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Examensstress

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Situationseinschätzung

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Re: Situationseinschätzung

Beitrag von Mars-Maus erstellt am: 28. Okt 2016, 22:20 Uhr

Kiel. hat geschrieben:Danke, ich würde dich am liebsten mal drücken.


Keine Ursache, nix zu danken. Und drücken darfst Du mich auch mal, geht halt nur virtuell.

Und sonst: Einfach langsam vorwärts gehen und ausprobieren, dann schaffst Du das. Du wirst später mal drüber lachen und denken: Das war erst echt schwer, aber irgendwann hab' ich's geschafft und das ging nur, weil ich mich nicht hab' entmutigen lassen. Dass man vor den Büchern sitzt und keine Lust mehr hat, dass man sich mal drückt oder öfter, dass man das Gefühl hat, es bleibt nix hängen, dass man je mehr man lernt, immer mehr findet, was man noch nicht mal angekuckt hat, passiert allen. Lass' Dich davon nicht beeindrucken. Das gehört dazu und man muss eben sich da durchbeißen und einfach dran glauben, dass man zu denen gehört, die clever genug sind, sich diese 2 Examen holen und einen an sich gar nicht mal so üblen Beruf ausüben. Und wenn's wirklich schief gehen sollte, irgendwann, dann entsteht ein Plan B und wenn der schief geht, dann gibt's noch ganz viele andere Buchstaben im ABC.

Wichtig ist, dass Du aufhörst, Dich in die Tonne zu treten. Wichtig ist, dass Du aufhörst, in Katastrophen zu denken. Wichtig ist, dass Du Dir kleine Erfolgserlebnisse verschaffst und so aus der aktuellen Talsohle wieder rauskommst und den Berg hochgehst, auch wenn es erst mal hart ist.

Weißt Du, Du hast Dir angewöhnt oder antrainiert, richtig mies mit Dir umzugehen. Wenn Du ein Kind wärst und ein Lehrer würde Dir das dauernd sagen, was Du Dir jetzt als Erwachsener jeden Tag selbst einredest, dann würde dieses Kind in 1 - 2 Jahren in der Kinderpsychiatrie hocken, weil es vor Angst nur noch heulen und schreien würde. Du musst lernen, wie Du Dir Angst nimmst, nicht, wie Du die ständig fütterst.

Jeder hat Risiko, aber andere kucken sich das nicht ständig mit der Luppe an um es noch zu vergrößern, dass es wie ein noch größeres Ungeheuer aussieht, sondern die schieben das weg und denken: "Och, das klappt schon irgendwie. Muss man halt was dafür tun. Und wenn's gar nicht klappt: Drauf geschissen! :devel: "

Die meisten Dinge klappen im Leben zum Glück. Und da, wo was nicht klappt, ist es besser, es zu akzeptieren und neu durchzustarten, statt sich dran aufzuhängen, bis das ganze Leben total vermurkst ist, weil man an der einen Sache hängt und nicht darüber hinweg kommt, dass man da gescheitert ist. Der Umgang mit Niderlagen und Enttäuschungen muss auch gelernt sein.

Und Du kannst jetzt wichtige Dinge im Leben lernen, die Dir immer helfen werden. Wenn du der Prüfung aus dem Weg gehst und wegrennt, wird es nicht besser werden. Und wenn Du Jura lässt, dann gehst Du anderswo rein und auch da wird irgendwann eine Prüfung kommen. Vor der kannst du dann wieder Panik schieben und wieder wegrennen. Aber Du wirst Dich damit ins Aus befördern. Besser ist jetzt, zu üben, wie Du Dich selbst stabilisieren kannst und die Ziele, die Du Dir gesetzt hast, mutig und motiviert sturheil angehst und Schrittchen für Schrittchen da hinkletterst, wo Du hin willst.

Es gibt so einen Spruch, der ist doppeldeutig und in beiden Interpretationen wirklich richtig.

"Lieber freudig abgebrochen,
als mühevoll zum Ziel gekrochen!
".

Es gibt Leute, die haben Angst und /oder haben mangelnde Selbstdisziplin. Die muss man pushen, dass sie durchhalten lernen.

Es gibt Leute, die sind perfektionistisch, narztistisch, die wollen angeben, können den Hammer nicht hinlegen, spüren eigene Grenzen nicht und treiben Raubau mit sich selbst und machen damit sich und andere kaputt. Die muss man eher bremsen und mal sagen: "Hör' auf, bevor es zu spät ist! Du wirst, wenn Du so unvernünftig weitermachst, viele Schwierigkeiten kriegen, die weitaus schlimmer sind, als mal eine Aufgabe nicht zu 100 % perfekt erledigt zu haben.

Mars-Maus

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