortgefecht sinnvoll/erstrebenswert?

Ich hoffe jedenfall ernsthaft für Dich, dass das ein Troll-Posting ist.

TobiasG

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Re: Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Lama erstellt am: 25. Jul 2016, 14:51 Uhr

Warum gehst du auf eine Frage ein, die du unsinnig findest?

Jeder außer mir kann mir bei der Lösungsfindung helfen, ob das JS etwas für mich ist.

Wenn man einem Jogger, der keine Lust mehr hat, keine Motivation geben würde, könnte er niemals Fett verlieren.

Ich finde es spannend, Meinungen zu vertreten, ich bin aber der Ansicht, daß Menschen, die nur persönliche Meinungen vertreten können, dafür kein Geld bekommen sollten und erst recht keine Anerkennung.

Es sollte ein Hobby, so wie Romanlesen sein.

Wortgefechte mit Rechtsfolgen für die Mandanten(nicht die RA, die sich beleidigen) gibt es in der Praxis - gerade im Zivilprozess - nicht.

Ein WG ist dann erstrebenswert, wenn es der Wahrheitsfindung dient. Aber welchen Richter interessiert das schon.

Ich hoffe ernsthaft für Dich, dass du nur ein Troll bist.

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Re: Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Lawyer_2015 erstellt am: 25. Jul 2016, 16:08 Uhr

Lama, ich bin weitestgehend bei dir.

Jura ist größtenteils Politik und Kaffeeklatsch.

Ich hab im Examen für die eine und selbe Klausur vom Erstkorrektor 6 und vom Zweitkorrektor 2 Punkte bekommen - sagt schon so einiges, was?

Wenn man das aber mal erkennt und vor allem akzeptiert, dann kann man sich entscheiden, ob man sich auf dieses Spiel (mit Glücksspielelementen) einlässt oder nicht.

Du hast recht, Jura ist für mich oftmals keine Wissenschaft, da von allem abgewichen werden kann und das ja auch oft tatsächlich geschieht!

In allen anderen Studiengängen hast du konsequente Anwendungen, nur bei uns nicht!

Wie gesagt also: Akzeptieren oder nicht, besser noch als Mittel zum Zweck sehen und später im Beruf z.B. als Selbstständiger verantwortungsbewusst und sinnvoll tätig werden.
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Re: Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Alexander erstellt am: 25. Jul 2016, 19:23 Uhr

:lol:

Geiler Thread.

Jura ist offensichtlich der falsche Beruf für dich. Wechsle möglichst schnell, ehe du Gefahr läufst, dem logischen Fehlschluss "jetzt habe ich schon so viel investiert, jetzt muss ich das auch weiter machen" (sunk cost fallacy) aufzusitzen.

Wenn dich dann dein erster Kunde verklagt, weil dein Roboter nicht so funktioniert hat, wie er sich das vorgestellt hat, kannst du gerne wiederkommen und wir verteidigen dich im Schadensersatzprozess. ;-)
Niemand hat das Recht zu gehorchen. - Arendt.
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Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Väinämöinen erstellt am: 25. Jul 2016, 19:24 Uhr

Lama hat geschrieben:TobiasG, warum sollte ich hier nicht widerlegt werden, wenn ich es will? Es ist genau die Aufgabe der Forumsmitglieder, mir meine gegen das Jurastudium sprechenden Gründe zu widerlegen.


Das ist kein Problem. Gib' mir deine Adresse, ich schicke dir meine Honorarvereinbarung, du unterschreibst und dann widerlege ich deine Gründe. Ich kann sie auch bestätigen. Ich orientiere mich da am Mandantenbegehren.

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Re: Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Falken2011 erstellt am: 25. Jul 2016, 19:35 Uhr

Lama hat geschrieben:Wortgefechte mit Rechtsfolgen für die Mandanten(nicht die RA, die sich beleidigen) gibt es in der Praxis - gerade im Zivilprozess - nicht.

Ein WG ist dann erstrebenswert, wenn es der Wahrheitsfindung dient. Aber welchen Richter interessiert das schon.
Woher hat denn ein Student in seiner ersten Sinnkrise diese tiefschürfende Erkenntnis? In meinem Gerichtssaal wird sehr wohl diskutiert und das nehme ich stets aufgeschlossen zur Kenntnis und wäge es sorgfältig ab. Das ist Teil des Berufs. Aber abwägen heißt nicht, dass ich jedem Unsinn folge. Und wenn bestimmte Rechtsfragen abschließend geklärt sind, dann in der Regel deshalb, weil sie ausdiskutiert sind. Die "herrschende Meinung" ist dies meist nicht ohne Grund.

Da du ja einen sinnvollen Tipp haben willst: Wenn es dich stört, dass es in Jura keine absolute Wahrheit gibt, wenn du nicht damit klar kommst, dass andere Menschen andere Meinungen haben und davon (mit oder ohne guten Grund) nicht abweichen wollen, oder wenn du meinst, dass besondere Cleverness auch besonders belohnt werden sollte, dann brich das Studium ab und zwar so schnell du kannst. Dann wirst du in Jura nicht glücklich, sondern verschwendest nur Jahre deines Lebens.

Ansonsten empfehle ich dir für deine Entscheidung diesen Link hier (drittes Video von oben)

Ach ja, eins noch: Deine Posts, Lama, lesen sich überaus überheblich für jemanden, der noch keine Ahnung von gar nichts hat. Schon die Anmaßung zu glauben, dass du bestimmen könntest, wie und was dir die anderen Teilnehmer hier gefälligst zu schreiben hätten. Und woher kommt denn die Einbildung, dass Korrektoren irgendwelche willkürlichen BGH-Bauchentscheidungen deinen genialen Überlegungen aus sachfremden Gründen vorziehen würden? Natürlich weiß es ein Dozent besser als ein Student im ersten Semester. Und natürlich gibt es Punktabzug, wenn man es ohne (gute) Begründung besser zu können glaubt, als Generationen von Experten vor einem, von denen sich manche länger mit "ihrem" Thema beschäftigt haben, als du alt bist. Was erwartest du denn? Das hat nichts mit Juristen zu tun, sondern wird dir überall sonst auch begegnen. Wenn dich die Engstirnigkeit von Juristen (deren Berufung es ist, sich täglich immer wieder neu mit anderen Meinungen sachlich auseinanderzusetzen) so abtörnt, dann steht es dir völlig frei zur medizinischen Fakultät zu wechseln und dort den Professoren zu erklären, dass sie alle nur arrogante Quacksalber seien und besser mal den Fachmann - nämlich dich - die Schulmedizin neu erfinden lassen sollen.

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Re: Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Lama erstellt am: 25. Jul 2016, 20:36 Uhr

Falken2011 hat geschrieben: In meinem Gerichtssaal wird sehr wohl diskutiert und das nehme ich stets aufgeschlossen zur Kenntnis und wäge es sorgfältig ab.(...)Ach ja, eins noch: Deine Posts, Lama, lesen sich überaus überheblich für jemanden, der noch keine Ahnung von gar nichts hat.

Du schreibst nicht im Geringsten mit der Reife eines Richters. Wenn du wirklich Richter bist und so zu mir sprechen würdest, würde ich umgehend einen Antrag auf Ablehnung wegen Befangenheit stellen.

Lama

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Bitte rechtfertigt das Jurastudium

Beitrag von Väinämöinen erstellt am: 25. Jul 2016, 21:36 Uhr

Da kein Erstie auch nur im Ansatz die "Reife eines Richters" bewerten kann, bleibt nur ein Fazit:

Troll-Thread, Troll-Postings, Troll-User.

Also: don't feed the troll!

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