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Examensstress

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Situationseinschätzung

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Situationseinschätzung

Beitrag von Kiel. erstellt am: 24. Sep 2016, 10:11 Uhr

Hallo zusammen,

Ich benötige dringend einfach mal eine Einschätzung meiner Situation.
Ich trage mich ernstlich mit dem Gedanken, das Studium an den Nagel zu hängen und doch was anderes zu machen.
Ich bin jetzt im 7. Semester und stehe vor meiner Schwerpunktsprüfung. Ob das klappt bleibt aktuell noch zu bezweifeln.
Allerdings sieht es auch sonst nicht gut aus. Ich war viel, viel zu faul und unstrukturiert.
Habe zwar alle Scheine, aber die meisten im sehr schlechten Bereich. Hausarbeiten 7,8,15 Klausuren immer 4-5 Punkte.
Habe einen Zwischenprüfungsschnitt von 6,5 und gefühlt kann ich garnichts, abgesehen von ein bisschen Schuldrecht AT.

Ich frage mich ob das ganze überhaupt noch zu einem befriedigend im Staatsexamen gebracht werden kann. Ich habe mich zum Rep angemeldet, aber praktisch garkein Vorwissen. Ich hab permanent ein schlechtes Gewissen und vergrabe mich immer wieder in Prokastrination anstatt an der Sache was zu ändern.

Ich will garnicht mehr so recht über Jura nachdenken.

Nun stehe ich eben vor der Entscheidung aufzuhören und was anderes zu machen oder es eben zu versuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Kiel.

Kiel.

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von lkngbwbw erstellt am: 24. Sep 2016, 16:58 Uhr

Wenn du bisher eher wenig gelernt hast, dann ist mit Fleiß noch einiges zu schaffen im Rep. Wenn man dort gute Leute hat, bringen die einem auch ohne großes Vorwissen einiges bei, vorausgesetzt man bleibt am Ball und kann sich motivieren.
Also sehe ich bei dir eher dort das Problrm. Kannst du dich irgendwie motivieren? Macht dir Jura überhaupt Spaß? Kannst du dir vorstellen, später auch wirklich beruflich etwas mit Jura zu machen? Darüber solltest du nachdenken, um dich zu entscheiden.

lkngbwbw

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Kiel. erstellt am: 25. Sep 2016, 14:03 Uhr

Danke für deine Antwort!

Ich habe tatsächlich im Studium nur das nötigste getan. Frage mich auch wie es dazu kommen konnte. Aus heutiger Sicht ist das alles totaler Murks.
Passiert aber natürlich schnell.

Werde jetzt noch drüber nachdenken und mich parallel schon bewerben.

Kiel.

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 25. Sep 2016, 15:04 Uhr

Setz' Dich doch mal einfach ein paar Tage hin und lern' wirklich mal was, so wie früher in der Schule und dann kannst Du weitersehen.

Wenn Du Dich kaum mit Jura befasst hast, wie und woher sollst Du denn dann heute wissen, ob es was für Dich ist. Ich würde es erst mal richtig ausprobieren, drüber schlafen, mal die verschiedenen Rechtsgebiete ZR, ÖR und StrR anschauen und lernen. Vielleicht gefällt es Dir ja, wenn Du es echt mal ernsthaft versuchst. Oder Du entwickelst gleich Abneigung. Jedenfalls würde ich sagen: Hier macht der Versuch wahrscheinlich klüger..

Und vielleicht wäre ein Rep oder Online-Rep und ein Zeitplan was, damit Du nicht irgendwo versumpfst und wieder nichts lernst, ganz gut?

???

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Austa erstellt am: 26. Sep 2016, 19:41 Uhr

Wenn man im Rep sich reinhängt, dann ist noch alles drin. Alle Klausuren, die man an der Uni schreibt, sind bis auf den Schwerpunkt irrelevant. Jetzt kann man immer noch die Grundlagen für ein gutes Examen legen. Man muss sich jetzt aber auch anstrengen.

Die Frage ist, ob das Thema dich interessiert. Das kannst nur du selber herausfinden.
Ich würde jetzt jeden Tag von 08:00 bis 12:00 und dann von 13:00 bis 16:00 Uhr lernen. Dann eine Stunde Sport. Wenn du das Gefühl hast, das Lernen macht dir Spaß, dann ist alles Ok. Wenn die Materie dich ankotzt, dann vielleicht doch besser ein Wechsel. Aber ich würde dann trotzdem weiterlernen und mir dann abends Gedanken über eine Alternative machen. Solange du noch nichts anderes hast, würde ich Jura nicht aufgeben. Je nachdem, wie lange es dauert, bis du was anderes hast, kannst du ja ggf. ins Examen gehen und bestehst mit 4,0. Dann hast du immer noch eine weitere Qualifikation.

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Kiel. erstellt am: 28. Sep 2016, 06:27 Uhr

Danke für eure Antworten!
Ich bin vollkommen am Ende. Kann nicht mehr essen und schlafe nicht mehr.
Ich habe panische Angst mir mein Leben verbaut zu haben.
Die Panik rührt daher, dass ich ziemlich sicher weiß, ich bin stinkend faul und habe einfach keine Lust zu lernen.
Ich weiß das es ohne nicht geht, aber ich habe einfach keinen Drive. Insbesondere jetzt nicht mehr. Auch fällt mir lernen an sich schwer. Kriege die Sachen nicht nachhaltig ins Hirn.

Ich weiß einfach nicht wie das werden soll. Glaube das geht gerade gewaltig schief.
Alternativen finde ich akut auch keine.

Es ist einfach so verdammt viel und jetzt sitze ich vor dem ganzen Berg und weiß nicht wo mir der Kopf steht.

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von lkngbwbw erstellt am: 28. Sep 2016, 10:34 Uhr

Und wenn du mal eine Woche Abstand von Jura nimmst? Also gar nicht lernen, sondern einfach mal was für dich tun? Sport, weggehen, Kurzurlaub, irgendsowas?
Das ist leider auch einfach eine Kopfsache. Wenn man sich einredet, dass es nicht klappt, dann wird das auch meist wahr.
Ein Rep gibt dir ja eigentlich vor, was du wann zu machen hast. Natürlich ist es insgesamt viel Stoff, aber der kommt eben in kleineren Abschnitten. Dranbleiben ist wichtig.
Hast du schonmal andere Lernmethoden ausprobiert? Vielleicht lernst du einfach falsch. Dann bleibt natürlich auch nichts hängen und dementsprechend ist die Motivation auch eher gering und Erfolgserlebnisse bleiben aus.
Evtl. mal die Studienberatung aufsuchen. Vielleicht haben die Ideen, auch bzgl. Alternativen falls du Jura tatsächlich nicht mehr willst.

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Kiel. erstellt am: 28. Sep 2016, 18:06 Uhr

Hab mich jetzt wie folgt entschieden:

Ich mache jetzt meine Schwerpunktprüfung. Habe mich jetzt an einigen Stellen auf ein duales Studium bei der Stadt beworben. Wenn das klappt, dann mache ich erstmal das um was sicheres zu haben.
Wenn es nicht klappt, dann mache ich meine Examensvorbereitung weiter und versuche das zu einem Abschluss zu bringen.
Werde mir dazu einen mit meinem Repetitor abgesprochenen Lernplan überlegen und wenn notwenig Grundkenntnisse erstmal eigenständig anhäufen um dann ggf. im zweiten Jahr mit dem Repertorium vollständig zu beginnen. Sollte es besser laufen als gedacht, werde ich den Freischuss mitschreiben um die Chance mitzunehmen.

wenn alles nichts hilft, kann ich jedenfalls jederzeit in eine Handwerkliche Ausbildung wechseln. So gar, garnichts hätte ich dann immerhin nicht. Das Leben wäre trotzdem eher weniger toll. Obwohl man vermutlich ähnlich viel wie ein Wald-und-Wiesenanwalt verdient.

Werde auch den Klausurenkurs besuchen und versuchen dadurch besser zu werden.


Liebe Grüße und danke für euer Bemühen!

Kiel.

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Austa erstellt am: 30. Sep 2016, 15:22 Uhr

Ich kann dir nur raten, professionelle Hilfe anzunehmen. Geh zur Studienberatung, zur Berufsberatung, zu einem Personal Coach etc.

Du machst jetzt Jura. Du hast dich bei der Stadt beworben, um was "sicheres" zu haben. Scheint nicht so, als ob du hinter dieser Tätigkeit dann auch stehen würdest. Und zur Not willst du was handwerkliches machen, also keinen Büro-Job.

Bevor du jetzt ins nächste Unglück läufst, solltest du dir erstmal klar machen, was du eigentlich wirklich willst. Und wenn es ein halbes Jahr dauert.

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Kiel. erstellt am: 2. Okt 2016, 01:44 Uhr

Ich mache mich jetzt schon wieder total fertig. Ich war auch sehr blind was mein "Studium" angeht. Ich kann unterm Strich noch garnichts oder habe es wieder vergessen und verlernt.
Ich tendiere jetzt tatsächlich mehr dazu mit Jura Schluss zu machen. Schrecklich ist nicht die Entscheidung das im 7. Semester abzubrechen, sondern das wissen, dass ich nie gelernt habe mich mal so sehr zu Knechten, das auch ein Ergebnis herauskommt. Studiere noch immer mit einer schulischen Einstellung a' la: Es ist doch immer gut gegangen.
Komme da auch nicht raus und hasse mich brutal dafür das so vergeigt zu haben. War unorganisiert und faul. Jetzt bekomme ich meine gerechte Strafe für diese Dummheit.

Bin jetzt wieder total perspektivlos.

Glaube nicht mehr an mich. Halte mich eigentlich nur noch für Kleinkram geeignet.
Meine Eltern sind enttäuscht und machen sich Sorgen.

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Kiel. erstellt am: 2. Okt 2016, 03:24 Uhr

Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll.
Ich kann nicht mal den Krempel lernen den ich lernen muss. Es fällt mir wahnsinnig schwer. Auch hab ich mich mittlerweile so krass in diese Lethargie reingesteigert, dass ich da nicht von weg komme.

Kiel.

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Kiel. erstellt am: 2. Okt 2016, 03:26 Uhr

Ich glaube du missverstehst meinen Kenntnisstand. Der ist extrem niedrig. Habe einfach nur noch Angst.

Kiel.

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Situationseinschätzung

Beitrag von Väinämöinen erstellt am: 2. Okt 2016, 07:38 Uhr

Es gibt genug Leute, die mit kaum Kenntnissen in irgend etwas nach dem Grundstudium zum Repetitor rennen und sich da fit machen lassen. Das bedeutet natürlich, sich die nächsten 1,5 Jahre am Riemen zu reissen und konsequent morgens zum Repetitor zu gehen und nachmittags den Stoff nachzuarbeiten. Es gibt auch genug, die nebenbei noch Scheine machen müssen. Ausserdem bedeutet das, an den Rep.-freien Tagen nicht rumzugammeln, sondern zu wiederholen oder Klausuren zu schreiben. Wenn du nicht wenigstens 35h/Woche dafür aufwendest, machst du noch was falsch.

Frage: willst (nicht: "kannst", das ist nur Ausrede) du das? Wenn ja, dann schrieb Ory schon was zu Dr. Cox und so. Wenn nein, dann brich jetzt ab und such dir was, wo man mit 20h/Woche über die Runden kommt (Lottomillionär oder so...).

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Austa erstellt am: 2. Okt 2016, 10:50 Uhr

Es scheint, als ob dein Selbstbewusstsein ziemlich im Keller ist. Der Berg an Stoff scheint für dich unüberwindbar. Du hast keinen Plan, wie du das alles bewältigen willst.
Wende dich doch einfach mal an die Studienberatung oder den Psychologischen Dienst der Uni. Die können dir helfen. Die bieten zum Teil auch Kurse zum Thema "Lernen" und "Strukturierung" an. Das wird dir mit Sicherheit helfen. Das Jura-Studium zu beeenden, nur weil man Angst vor dem Examen hat, ist ziemlich dumm. Deine Probleme kann man in den Griff bekommen. Du musst dir nur Hilfe holen. Und das Forum hier ist mit Sicherheit nicht der geeignete Ort dafür.

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Dream on erstellt am: 2. Okt 2016, 11:42 Uhr

Wenn es nur an den vermeintlichen bescheidenen Noten im bisherigen Studium hängt, dann steh drüber und häng Dich jetzt so richtig rein. Bis vorm Schwerpunkt war meine Devise tatsächlich "4 gewinnt". Danach fragt später kein Mensch mehr. Ab dem Schwerpunkt sah das natürlich anders aus. Da habe ich dann auch ganz anders und v.a. mehr gelernt. Und ganz im Ernst: Mit Deinen Noten bis zum Hauptstudium brauchst Du Dir überhaupt keine Gedanken machen! Sie liegen durchaus im Schnitt.

Versuchs mit einem guten Rep, vielleicht auch Kleingruppe oder Einzelunterricht. Da kannst Du gucken, ob Dir Jura generell Spaß macht. Ohne ein Fünkchen Leidenschaft dürfte die Examensphase dagegen nicht so rosig werden. Dann solltest Du tatsächlich nach was anderem suchen, woran Du mehr Spaß hast...

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