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Aktivlegitimation, Abtretung

Fachliches zum Examensstoff Zivilrecht und Zivilprozessrecht

Aktivlegitimation, Abtretung

Beitrag von reformatioinpeius erstellt am: 26. Jan 2018, 13:13 Uhr

Hallo Leute,
ich hoffe jemand kann mir bei folgendem Beispielsfall weiterhelfen:
Mal angenommen der Kläger erhebt Klage gegen die Versicherung seines Verkehrsunfallgegners auf Schadensersatz wegen Schäden am eigenen PKW. Die Beklagte bestreitet die Aktivlegitimation, also Eigentümerstellung des Klägers am PKW, und im Prozess stellt sich heraus, dass der Kläger tatsächlich nicht Eigentümer des Fahrzeugs im Unfallzeitpunkt war, sondern dessen Ehefrau. Dies wird so auch von Klägerseite zugestanden.
Nachdem dies ans Licht gekommen ist, erklärt die Ehefrau die Abtretung aller Ansprüche aus dem Verkehrsunfall an ihren Ehemann.

Wirkt sich dies in irgendeiner Form auf die Aktivlegitimation des Klägers oder sonst irgendwie im Prozess aus? Ich weiß nicht so recht, wie ich die Abtretung im laufenden Prozess verorten soll. Eine Klageänderung ist es ja nicht, wenn man den Anspruch nur rechtlich anders begründet...
Vielen Dank schonmal im voraus!

reformatioinpeius

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Re: Aktivlegitimation, Abtretung

Beitrag von Jurachaot erstellt am: 28. Jan 2018, 19:16 Uhr

Meiner Meinung nach, ist es zum einen für die Prozessführungsbefugnis relevant.
Vor der Abtretung hat der Kläger ja ein fremdes Recht im eigenen Namen geltend gemacht, die Voraussetzungen für eine gewillkürte Prozessstandschaft dürften nicht vorgelegen haben. Folglich war der Kläger bis zur Abtretung nicht prozessführungsbefugt.
Nach der Abtretung macht der Kläger jedoch jetzt ein eigenes Recht im eigenen Namen geltend und ist damit prozessführungsbefugt.

Jurachaot

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